In der «Linde» soll es gutbürgerliche Küche geben – doch noch fehlt ein Betreiber

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Die «Linde» soll auch unter ihrer neuen Eigentümerin, der Gemeinde Fulenbach, eine gut-bürgerliche Küche anbieten. © Bruno Kissling

Fulenbachs Exekutive gibt sich ambitioniert. «Wir rechnen sicher mit der Wiedereröffnung der ‹Linde› in den ersten sechs Monaten des kommenden Jahres», sagt Gemeindepräsident Thomas Blum auf Anfrage dieser Zeitung. Seit knapp drei Monaten nämlich ist die Einheitsgemeinde Fulenbach offizielle Besitzerin des einstigen Dorfrestaurants, hatte die Gemeindeversammlung im Februar doch relativ deutlich den Kauf der Liegenschaft für 1,3 Mio. Franken befürwortet.

Inventar zwischenzeitlich beschafft

In der Zwischenzeit ist die Exekutive nicht untätig geblieben, hat sich mittlerweile daran gemacht, ein Inventar der völlig leer geräumten «Linde» zu besorgen. «Wir stehen diesbezüglich kurz vor der Übernahme», sagt Blum. Als Nächstes sieht der Gemeindepräsident ein sanftes Facelifting für Restaurant, Säli und Küche vor. Die Kosten dafür bewegen sich im niederschwelligen Bereich, wie Blum sich ausdrückt. Von hohen Investitionssummen könne keine Rede sein, erklärt Blum. Zudem ist der Rat mit einer Innenarchitektin zugange, die Anregungen bezüglich Interieur oder etwa Raumgestaltung liefert.

Innerhalb des Hauses umgezogen ist auch die einstige Besitzerfamilie Schulthess-Egger, sodass die Räumlichkeiten über der Gaststube frei geworden sind. Innerhalb der nächsten Wochen wird auch ein kleiner Schaden an der Westfassade behoben. Die Gebäudeversicherung beteilige sich daran, so Blum.

«Der Rat hat schon mehrfach bekundet, dass er sich im Grunde an der bewährten Betriebspraxis der vorherigen Linde-Betreiber orientiert», so Blum weiter. Also nix da mit Haute Cuisine, wie von einigen im Dorf prognostiziert. Auch einen bistroähnlichen Betrieb fasste man in Fulenbach nicht ins Auge. Der Rat stelle sich eher einen Linde-Betrieb vor, der jenen des letzten von einstmals drei Dorfrestaurants, des Rössli, zu ergänzen versteht. «Der Begriff ‹gutbürgerlich› trifft den von uns angestrebten Charakter der Linden-Küche wohl am besten», fasst Blum zusammen.

Auch wenn die Vorbereitungen zur Wiederinbetriebnahme der «Linde» laufen: Namen, die für den Betrieb ab 2020 sorgen würden, fehlen. «Es gibt keine konkreten Bewerber», gibt Blum zu verstehen, der sich in der Debatte zu dieser Frage aber stets optimistisch gezeigt hat und weiterhin bleibt.

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