Eine magisch-musikalische Nacht auf dem Zofinger Hausberg

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Die Walliser Mundart-Sängerin Sina verzauberte ihre Zuschauer mit Hits wie «Sohn vom Pfarrer». Bild: adi

Als einzige Walliserin, die auf dem Heitern ein Heimspiel hat, eröffnete die im Aargauer Seetal wohnhafte Sina die diesjährige Magic Night. So betitelte die Mundartsängerin den Aargau auch als ihre «zweite Heimat». Die 53-jährige Künstlerin, die an den vergangenen Swiss Music Awards und im Jahr ihres 25-jährigen Bühnenjubiläums für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, legte gleich beim ersten Song so richtig los. «Fiirvogl Tanz Fär Mich» sang sie und begeisterte die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher zusehends. Diese konnten sich dem frechen Walliserdeutsch und den knackigen Gitarrensoli nicht entziehen und klatschen im Takt mit oder legten dezidierte Tanzeinlagen ein.

Auch der aufkommende Regen tat der Stimmung keinen Abbruch: Von der überdachten Bühne herab witzelte Sina, weshalb denn alle ihre Jacke anziehen. «Habt ihr etwa kalt?», fragte sie die Menge und meinte, «mir wird es immer wärmer.» Mit zunehmender Nässe stieg das Stimmungslevel und mündete in tosendem Applaus für den «Sohn vom Pfarrer».

Musik, die über Jahrzehnte begeistert
Schwebend auf der nachhallenden Stimmung von Sina drehte Billy Ocean sogleich auf. Im klassischen Anzug gekleidet und mit kecken Tanzeinlagen über die Bühne schlendernd, entführte der 69-Jährige das Publikum in eine ganz andere Stilrichtung. Sofort im R&B angekommen, vergass wohl jeder die Alltagssorgen und genoss einfach die grandiose Musik, die schon vor Jahrzehnten zu begeistern vermochte. Bis in die hintersten Reihen sangen die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher lautstark im Chor und wurden Billy Oceans’ auffordernden Frage «You gonna sing with me?» in allen Belangen gerecht.

Als Barclay James Harvest featuring Les Holroyd ihren Auftritt begannen tauchten blaue Scheinwerfer und künstlicher Nebel die Bühne in ein mystisches Licht. Nach und nach setzten die Instrumente ein und schliesslich erklang die sanfte Stimme von Bassist und Sänger Les Holroyd. Der Eröffnungssong «Rock ’N’ Roll Star» erntete tosenden Applaus. Mehrmals bedankte sich Les Holroyd für die warme Begrüssung des Publikums und ergänzte: «Hier in der Schweiz ist es schön.»

Handytaschenlampen ersetzen die Feuerzeuge
Mit umgeschnallter Gitarre oder Bass und fest verankerten Mikrofonständern war auf der Bühne nur wenig Bewegung zu erkennen. Auch das Publikum erwachte nur langsam aus seiner Starre. Spätestens aber als die ersten Töne von «Friend Of Mine» erklangen, nickten die Köpfe zum Takt der Musik. Einige legten auch ein gewagteres Tänzchen hin. Das Bass- und Gitarrensolo zum Songende erntete tosenden Beifall. Bei «Fly Away» hoben einige gar ihre Handytaschenlampe in die Höhe, welche das fehlende Feuerzeug ersetzte.

Die Gründung dieser progressiven Rockband geht ins Jahr 1967 zurück. Die Briten dürften Fans von Pink Floyd, Genesis und Jethro Tull besonders begeistert haben. So mischten sich ruhige Momente mit krassen Gitarrensoli. Songs, die sich gleichermassen zum Träumen und abrocken eigneten und das Publikum begeisterten.

Mit Niedeckens BAP schloss die 12. Magic Night auf dem Heitern. Begeistert klatschte das Publikum von Anfang an zu Hits wie «Waschsalon» mit. «Seid ihr noch fit?», fragte Frontman Wolfgang Niedecken die Menge und erntete lauten Applaus. Lachend setzte er sein Gitarrenspiel fort.

Der Kölner Kult-Rock-Band gelang es, die Stimmung immer weiter anzuheizen. Das bisher eher verhaltene Publikum klatschte, pfiff und tanzte ausgelassen zu den rockigen Klängen. Dass BAP schon lange auf der Bühne stehen, nämlich seit den 70ern, war deutlich zu spüren. Scheinbar mühelos gelang es den Kölnern, dass ihre Zuhörer bis zum letzten Ton an ihren Lippen beziehungsweise den Instrumenten hingen.

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Manch einer staunt ab der Haarpracht des R&B Sängers Billy Ocean. Bild: adi
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Barclay James Harvest überzeugen mit fetzigen Bass-Soli und Les Holroyds sanfter Stimme. Bild: adi
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Die Kölner Kult-Rock-Band BAP mit Gründervater und Frontman Wolfgang Niedecken brachte die Menge so richtig zum Toben. Bild: adi
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