Hubelfest: Wohlgefühl unter Stöcklihansis Linden

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Die Abendsonne beleuchtet das Hubelfest und das Wiggertal. Bilder: Kurt Buchmüller
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Ganz nach dem eigenen Gluscht wird grilliert. KBB
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OK-Präsident Hugo Künzli begrüsst die Gäste. KBB

Er gilt als Wahrzeichen von Brittnau, der Lindenhubel, früher «Musöhrihubel genannt, weil die gleichmässige Halbkugel einem riesigen Maulwurfshaufen gleicht. Die abgeflachte Kuppe erhielt er erst anno 1906 und 1935 beim Bau des zentralen Wasserreservoirs in seinem Inneren. Bei dieser Gelegenheit wurde dort auch ein Grab geöffnet, wo neben dem Skelett ein kurzes alemannisches Stich- und Hiebschwert lag. War dieser markante Hubel vielleicht doch eine Kultstätte und nicht nur der schönste Aussichtspunkt der Gemeinde mit Blick im Osten ins Tal hinab, im Süden gegen den Alpenkranz, im Westen in das voralpine Hügelgelände und im Norden in die dicht besiedelte Talsohle und den Jurakamm? 1828 pflanzte dort ein Johannes Widmer, Stöcklihansi genannt, fünf Linden. Der Stamm der mittleren wurde mit der Zeit innen hohl und diente Hornissen als Wohnung. Diese Linde wurde 1960 gefällt und lieferte vier Klafter Brennholz. Die beiden Bäume auf der Südseite fielen dem Sturm vom 13. Juli 2011 zum Opfer und wurden durch Neupflanzungen ersetzt.

Erfolgsgeschichte einer Integration

Bis Mitte des letzten Jahrhunderts war der Schürberg ausnahmslos von Ortsbürgern und Kleinbauern bewohnt. Familien, deren Väter tagsüber in einem Betrieb arbeiteten und sich am Feierabend ihrem Heimetli widmeten mit einem kleinen Umschwung beim Haus und einer «Rüti» auf dem Grossberg, dem sogenannten «Bürgernutzen». Anfang der 60er-Jahre änderte sich dies zunehmend. Aus dem wenig Ertrag liefernden Ackerland wurde kostbares Bauland an bester Lage. Bis jetzt entstanden rund sechzig Einfamilienhäuser, teilweise von Nachkommen früherer Kleinbauern bewohnt, mehrheitlich jedoch von Zugezogenen aus der Gemeinde oder der Umgebung. Sie suchten Anschluss an ihr Umfeld. Die erste Durchführung eines Hubelfestes im Jahr 1982 half ihnen dabei. Die Idee bestand darin, dass ein Organisationskomitee für Tische, Stühle, Getränke und einen Grillrost sorgte und die Gäste das Essen, Geschirr, Besteck und die Gläser nach eigenem Bedürfnis mitbrachten. Die Idee fasste Fuss und das Hubelfest fand seither mit wenigen Ausnahmen alle zwei Jahre statt, anfänglich auf dem Areal des Waldfestes, ab 2009 auf dem Lindenhubel.

Kontakte und Austausch als Motiv

Einen schöneren Platz dazu als den Lindenhubel gibt es wohl kaum. Erreichbar ist er nur zu Fuss und eine überwältigende Aussicht erwartet die Gäste. Der Abend beginnt mit einem aus der Hubelfestkasse gespendeten Apéro. Dann wird an den bereitgestellten Tischen Platz genommen und das Eingepackte ausgebreitet. Dieses Jahr lockte ein riesiges, von Gästen gespendetes Kuchenbuffet zum Genuss mit Kaffee. Christoph Hölzle liess sein Alphorn über Wald und Wiesen erschallen. Das Schönste aber am Hubelfest ist und bleibt das gemütliche Beisammensein und das gegenseitige Austauschen von Erinnerungen. Das nächste findet am 31. Juli 2021 statt, sofern das Wetter mitmacht. Und zwar vom neuen OK – bestehend aus Martin Buchmüller, Amanda und Thomas Erni, Fabienne und Martin Studer sowie Chantal und Ramin Mattli – gestaltet.

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