Space Center Heiternplatz

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Das Raumschiff des Wagenbauvereins Dr. Wagoon aus Brittnau kann auf Knopfdruck angehoben werden. Bild: lae
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Das luxuriöseste Zelt und der wahrscheinlich grösste Zeltkomplex am diesjährigen Festival gehört dem Team-Heitere. (Bild: zvg)
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Das höchste Bauwerk der Republik Heitere hat die Pfadi Zofingen konstruiert. Mit dem Turm feiern sie ihr 100-jähriges Bestehen. Bild: lae

Die Republik Heitere ist seit langer Zeit schon für ihre exquisite Architektur bekannt. Auch dieses Jahr tobten sich die Festivalbesucher so richtig aus und liessen ihrer Kreativität freien Lauf: Einige Festivalbesucher haben definitiv eine Architektenkarriere verpasst.

Was in New York Manhattan und in London Westminster ist, ist in der Republik Heitere der Camper’s Boulevard. An zentralster Lage, direkt neben dem Eingang des Festivalgeländes und vis-à-vis der Shuttle-Bus-Station, stehen die speziellsten und schönsten Bauten des Zeltplatzes– keine 08/15-Igluzelte oder Gartenpavillons, wie sie in den Randregionen der Republik Heitere zu finden sind.

Sonderbewilligung des Strassenverkehrsamtes

An vorderster Front und nicht zu übersehen steht das Raumschiff des Wagenbauvereins Dr. Wagoon aus Brittnau. Schon im letzten Jahr trumpften sie mit einem Schiff auf. Dieses Jahr seien sie aber wirklich «abgespaced», wie sie selbst sagen. So kommt es nicht von ungefähr, dass sie sich als «Brittanier – nid vo dere Wäut» bezeichnen. Ihren Wagen, dessen Vorderteil sich auf Knopfdruck heben lässt, konnten sie von einer Fasnachtsgruppe übernehmen, welche mit dem Raumschiff bereits einen Fasnachtsumzug bestritten hat. «Wir mussten das Raumschiff aber noch etwas anpassen», sagt der Pressesprecher, der seinen Namen nicht verraten möchte und merkt an, dass sie «zum Beispiel eine Luke gemacht» haben. Weil das Raumschiff über vier Meter hoch ist und damit eine Überhöhe aufweist, hatten die Mitglieder von Dr. Wagoon zudem eine Sonderbewilligung beim Strassenverkehrsamt einzuholen. «Ohne diese hätten wir unseren Wagen nicht auf den Heitern transportieren können.»

Raumschiff sucht einen neuen Besitzer

Wie bereits im letzten Jahr steht auch der diesjährige Wagen im Anschluss an das Heitere Open Air zum Verkauf. «Es ist toll, wenn jemand anderes etwas damit anfangen kann und die Geschichte unseres Raumschiffes weitergeht», sagt der Pressesprecher des Brittnauer Vereins. Mit was Dr. Wagoon die Festivalbesucher nächstes Jahr begeistert, ist noch ungewiss. «Es wird schwierig, dieses Jahr zu toppen.»

Einige Zelte neben dem Raumschiff überragt eine grosszügige und überdachte Terrasse die angrenzenden Bauten. Am First ist ein Schild befestigt, auf dem in grossen Lettern «100 Jahre» steht. Diese weisen auf den runden Geburtstag der Pfadi Zofingen hin.

«Wir sind am höchsten», erzählt die an einem Caipirinha nippende Eliane Ruesch stolz und merkt weiter an, dass sie eine «super Aussicht» hätten. «Gerade vorhin sahen wir von der Terrasse aus eine Schlammschlacht, die sich weiter hinten auf dem Zeltplatz ereignete und extrem witzig aussah.»

Der Bau an sich sei keine typische Pfadikonstruktion. «Es ist weder ein Panzer noch ein Sarrasani (klassische Zeltkonstruktionen, Anmerkung der Redaktion), sondern ein schöner Turm», sagt die Vollblut-Pfadfinderin Ruesch – in der Pfadi Surry genannt.

Dass die Pfadi Zofingen trotz ihren 100 Jahren nicht aus dieser Zeit ist, zeigt sich an der Bar: Dort kann man mit Twint bezahlen. «Wir sind eine moderne Pfadi», sagt Surry dazu und widmet sich wieder ihrem Caipirinha.

«Wir haben alle den gleichen Ecken ab»

Direkt neben dem Eingang steht das wohl luxuriöseste Zelt der Republik Heitere: jenes vom «Team-Heitere». Nicht nur der rote Teppich und die einladenden weissen Säulen erwecken das Gefühl von Exklusivität. Nein, neben dem öffentlichen Bereich führt das «Team-Heitere» einen durch ein Drehkreuz abgetrennten privaten Bereich. «In diesem können wir uns zurückziehen und verpflegen», sagt das langjährige Mitglied Peter Sager. So haben die Mitglieder vom «Team-Heitere» nicht nur eine eigene Bar, sondern auch eine mit fliessendem Wasser und Wärmebehältern ausgestattete Küche.

Das «Team-Heitere» sei kreuz und quer zusammengestellt: «Einige kommen aus Luzern, andere aus Solothurn oder St. Gallen; ich komme aus Olten», sagt Sager. «Wir treffen uns jedes Jahr hier am Heitere Open Air», meint er weiter und sagt schmunzelnd: «Wir haben alle den gleichen Ecken ab.»

Ein Ausserirdischer komplettiert das «Team-Heitere» – das Maskottchen Edi. «Einmal wurde Edi entführt», sagt Sager noch immer etwas bestürzt. «Wir mussten ihn einen ganzen Tag lang suchen, haben ihn aber zum Glück wiedergefunden.» So verpasst der Ausserirdische Edi glücklicherweise auch diese Austragung des Heitere Open Airs nicht. 

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