Im Jahr 2015 wurde im Naturwaldreservat Advent gefeiert ...

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Die Paletten stehen schon seit gut dreieinhalb Jahren im Naturwaldreservat. Bilder: rew
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Seit Jahren wird regelmässig illegal Rasenschnitt deponiert.

Die Gemeinde Murgenthal, mit 1862 Hektaren die viertgrösste Gemeinde im Kanton Aargau, besteht zu rund zwei Dritteln aus Wald. Die Gemeinde besitzt davon aber nur 200 Hektaren, der grosse Rest gehört umliegenden Gemeinden, Privaten und dem Kanton Aargau. Diese Aufteilung geht auf die Gründung des Kantons Aargau im Jahr 1798 zurück.

Die Burgergemeinde Roggwil etwa, welche mit 384 Hektaren die grösste Waldbesitzerin auf Murgenthaler Boden ist, kam in den Besitz ihres Waldes, als sich die reformierte Gemeinde 1803 vom Kloster St. Urban freikaufte. 79 Hektaren dieses Roggwiler Waldes wurden 2002 auf dem Gebiet Hohwart/Glashütten in Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau in das Naturwaldreservat Rebberg-Trottehubel umgewandelt. Roggwil und der Kanton Aargau schlossen eine Vereinbarung über 50 Jahre, die in diesem Gebiet jegliche Holznutzung und Pflegeeingriffe untersagt. So soll der natürlichen Entwicklung freien Lauf gelassen werden und ein wahrer Urwald entstehen. Lediglich zum Schutz der Strassen und Wege dürfen in so einem Gebiet Bäume gefällt werden. Die Burgergemeinde Roggwil erhielt damals für die 50 Jahre Nutzungsverzicht insgesamt 450 000 Franken.

Mehrere Paletten, die wohl von Adventsfeier stammen

Wer nun in dem Naturwaldreservat in Richtung des Tunnelportals West beim Bahnviadukt spaziert, kommt unweigerlich an einem Stoss Paletten mit einer Holzplatte vorbei. Peter Bolliger aus Glashütten, der oft in dem Stück des Waldes spazieren geht, bemerkte die Paletten zum ersten Mal in der Adventszeit 2015. «Damals standen die Paletten allerdings noch weiter im Wald drin, auf einer kleinen Lichtung», so der ehemalige Architekt. «Jemand hat die Paletten vor gut einem Jahr näher an einen Weg gezogen, wohl in der Hoffnung, es bringe sie jemand ganz weg.» Dergleichen ist allerdings noch nicht geschehen. Am alten Standort zeugen zudem schwarze Flecken auf dem Boden von mehreren Feuerstellen. «Ich habe selbst einige Nachforschungen angestellt und herausgefunden, dass wohl eine Adventsfeier stattgefunden hat», so Bolliger. Wer genau dort gefeiert hat, konnte er nicht ausfindig machen. Bolliger selbst sprach bereits Waldarbeiter, Gemeindearbeiter und Jäger an, ob sie den Abtransport der Paletten und des dabei liegenden Müllsackes veranlassen können – bisher ohne Erfolg.

Auf Nachfrage bestätigt Markus Bürki, Betriebsleiter von Forst Oberaargau, dass in dem Teil des Waldes tatsächlich eine Feier, durch ihn bewilligt, stattgefunden hat. «Nach der Feier war der Organisator aber für uns nicht mehr kontaktierbar. Die Paletten blieben leider im Wald.» Er verspricht, dass die Paletten nun zeitnah entfernt werden.

Auch sonst verkommt der Schutzwald zu einer Deponie. Seit Jahren werden dort an den unterschiedlichsten Stellen immer wieder Rasenschnitt oder Holzabfälle weggeworfen. Diese Deponien sind auch dem Forst Oberaargau, der diesen Wald bewirtschaftet, ein Dorn im Auge. «Leider wissen wir aber nicht, wer dort regelmässig Rasenschnitt deponiert», sagt Markus Bürki. Augenzeugen dürften sich gerne beim Forst Oberaargau oder bei ihm direkt melden.

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