Mit dem Wild wird auch der Wolf zurückkehren

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Nicht nur Gross scheint zu staunen über die grossen Tannen in unserem Wald. Bild: zh

Nachdem der Hochnebel den ganzen Freitag zäh über dem Suhrental lag, löste sich dieser nachmittags auf, die Sonne wärmte und liess die Landschaft erstrahlen. Die rund 60-köpfige Entourage, die sich beim Attelwiler Schützenhaus zum ersten Waldumgang der fusionierten Gemeinde Reitnau-Attelwil zusammenfand, begrüsste sich mit grossem Hallo, freudig strahlenden Gesichtern und führte bereits zu Beginn anregende Gespräche.

Pünktlich um 19 Uhr unterbrach der Reitnauer Vizeammann Peter Hochuli die Begrüssungsrituale. Da die Gemeinde immer weniger Interessierte fand, hat man sich auf ein Experiment eingelassen und erstmals an einem Freitagabend zum Waldumgang geladen. «Die Zielvorgaben sind knapp und klar – ein maximal 60-minütiger Waldumgang erwartet euch, damit sich alle vor der Dämmerung im Schützenhaus einfinden», kündigt er den Teilnehmenden an.

Für den Waldumgang hat sich Revierförster Martin Leu im Gebiet Hornig auf dem Gemeindegebiet von Attelwil interessantes zu den beiden mächtigen Baumarten Buche und Tanne zurechtgelegt. Versiert und redegewandt begann er zu erzählen. Über 50 verschiedene Tannenarten sind bekannt. Grosse Hoffnung wurde in die Weisstanne gesetzt, da sie mit ihren Pfahlwurzeln, die tief in den Boden reichen, tiefer gelegene Wasserquellen erschliessen könne. Doch die seit Jahren andauernde Durststrecke macht es dem Wald nicht einfach. «Normalerweise nimmt der Waldboden rund 400 Liter Wasser pro Kubikmeter auf, momentan schätzt man maximal 100 Liter pro Kubikmeter», ergänzt Leu. Um die Speicher aufzufüllen, müsste es lange regnen. Auch der Buche machen die Trockenheit und vor allem die Hitze zu schaffen. Gut sichtbar wurde das Baumsterben mit dem Blick auf die gegenüberliegende Talseite, wo die braunen und roten Flecken im dichten Waldbild deutlich zu sehen waren.

Ist Verjüngung des Waldes das Rezept für die Zukunft?

«Profis suchen nach dem richtigen Rezept für den zukünftigen Wald», sagt Leu. Ist Verjüngung eines davon? Doch der hohe Wildbestand – rund 40 bis 60 Rehe werden auf 100 Hektaren gezählt, die in einem prächtigen Biotop leben und so genügend Nahrung finden – erschwert die Verjüngung. Und Leu ist überzeugt: «Wo Wild ist, kommt auch der Wolf.»

Nach einem kurzweiligen Waldumgang führt der Rückweg direkt ins Schützenhaus Attelwil, wo die Ortsbürgerkommission Bratwürste vom Hof des Gemeinderates Michel Strub und etwas Kühles für die Kehle für die Gästeschar bereithielt. Rasch richtete man es sich bequem auf den Festbänken ein und pflegte anregende Gespräche mit den Tischnachbarn bis spät nach der Abenddämmerung.

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