Ab heute ist Luzern im Blue-Balls-Fieber

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Der Bieler Musiker Nemo begeisterte am Blue Balls 2017 die Luzerner Jugend. Bild: Dominik Meier/Blue Balls

Am Blue Balls wird auf drei verschiedenen Bühnen innerhalb des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL) jeweils ein anderes Programm angeboten. Mit mehr als 100 000 Besuchern ist es eines der grössten Musikfestivals der Schweiz. Am Blue Balls wird auch Kunst gezeigt, mit Beiträgen aus Streetart, Film und Fotografie, und es gibt diverse Talk-Veranstaltungen.

«Qualität statt Hypes» lautet das Motto 2019

Stolze 120 Events sind angekündigt. Das Musik-Programm falle diesmal «aus dem Rahmen und aus der Zeit», schreiben die Veranstalter. Wer sich in den letzten Jahren intensiv mit aktueller Musik auseinandergesetzt habe, dem falle auf, dass es dabei oft nur noch um «nackte Zahlen» gehe. Wer am diesjährigen Blue Balls auf der Bühne stehe, könne vielleicht nicht das meistgeklickte Video auf YouTube oder ausverkaufte Stadien vorweisen. Aber die eingeladenen Künstler seien herausragende Musiker. «Qualität statt Hypes» sei das Motto.

Am Freitag, 19. Juli, tritt zum Auftakt die britische Soulsängerin Joss Stone am Blue Balls auf. An neun Tagen treten am Vierwaldstättersee weitere internationale Musikgrössen aus der Jazz-, Blues-, Funk-, Soul-, und Rockszene auf. Angekündigt sind zum Beispiel ebenso Samy de luxe, Xavier Naidoo und Bea’s den. Ein Besuch lohnt sich. Die Festivalorte KKL, Pavillon und Hotel Schweizerhof liegen rund um das Luzerner Seebecken und sind fünf Minuten zu Fuss voneinander entfernt.

Zukunft des Festivals momentan offen

Um die Zukunft des Festivals macht man sich in Luzern allerdings Sorgen. Das Blue Balls steckt laut seinem langjährigen Leiter Urs Leierer in finanziellen Schwierigkeiten, im Juni 2019 liess er die Bombe platzen. Bis Ende August müsse eine Million Franken aufgetrieben werden. Mit dem Geld soll die Stiftung Blue Balls Foundation zur Rettung des beliebten Luzerner Festivals ins Leben gerufen werden. Gibt’s bereits News? «Momentan äussern wir uns nicht weiter zur Zukunft des Festivals», sagt Mediensprecherin Nicoline Schaub gegenüber unserer Zeitung. Im Herbst wird man mehr erfahren. Urs Leierer kritisierte nach seiner Ankündigung in Medienberichten die Stadt Luzern. Ihr Beitrag ans Festival sei zu gering, wenn man die grosse Wertschöpfung und den Imagegewinn des Festivals für Luzern bedenke, sagte Leierer in der «Luzerner Zeitung». Die Stadt Luzern subventioniert das Festival jährlich mit einem Beitrag von 130 000 Franken. Wegen des Gratis-Nutzungsrechts des öffentlichen Grundes fürs Festival haben die Stadtbehörden ihre effektiven Leistungen auf einen hypothetischen Betrag von 750 000 Franken bis eine Million Franken beziffert. «Eine willkürliche Aussage», bemerkte Urs Leierer. Er kritisiert zudem, dass er Luzern 125 000 Franken Billettsteuern entrichten muss. Leierer fordert einen Subventionsbeitrag von der Stadt über mindestens 300 000 Franken. Die Stadt sei «gesprächsbereit», hiess es. Der Kanton Luzern zahle seit zwei Jahren keinen Rappen mehr ans Festival.

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