Gemeinderat und Schulpflege Aarburg suchen Ausweg aus ihrem Streit

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Das Schulhaus Paradiesli in Aarburg (Archivbild Philipp Muntwiler)

Der Gemeinderat hatte laut eigenen Angaben vom Dienstag die Thematik nach der Sommerpause wieder aufgenommen. In einem weiteren Anlauf wurde ein Termin für eine Aussprache zwischen beiden Behörden in corpore am Runden Tisch gefunden.

Dort sollen die Entstehung und die Folgen der inzwischen abgeschlossenen Streitfälle, die noch laufenden Verfahren, das Kommunikationsverhalten der Schulpflege und die Entwicklung der Schule im Besonderen diskutiert werden.

Die Situation mit den unlängst im Zofinger Tagblatt aufgerollten Gerichtsurteilen in Streitfällen mit ehemaligen Lehrkräften wegen unrechtmässigen Kündigungen braucht laut Gemeinderat eine spezielle Reflektion. Die Schulpflege sei in verschiedenen Fällen als unterliegende Partei zurückgeblieben, wodurch den Steuerzahlenden namhafte Kosten entstanden seien.

Der Gemeinderat hoffe auf Klärungen in verschiedenen Punkten und werde, soweit möglich, seine Unterstützung anbieten und falls erforderlich auch die Brücke zu schulischen Beratungsstellen des Kantons schlagen. Der Gemeinderat sorge sich aber nach wie vor über die Arbeit der Schulpflege und deren Auswirkungen.

Zwischen dem Gemeinderat und der Schulpflege schwelt seit Jahren ein Streit. Vor einem Monat wurde bekannt, dass zwei Privatpersonen bei der Aargauer Regierung eine Aufsichtsanzeige betreffend strategische und operative Führung der Schulen Aarburg eingereicht hatten.

Darin erhoben sie happige Vorwürfe. Die Vorwürfe betreffen die Verschleuderung von Steuergeldern im Umfang von 500'000 Franken aufgrund widerrechtlicher Kündigungen und leichtfertiger Entlassungen, dazu auch Amtsmissbrauch und Nötigung einer Lehrperson.

Diverse frühere Verfahren hätten vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau geendet. Die Urteile stellten der Schulpflege Aarburg kein gutes Zeugnis aus, schrieben die beiden Privatpersonen damals in einer Mitteilung. Der Reputationsschaden für die Gemeinde sei enorm.

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