Räbi und das Eidgenössische – von Purzelbäumen, Blasen und einem Quad

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Daniel Bösch (links) fügte «Räbi» in Zug die einzige Niederlage in den acht Gängen bei. (Bild: Keystone)

Sie feierten Ihren Sieg im achten Gang und den Kranzgewinn mit Ihrem berühmten «Jabadabadu» – und mit einer Art Purzelbaum. War das eine spontane Idee oder haben Sie eine Wette verloren?
Patrick Räbmatter: Ich habe das schon beim Eidgenössischen 2016 in Estavayer gemacht. Wobei – damals bin ich eigentlich einfach «gstürchlet». Das fand meine Familie so lustig. Deshalb habe ich diesmal die Rolle extra gemacht. Aber nein, es war nicht wegen einer Wette.

Apropos Wette – auf wen haben Sie getippt im Schlussgang zwischen Joel Wicki und Christian Stucki?
Ich hätten beiden den Sieg gegönnt. Wicki zeigte in Zug zwei extrem starke Tage, Stucki war auch überzeugend. Letztlich hat der in diesem Gang bessere gewonnen.

Mit dem zweiten eidgenössischen Kranz nach jenem in Estavayer vor drei Jahren erreichten Sie in Zug Ihr Ziel. Sind Sie mit Ihrer Leistung vollends zufrieden?
An meiner Leistung vom Samstag mit drei Siegen und einem Gestellten habe ich nichts zu bemängeln. Am Sonntag gegen Daniel Bösch zu beginnen, war nicht einfach und die Niederlage natürlich kein guter Start. Und mit Severin Schwander stand mir danach ein 2-Meter-Mann mit 128 Kilo gegenüber, der ist nicht einfach zu drehen, weshalb ich mit dem Gestellten leben kann. Danach schaffte ich gegen Rainer Betschart und Michael Ledermann, was ich mir vorgenommen habe.

Der Blick aufs Notenblatt zeigt: das Einteilungsgericht hat es gut gemeint mit Ihnen. Ihr Programm hätte härter, die Kontrahenten höher dotiert sein können.
Darüber denke ich nicht nach, weil ich die Einteilung ja nicht beeinflussen kann. Jeder, der ans Eidgenössische darf, ist mit gutem Grund da und kann je nach Tagesform ein besserer oder schwächerer Gegner sein. Kranz ist Kranz, gegen wen du ihn gewonnen hast, spielt am Ende des Festes keine Rolle. Ich bin sehr zufrieden.

Wie viel haben Sie von der Atmosphäre in der Arena, die grösser war als an allen anderen Eidgenössischen zuvor, und vom Drumherum mitbekommen?
Ich reiste am Freitagmittag an und schaute mir das Gelände an. Beim Herumspazieren fing ich mir Blasen an den beiden grossen Zehen ein. Die haben mich aber beim Schwingen nicht handicapiert (lacht). Sehr emotional war der Einmarsch am Samstagmorgen, die vielen Leute in der Arena, da war ich den Tränen nahe. Diesen emotionalen Moment habe ich sehr genossen. Danach und am Sonntag konzentrierte ich mich voll aufs Schwingen. Die Stimmung in der Arena spürt man, muss aber vieles ausblenden, um fokussiert zu bleiben.

Was nahmen Sie nebst den Eindrücken und dem Kranz heim vom Gabentempel?
Noch nichts. Ich habe ein Quad gewählt, den hole ich am Montag mit dem Lastwagen ab.

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