Aarauer Stadtrat bewilligt den neuen Bahnhof Süd

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So soll der Bahnhof aussehen. Bild: zvg

Der Stadtrat hat die Baubewilligung für neue Wohn- und Geschäftshäuser im Areal Bahnhof Süd erteilt. Die Überbauung ersetzt den bisherigen Bahnhof der Wynental- und Suhrentalbahn. Die Baugesellschaft Bahnhof Süd (WSB AG und Metro Immobilien AG) will bis Mitte 2020 zwei Büro- und Wohngebäude errichten. Sie sollen 26 respektive 30 Meter hoch werden. Die Investitionssumme liegt bei gegen 70 Millionen Franken.

Das Baugesuch lag Anfang 2018 öffentlich auf. Es gingen drei Einwendungen ein; gar nicht so viele für ein Bauprojekt dieser Grösse. Widerstand gab es unter anderem wegen der Meyerschen Stollen. Diese sind ein industriegeschichtlich einzigartiges Denkmal. Sie entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts. Der Unternehmer Johann Rudolf Meyer liess sie für seine Seidenbandfabrik an der heutigen Poststrasse bauen. Die unterirdischen Kanäle sammelten Sicker- und Quellwasser, welches für den Antrieb des Wasserrades in der Fabrik genutzt wurde. Bei Bauarbeiten um den Aarauer Bahnhof wird immer mal wieder ein weiterer Teil des unterirdischen Stollennetzes gefunden, etwa beim Neubau des Swissgrid-Gebäudes. Für den Neubau des Bahnhofs Süd wurde zugesichert, dass die bereits bekannten Stollen erhalten bleiben. Falls bei den Bauarbeiten bisher unbekannte Stollen-Arme auftauchen, kann deren Erhalt aber nicht garantiert werden.

Im Zuge der Bauauflage kamen bei den Hütern der Stollen jedoch Bedenken auf. Denn die unterste Schicht der Gebäudefundation kommt sehr nahe an den Stollen-Scheitel. Zu nahe? «Beim Bau des Bahnhofs Süd droht den Stollen eine weitere Zerstörung», schrieben drei Einwohnerräte in einer Anfrage. Der Stadtrat teilt nun mit: «Für den Erhalt der Meyerschen Stollen wurde ein Massnahmenbericht erstellt. Dieser wurde durch einen Prüfingenieur geprüft und als zweckmässig und umsetzbar beurteilt.»

Man sei den Einsprechern auch in einem anderen Bereich entgegengekommen, schreibt der Stadtrat weiter: «Die Einwendung bezüglich der beidseitigen Radstreifen auf der Hinteren Bahnhofstrasse führte zu einer Projektanpassung», heisst es in der Mitteilung. Konkret wird die Strasse nun im Bereich des Baukörpers auf eine Breite von neun Metern ausgebaut.

Gemäss aktuellem Zeitplan sollen die Bauarbeiten im Dezember 2018 starten. Bereits hat sich eine renommierte Mieterin angekündigt: «H+ Bildung», die Höhere Fach- und Führungsschule für den Gesundheitsbereich, plant einen Mieterausbau für fast zwei Millionen Franken.

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