Wenn sich Nachwuchssportler wie Profis fühlen, stehen die Olympischen Jugendspiele an

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Florian Langenegger (links) und Dario Wickihalter wurden für das Olympische Sommer-Festival in Baku eingekleidet. (Bild: Swiss Olympic)

Turnschuhe, lange und kurze Hosen, sieben Tshirts und zwei Jäckchen mit Schweizer Kreuz, eine Badkappe und ein Schwimmanzug mit seinem Namen – all das nennt Dario Wickihalter nun sein eigen. Es ist seine persönliche Ausrüstung für das Olympische Sommer-Festival der europäischen Jugend (EYOF) in Aserbaidschans Hauptstadt Baku. Am Kick-off-Tag von Swiss Olympic erhielt der Brittnauer sein offizielles Outfit. «Es ist schon ziemlich cool, man fühlt sich wie ein Profi», sagt Dario Wickihalter. Das Schwimmtalent meint damit nicht nur das spezielle Tenü, sondern auch die intensive Betreuung und Beratung. Bei einem Briefing gab es praktische Tipps: «Wir sollen das Leitungswasser dort nicht trinken und im Flugzeug mit einem Schal einer Erkältung vorbeugen.» Portraitfotos wurden von den 78 Athleten, die die Schweiz in Baku in 8 Sportarten vertreten, geknipst und mit dem Bau einer Dominobahn die Gruppendynamik gefördert. «Ich freue mich auf den Event», sagt Dario Wickihalter, «vor allem darauf, zu zeigen, was ich kann und mich im Athletendorf zu bewegen.»

Neunmal pro Woche trainiert er im Wasser

Die Teilnahme am Olympischen Sommer-Festival verdiente sich der 16-Jährige, als er nach einem Trainingslager die geforderte Zeitlimite schwamm. Die Reise nach Baku ist für den Nachwuchs-Schweizer-Meister über 800m Freistil und mehrfachen Vize-Schweizer-Meister der Lohn für das Training, das er in den letzten Jahren intensivierte. Rund 20 Stunden umfasst sein durchschnittliches Trainingspensum. Neunmal ist der Athlet des SC Aarefisch Aarau im Wasser, hinzu kommen vier bis fünf Landeinheiten für Athletik und Kraft. Im Sommer wechselt Dario Wickihalter von der Sportschule Buchs an die Sportkanti Aarau.

Das Olympische Festival der Jugend
Seit 1991 findet alle zwei Jahre im Sommer und Winter das «Olympische Festival der Europäischen Jugend» (EYOF), statt. Es ist der grösste internationale polysportive Anlass für 13- bis 18-Jährige. In Baku messen sich vom 20. bis 28. Juli rund 4000 Athleten aus 50 Ländern im Basketball, Handball, Judo, Kunstturnen, Radsport, Ringen, Schwimmen, Tennis, Volleyball und in der Leichtathletik. 78 stammen aus der Schweiz.

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Schon im Herbst 2011 gab Dario Wickihalter dieser Zeitung über seine Erfolge Auskunft. (Bild: Archiv/gam)

 

Dario Wickihalter war schon immer ein Bewegungsmensch, seine Mutter ist Personal Trainiern und wie sein Vater ausdauersportbegeistert, die Schwester tanzt. 2011 zeigte Dario, damals in der 3. Klasse, für ein Portrait in dieser Zeitung seine 13 Pokale und 28 Medaillen, die er in der Leichtathletik, im Schwimmen, im Duathlon und bei Laufevents erobert hatte. Damals sagte er: «Ich will Profitriathlet werden.» 2016 entschied sich der heute 1,90m grosse Aargauer fürs Schwimmen: «Das macht mir einfach am meisten Spass, das Laufen ist auf die Dauer nicht so meines.» Und so arbeitet Dario Wickihalter heute vorwiegend im Wasser auf sein grosses Ziel hin: «Einmal bei Olympischen Spielen dabeizusein, wäre toll.» Mit kleinen Schritten will er seine Schwimmzeiten stetig verbessern und bald wieder den Sprung ins Nationalkader schaffen, den er zuletzt um zwei Hundertstel verpasste. Am Mittwoch und Donnerstag absolvierte Dario Wickihalter mit den Schwimmern in Tenero ein Vorbereitungscamp, am Freitag fliegt er nach Baku.

Die Qualifikation ohne Sturz überstehen

Mit dem 16-jährigen Uerkner Florian Langenegger ist unter den 78 Schweizern im EYOF-Aufgebot ein weiterer Regionaler. Der Kunstturner aus dem STV Schlossrued will sich im Qualifikationswettkampf am Dienstag einen Platz im Mehrkampffinal und in den Gerätefinals ergattern. Dario Wickihalter, der im April am Multinations in Graz (Ö) zweimal Silber gewann, gibt sich zu seinen Zielen bedeckter: «Die Konkurrenz ist schwierig einzuschätzen, aber sicher stark.» Er wolle in Baku Erfahrungen sammeln und wie immer sein Bestes geben. «Wir alle wollen die Schweiz gut vertreten in Baku», nennt er das Ziel der gesamten Delegation, die im leuchtend roten Outfit auffallen wird. Am Erscheinungsbild soll es also nicht scheitern.

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Florian Langenegger erlebt nach dem Eidgenössischen Turnfest ein weiteres Highlight. (Bild: zvg)
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