Susanne Hochuli für SVP-Mann und gegen SP-Frau: So reagieren Gallati und Feri auf das Urteil

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Susanne Hochuli in der Sendung «TalkTäglich» auf Tele M1 (Screenshot Tele M1)

Susanne Hochuli war acht Jahre lang Gesundheits- und Sozialdirektorin im Aargau. Ende 2016 hat sich die 53-Jährige aus dem Politbetrieb zurückgezogen, doch wenn es um die Nachfolge der zurückgetretenen Regierungsrätin Franziska Roth geht, hat sie eine klare Meinung. Zwei geeignete Personen gebe es unter den Nominierten, sagte Hochuli im «TalkTäglich» bei Tele M1 am Dienstagabend.

Neben ihrem Parteikollegen und Hausarzt Severin Lüscher traut sie das Amt auch SVP-Fraktionschef Jean-Pierre Gallati zu. Der 53-Jährige sei intelligent genug für das Amt, sitze in der Gesundheitskommission und kenne Verwaltung und Regierung. Nicht geeignet ist aus Hochulis Sicht die SP-Kandidatin Yvonne Feri, deren politische Ausrichtung den Grünen deutlich näher steht als jene von SVP-Mann Gallati.

«Ohne Scheuklappen»

Hochuli, die in ihrer Amtszeit von SVP-Vertretern wie Andreas Glarner und Wolfgang Schibler heftig kritisiert worden war, hält Jean-Pierre Gallati als Regierungsrat für geeignet. Der SVP-Fraktionschef sei intelligent genug für das Amt, sitze in der Gesundheitskommission und kenne die Abläufe in Verwaltung und Regierung, begründete sie. Sagt aber auch: «Ich gebe keine Wahlempfehlung für Jean-Pierre Gallati ab, weil er nicht die Politik machen würde, die ich als Grüne mir wünsche.»

Dennoch freut sich Gallati über den unerwarteten Support der früheren Regierungsrätin. «Es ehrt mich, dass Susanne Hochuli als langjährige, erfahrene Gesundheitsdirektorin sich so äussert», sagt der SVP-Mann auf Anfrage. Das zeige, dass Hochuli parteiunabhängig denke und die aktuelle Situation ohne politische Scheuklappen anschaue.

«Frau Hochuli darf glauben, was sie möchte»

Doch was fehlt Yvonne Feri, um das Amt zu übernehmen? Susanne Hochuli äussert sich auf Anfrage nicht konkret, sie hält nur fest: «Severin Lüscher und Jean-Pierre Gallati sind Grossräte und Mitglieder der Gesundheitskommission, sie kennen die Verwaltung und den Regierungsrat – mit diesen Punkten schwingen sie meiner Ansicht nach im Kandidatenfeld obenaus.»

Daraus lässt sich schliessen, dass Hochuli die Exekutiverfahrung von Yvonne Feri als ehemalige Wettinger Gemeinderätin und den Frauenfaktor weniger hoch gewichtet. Auch die Tatsache, dass Feri als Nationalrätin derzeit nicht direkt in der kantonalen Politik aktiv ist, fällt für sie offenbar negativ ins Gewicht.

Yvonne Feri äussert sich auf Anfrage dieser Zeitung kurz: «Frau Hochuli hat das Recht zu glauben, was sie gerne möchte», teilt sie mit. Jeder und jede mache jetzt seine eigene Einschätzung. «Das Wahlresultat wird dann zeigen, welche korrekt war», schliesst Yvonne Feri.

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