Zofinger Stadtfest, Sparen am falschen Ort, Biodiversität und Klimaschutz

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Die Schüler haben sich im Deutschunterricht von Lehrerin Yvette Klingelfuss (zweite Reihe links) mit dem journalistischen Schreiben und dem Verfassen von Leserbriefen auseinandergesetzt. Bild: Remo Wyss

Besser spät als nie

Punkt 6.52 Uhr. Zusammen mit vielen anderen Schülern und Berufstätigen sollten wir in den Zug steigen – eigentlich. Jedoch hat dieser Zug die Angewohnheit zwei bis drei Minuten zu spät zu kommen. Doch wenigstens hält der Zug bei uns. Nun aber hat die SBB vor, Langstreckenzüge nicht mehr anhalten zu lassen, wenn diese zu viel Verspätung haben. Diese Aussage schockiert uns zutiefst. Zuerst kommt der Zug immer zu spät und jetzt also gar nicht mehr. Greift die SBB nicht schon zu tief in unsere Taschen? Können wir dafür nicht wenigstens einen Service erwarten, der dem Preis entspricht? Dieses Verhalten finden wir unzumutbar. Viele Menschen sind auf diese Züge angewiesen und die SBB erlaubt sich solche Frechheiten. Vielleicht sollten wir der geschädigten Umwelt zuliebe einfach auf Velos umsteigen.

Lisa Rüegger, Strengelbach; Silvan Vonäsch, Strengelbach; Fien Bruijn, Kölliken


Sich das Zofinger Stadtfest schöntrinken!

Die ansonsten stark kritisierte Zofingia liess sich feiern. Die berüchtigte Studentenverbindung konnte nun ein Stadtfest ihr Eigen nennen. Zu Ehren des zweihundertjährigen Jubiläums wurde vergangene Woche nach Sitte der Zofingia gefeiert. Wir wissen nicht, ob es sich um Unwissenheit oder blosse Ignoranz handelt: Sobald die Leute das Wort Stadtfest hörten, waren sie hellauf begeistert und ignorierten jegliche Hintergründe. Über die anstössige Trinkkultur der Zofingia beschwert sich jährlich die ganze Stadt. Auch dass die Frauen nach wie vor nicht zugelassen werden, sorgt immer wieder für Empörung. Doch wenn es ums Feiern geht, machen alle mit. Insofern ist die Zusammenarbeit der Zofingia mit den Stadtbewohnern ein voller Erfolg. Sogar die Frauen waren, in nicht mehr ganz nüchternem Zustand, mehr als erwünscht.

Alisha Hochuli, Zofingen; Lara Nembrini, Zofingen


Helm auf!

Die Anzahl der zugelassenen Personenwagen hat sich in 35 Jahren verdoppelt. Die Verkehrsteilnehmer sind ungeduldig und hektisch. Egoistisches Verhalten prägt den Verkehr zunehmend. Neue Verkehrsführungen wie die Signalisationsänderung am

Henzmann-Kreisel führen zu weiteren gefährlichen Situationen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) fordert für Kinder bis vierzehn Jahre die Velohelmtragpflicht. Ein guter Ansatz, der aber noch ausbaufähig ist. Es sollte eine generelle Velohelmpflicht eingeführt werden, denn nicht nur die Kinder sind im Strassenverkehr gefährdet, sondern auch die

Erwachsenen. Mit einer Velohelmpflicht können schwere Kopfverletzungen nachweisbar auf ein sehr tiefes Niveau gebracht werden. Jede Kopfverletzung ist eine zu viel! Viele jammern über hohe Unfall- und

Krankenkassenprämien. Eine generelle Velohelmtragpflicht ist ein Beitrag, um unsere Sozialversicherungssysteme zu entlasten. Deshalb: Helm auf für alle!

Joel Plüss, Strengelbach; Timo Fluri, Vordemwald; Thibaut Neuenschwander, Kölliken


Schbaren bei der Pildung isst foll valsch

Gespart wird bei unserer Bildung. Doch warum? Wir Schüler und Schülerinnen der Kantonsschule Zofingen bekommen dies zu spüren. Anstelle bei Schulfächern, welche irrelevant für die Maturaprüfungen sind, wird beispielsweise beim Halbklassenunterricht im Englisch gespart. Wir haben nur noch ein halbes Jahr Halbklassenunterricht. Das bedeutet, uns fehlt ein halbes Jahr Vorbereitung für die mündliche Maturaprüfung. Nicht nur wir, die betroffen sind, sondern auch die Lehrer können diese Sparmassnahme nicht nachvollziehen. Grosse Erwartungen werden an die Menschen gestellt, die ins Berufsleben einsteigen wollen. Doch wie werden wir diesen gerecht, wenn bei der Bildung noch mehr gespart wird? Als Land ohne Rohstoffe sind gute Berufs- sowie Schulbildungen unser Aushängeschild und somit das, was unser Land attraktiv macht.

