Der Technische Leiter fehlt: Jetzt müssen die Rollhockey-Klubs handeln

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Ob als Torhüter des RHC Vordemwald oder Ausbildungschef beim Verband: Patrick Mühlheim «lebt» den Rollhockeysport. (Bild: Michael Wyss)

Im Schweizer Rollhockey sind dunkle Wolken aufgezogen. Weil der nationale Verband (SRHV) bei seiner Suche nach einem Technischen Leiter bisher nicht fündig geworden ist, steht eine Aussetzung des Spielbetriebs bei den Männern zur Diskussion. Nicht betroffen sind die Frauen- und Juniorenligen, weil der administrative Aufwand überschaubar ist. «Das soll ein Zeichen an die Klubs sein», sagt Patrick Mühlheim zur geplanten Massnahme.

Der 32-jährige Torhüter des RHC Vordemwald und Trainer der RHCV-Frauenequipe ist beim SRHV im Zentralkomitee für die Ausbildung verantwortlich und hofft, dass die Klubs jetzt handeln. «Es kann nicht sein, dass alles am Verband hängen bleibt. Diese Leute stossen irgendwann an ihre Grenzen», sagt er.

Lieber ein Amt richtig statt zwei ungenügend ausüben
Patrick Mühlheim weiss, wovon er spricht. Nachdem der bisherige Technische Leiter Daniel Elsener – der sein Amt jahrelang in Unterbesetzung ausgeübt hat – im Frühling aus familiären Gründen zurücktrat, sprang Mühlheim interimistisch ein, damit die Saison zu Ende gespielt werden konnte. «In den Playoffs musste ich nach den Wochenenden bis zu zehn Rapporte bearbeiten. Das nahm jeweils zwei bis drei Stunden meiner Freizeit in Anspruch», sagt der Geomatiker aus Diessbach bei Büren, der sich künftig wieder auf sein Kerngebiet konzentrieren will. «Anstatt zwei Ämter ungenügend zu betreuen, ist es längerfristig betrachtet wichtiger, wenn ich meiner Arbeit als Ausbildungschef fokussiert nachgehe», erklärt Mühlheim.

Diese beinhaltet alles, was das Förderprogramm «Jugend und Sport» vom Bund betrifft. «Als Randsportart sind wir auf diese finanzielle Unterstützung angewiesen. Wir brauchen den Nachwuchs, damit unser Sport auch in zehn Jahren existiert», sagt er.

Der drohende Saisonausfall wäre ärgerlich, weil der Spielbetrieb von den bestehenden Mitgliedern der Technischen Kommission grösstenteils aufgegleist worden ist. «Wir rechnen normalerweise mit einer Einarbeitungszeit von acht Wochen», sagt Patrick Mühlheim. Er betont, dass die Technische Kommission mit der Wahl von Peter Lampert in das Ressort Rapporte seit zwei Wochen personell gut aufgestellt sei. «Wir benötigen aber jemanden, der alles koordiniert und als Ansprechperson für die Klubs da ist.»

Verschiedene Modelle geprüft
Dass sich der SRHV mit der Besetzung des Amtes schwertut, ist für Mühlheim, der seit Jahren in der Rollhockeyszene aktiv ist, keine Überraschung. «Wenn man schon auf Klubebene Mühe hat, Leute für eine ehrenamtliche Funktion zu motivieren, zieht sich das bis in den Verband weiter», sagt er. Die Möglichkeit, Synergien mit Swiss Skate – dem neu gegründeten Dachverband aller Schweizer Rollsportarten – zu nutzen, wurde als eines von verschiedenen Modellen zur Behebung des Problems geprüft. «Das ist aber ein Prozess, der nicht von heute auf Morgen erledigt ist», sagt Patrick Mühlheim.

Immerhin: Ein Lichtblick ist vorhanden. Derzeit laufen Gespräche mit zwei Personen, die ihren Entscheid demnächst mitteilen wollen.

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