Waldumgang: So funktioniert die komplette Holzerntekette

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Der Lernende Simon König informiert über die normale Holzarbeit im Wald. (Bilder: Alfred Weigel)
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Tobias Bachmann wendet die Langseiltechnik an.

«Holzarbeit ist die gefährlichste Arbeit im Wald», sagt Markus Steiner, seit 1. Januar 2018 Forstbetriebsleiter. Für ihn war es die erste Exkursion durch den Uerkheimer Wald seit Gründung des Forstbetriebs Uerkental. Für 894 ha Waldfläche inklusive Privatwald mit

66 ha Reservatsflächen der drei Besitzer Bottenwil, Uerkheim und Kanton (Staatswald rund um Zofingen) sind fünf Personen, ein Revierförster, ein Vorarbeiter, ein Maschinist, ein Forstwart sowie ein Lernender im zweiten Jahr, im Einsatz. Der Rundgang thematisierte umfassend die Vorstellung der kompletten Holzerntekette. Die Einhaltung der SUVA-Richtlinien sowie der Schutz von Drittpersonen und Sachwerten sei substantiell. Die rund 60 Waldbesucher, darunter acht Kinder, merkten das an den Absperrungen, die auch an diesem Tag zum Beispiel beim Fällen der Rottanne angebracht wurden. Der Nadelbaum stand sehr nah am Weg. Bevor der Borkenkäfer ihn nimmt, sollte er gefällt werden, so der Betriebsleiter. Damit war sinnvolle Arbeit auch am Begehungstag erledigt.

Vorbereitungen für eine erfolgreiche Fällung

Doch bevor es mit Baumfällen so weit ist, wird ein Holzschlagprogramm angelegt und die Anzeichnung inklusive Erstellung eines Protokolls mit Dimension der zu fällenden Baumarten durchgeführt. Zum Verkauf des Holzsortiments ist eine detaillierte Planung angebracht. Genauso wichtig ist, dass die Waldarbeiter einen Notfallzettel in der Tasche mit sich führen, um im Notfall die richtige Nummer wählen zu können. Die Einsätze der betriebseigenen Fahrzeuge sowie die Demonstration des Vollernters der Müller Forstunternehmung und der Hacker zur Holzschnitzelherstellung von Hirter & Tschanz ergänzten die Vorstellung der maschinengestützten Waldbewirtschaftung.

Gefährlich sah die Anwendung der Langseiltechnik aus. Mit Hilfe eines Wurfseils wird ein 20 Meter langes Aufstiegsseil über einem Ast befestigt. Am Kletterseil mit einer Länge von 35 Metern begab sich der dafür ausgebildete Vorarbeiter des Forstbetriebs Uerkental, Tobias Bachmann, in die Baumkrone einer Buche neben dem Uerkheimer Waldhaus. Die Langseilmethode zur Baumpflege wird jedoch selten angewendet. Der akrobatische Langseilakt erntete von den Waldgängern spontanen Applaus, nachdem der «Kletterartist» wieder sicheren Waldboden unter den Füssen hatte. Sein Mitarbeiter Simon Kropp legte die Prüfung hierfür erst in diesem Jahr ab. Bei der Anwendung dieser atemberaubenden Baumpflegetechnik ist geschultes «Bodenpersonal» für den Fall aller Fälle vorgeschrieben.

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