Svenja Meyer, Walterswil; Leila Diriwächter, Rothrist; Joanna Krüger, Reiden


Das Organ der heutigen Jugend

«Du bist zu viel am Handy», ein Spruch, welchen wir uns immer wieder anhören müssen. In den Medien wird oft darüber berichtet, dass die junge Generation ihren Handykonsum nicht unter Kontrolle hat. Jedoch zeigt nur eine Minderheit diesen problematischen Konsum. Für viele bietet das Handy aber einfach nur Vorteile: Der Austausch mit Freunden und Bekannten wird praktischer und schneller. Der unbegrenzte Zugang zu Informationen vereinfacht unser Leben. Wir werden uns nie verlaufen, dank der vielen Navigation-Apps. Denn ganz ehrlich, wer fragt schon gerne wildfremde Leute nach dem Weg? Wieso zeigt niemand Verständnis für unseren Handykonsum? Immerhin sind wir in dieses Smartphone-Zeitalter hineingeboren worden. Wie viele Leute denken, dass das Handy uns in der Hand hat? Doch eigentlich haben wir das Handy in der Hand. Wortwörtlich. Denn wir sind uns unseres Handykonsums bewusst und setzen ihn auch nützlich ein.

Emma Attandji, Rothrist; Sina Eggenberger, Kölliken; Manuela Muff, Aarburg


Summ Summ Snack

Zum Artikel «Er hat Ungeziefer zum Fressen gern» von Ursula Burgherr. Ausgabe vom 29. August.

Werden wir in der Mensa bald frittierte Honigbienen essen? Oder doch lieber Maikäfersuppe? Nur schon der Gedanke daran lässt uns erschaudern. Um gleich satt zu werden wie mit einem Stück Fleisch, braucht man sehr viele Insekten. Zudem können wir es uns nicht vorstellen haarige, sechsbeinige Viecher zu essen. Auch zu Zeiten des Klimawandels kann man doch nicht lebenswichtige und bedrohte Tiere wie die Biene einfach zu Snacks verarbeiten. Genau dies wollen aber die Insektenesser wie Daniel Ambühl tun. Insekten sind ihrer Meinung nach die gesündeste Art, sich zu ernähren. Aber der hohe Proteinanteil rechtfertigt dies nicht, denn die Insekten sind sehr wichtig für das Gleichgewicht der Natur. Wir finden es okay, wenn Sie Insekten essen, jedoch nicht die gefährdeten, welche wir für unsere Umwelt brauchen.

Fabiana Vicario, Rothrist; Rahel Wagner, Brittnau; Milena Hammelbacher, Brittnau


Was kümmert mich die Welt?

Zum Artikel «Schweiz soll klimaneutral werden» von Dominic Wirth. Ausgabe vom 29. August.

Täglich lesen wir in den verschiedensten Medien die folgenden Stichwörter: CO2-Gehalt steigt, Gletscher schmelzen, ansteigender Meeresspiegel, Sterben der Biodiversität, Waldbrände, Klimastreiks, zunehmende Naturkatastrophen, Krankheiten und viele mehr. Aber das ist nichts Neues. Neben dem Klimawandel geht es auch ständig ums Geld. Zum Beispiel bei dem Thema, in der Schweiz bis 2050 das Ziel Netto-Null zu erreichen. Dabei wird allerdings vor den hohen Kosten gewarnt. Ist es in so einer Situation wirklich wichtiger zu sparen als zu handeln? Kann es so weitergehen? Wollen wir unsere Existenz und unser Wohlergehen für Materielles aufgeben?

«Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gefangen und der letzte Fluss vergiftet wurde, werden wir erkennen, dass wir kein Geld essen können.» - Prophezeiung der Cree Indianer.

Deanne Thomi, Vordemwald; Sarina Thoenen, Rothrist; Ania Siegrist, Rothrist


Sind Schmetterlinge bald Vergangenheit?

Wie viele Schmetterlinge haben Sie diesen Sommer gesehen? Drei, vier? Wir vermuten nicht viel mehr als das. Die Biodiversität ist deutlich zurückgegangen. Für jene, die nicht wissen, was Biodiversität bedeutet: Sie gibt an, wie viele verschiedene Arten von Tieren oder Pflanzen vorhanden sind. Früher gab es einfach viel mehr verschiedene Tiere und Pflanzen zu bestaunen. Die älteren Generationen können das sicher bezeugen. Und die Biodiversität ist so wichtig für alle Lebewesen auf der ganzen Welt, auch für uns Menschen. Wir erleben gerade ein riesiges Insektensterben mit, bei dem sehr viele Arten aussterben. Das führt wiederum dazu, dass sehr viele andere Arten, welche sich beispielsweise von Insekten ernähren, auch gefährdet sind. Somit fällt das ganze Ökosystem mit der Zeit zusammen. Nun, was können wir machen? Zum Beispiel die Verwendung von Pestiziden stoppen. Helft mit, unsere Erde zu retten!

Milo Heer, Zofingen; Alessio Kunz, Oftringen; Samuel von Büren, Zofingen

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