«Käpten Jo» lebt weiter – jetzt im Europa-Park

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Das Steuerrad links ("Aarfähre") und die Modellschiffe im neuen "Fjord-Restaurant" stammen aus Biberstein. So lebt Käptn Jo weiter. (Urs Helbling)
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Ein VIP-Raum im neuen Hotel Kronasar im Europapark Rust wurde vollständig mit Utensilien aus der Aarfähre Biberstein eingerichtet (zVg)
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Auch die Stehtische, die heute im Hotel Kronasar zum Einsatz kommen, stammen ursprünglich aus der aarfähre (zVg)

Am Mittwoch verlässt der fünfte und vorläufig letzte Lastwagen Biberstein in Richtung Deutschland: Mit Teilen des Piratensaals der legendären «Aarfähre», dem Erlebnisrestaurant, das «Käpten Jo» 1971 eröffnet hatte. Am Dienstag wurde in Rust der Themenbereich Skandinavien wieder eröffnet. Er ist zusammen mit der Attraktion «Piraten in Batavia» im Mai 2018 einem Grossbrand zum Opfer gefallen.

Der Geistesblitz des Aarauer «Schützen»-Wirts

Mit dabei waren am Dienstag die beiden Aarauer Architekten Peter und Christian Frei. Sie sind die neuen Besitzer der «Aarfähre», die die Nachkommen von «Käpten Jo» (gestorben 2010) am 1. April 2018 geschlossen hatten. Danach war lange unklar, was mit dem Erbe von «Käpten Jo», den vielen tausend Seemanns-Utensilien, geschehen soll – bis Hausi Schneider vom Aarauer «Schützen» einen Einfall hatte. Schneider hatte von den Frei-Brüdern den Auftrag, das Gastroinventar der «Aarfähre» zu verwerten. Er dachte, der Europa-Park könnte nach dem Brand im Piraten-Bereich ein Interesse an den vielen Deko-Artikeln haben. Und weil sein Sohn Peter mit dem Sohn von Park-Besitzer Roland Mack die Hotelfachschule besucht hatte, war die Kontaktaufnahme kein Problem.

Das erste Bibersteiner Boot schwimmt im Wasser

So kam es, dass im Restaurant «Fjord» des neuen Skandinavien-Dorfes jetzt Steuerräder mit der Aufschrift «Aarfähre» oder «Käpten Jo» stehen. Sie befanden sich früher als Abgrenzung zwischen den Tischen in Biberstein. Ebenfalls im Restaurant ist der «Aarfähre»-Taucher.

Im kürzlich eröffneten Hotel «Krønasår» hat es sogar einen VIP-Raum mit ausschliesslich «Aarfähre»-Gegenständen. Und in der künftigen Wasserwelt «Rulantica» ist das erste von drei Bibersteiner Rettungsbooten bereits gewassert. Die Schiffe sind Ende April auf Sattelschleppern aus dem Dorf gefahren worden.

Der Transfer des Erbes von «Käpten Jo» ist laut Peter Frei für beide Seiten gut: «Eine Win-win-Situation. Ihnen sei es wichtig gewesen, dass möglichst viel beisammenbleibe. Und die Nachkommen von «Käpten Jo» hätten sich sehr gefreut, als sie von dieser Lösung erfuhren.

«Für viele ist ein Stück ihrer Kindheit zerstört worden»

An der Einweihung war das Feuer vom 26. Mai 2018 natürlich ein wichtiges Thema. «Ein Teil meines Lebenswerks ist verbrannt», erklärte der 69-jährige Park-Inhaber Roland Mack. Mehr noch: «Da ist für viele unserer Besucher ein Stück ihrer Kindheit zerstört worden.» Darum sei es, so Roland Mack, sein Ziel gewesen, «relativ schnell wieder etwas aufzubauen, damit die die schönen Erinnerungen unserer Besucher zurückkommen». Das ist gelungen: In nur zehn Monaten (zum Teil mit 3-Schicht-Betrieb) wurde der neue Themenbereich Skandinavien gebaut. Er soll das alte Rust-Lebensgefühl («die Erinnerungen») wieder vermitteln – auch wenn der Komplex nach modernen Regeln errichtet worden ist. Das neue «Skandinavien» kam zehn Mal teurer als das alte, ein reiner Holzbau, der 1992 eröffnet worden war.

Das, was «Käpten Jo» gesammelt hat, fand nun also in Rust eine neue Heimat. Und wie geht es in Biberstein mit der zwischenzeitlich ziemlich leeren «Aarfähre» weiter? Da ist noch viel Planungsarbeit zu leisten. Unter anderem, weil auch die Denkmalpflege involviert ist. Im Vordergrund steht eine Wohnnutzung.

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