Hauptsache es gibt WLAN

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Ronnie Zumbühl

Ob Klimastreik, Fidget-Spinner oder Autotune: Bisher glaubte ich, Jugendliche zu verstehen. Schliesslich war ich vor rund zehn Jahren selbst noch jugendlich. Nun kippts. Meine Arbeitskollegin informierte mich gestern, dass der Jugendtreff in Brittnau dichtmacht, weil die Nachfrage zu klein sei. Was ist denn los mit der Jugend, fragte ich mich? Meine These: Die Rebellion ist vorbei. Jugendliche brauchen keine Freiräume mehr. Sie gehen samstags mit den Eltern wandern und schauen sich am Abend die Salzburger Festspiele auf dem Handy an. Die Antithese: Die Teenager rebellieren anders. Sie konzentrieren sich voll und ganz auf die Bildung, um die Welt vor den Erwachsenen zu retten. Die Synthese: Für beides brauchts WLAN, sonst wirds teuer. Letztlich ist den Jugendlichen egal, wo sie sich befinden – Hauptsache es gibt WLAN. Die Leidtragenden sind aber die Erwachsenen. Schliessen Jugendtreffs, müssen sie fortan die Teens zu Hause und in der Öffentlichkeit ertragen. Und wenn dann «Tiefe der Gefühle» von Rosamunde Pilcher den Dorfplatz beschallt. Na dann, gute Nacht.

Kommentar zum Artikel: Nach 24 Jahren ist Schluss: Brittnau schliesst den Jugendtreff

 
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