Eher ein Lärmproblem: Der Boowald ist kein Hotspot für Unfälle

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Die kurvenreiche Strecke im Boowald lockt Motorradfahrer von weit her an. Archivbild: Raphael Nadler
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Seit mehr als zwei Jahren ausser Gefecht: die solarbetriebenen Verkehrskameras (Archivbild cwi)

«Tempoexzesse im Boowald», «Mehrere Boowald-Raser verzeigt», «Kollision mit Baum: Töfffahrer (26) hat viel Glück im Unglück» – steht der Boowald in den Schlagzeilen, geht es um Tempo, Autos und Motorräder. Erst am Sonntagabend verstarb ein 18-jähriger Motorradfahrer auf der kurvenreichen Strecke. In einer langgezogenen Rechtskurve kam er auf die Gegenfahrbahn ab, kollidierte mit einem korrekt entgegenkommenden Auto und verstarb noch auf der Unfallstelle.

Ein Blick ins Archiv zeigt, dass dieser Unfall ein tragischer Einzelfall ist. Das bestätigt auch der Medienchef der Kantonspolizei Aargau, Roland Pfister. «Diese Strecke ist hauptsächlich wegen den Lärmemissionen bekannt und nicht wegen Unfällen.»

Zweifelhafter Ruf über die Region hinaus

An diesen Lärmemissionen leiden seit Jahren die Anwohner der Strecke. Denn der «Sankt Ürbeler» ist bei vielen Auto- und Motorradfahrern seit langem für seine Kurven bekannt – auch weit über die Region hinaus. Das hat zur Folge, dass an schönen Tagen unzählige Autos und Motorräder die Strecke hinauf und hinunterfahren. Hochtourige Töffmotoren, quietschende Reifen und knallende Klappenauspuffe inklusive.

«Wir erhalten regelmässig Beschwerden wegen des Lärms», sagt etwa Marianne Burkhard, Gemeindepräsidentin von Roggwil. «Wir weisen alle an, sich direkt bei der Kantonspolizei Aargau zu melden», fügt sie an. Beschwerden erhält auch der Gemeindepräsident von Pfaffnau, Thomas Grüter. «Obwohl die Lage für die Anwohner nicht zufriedenstellend ist, kann im Vergleich zu vor zehn Jahren eine deutliche Verbesserung festgestellt werden», so Grüter.

Verkehrskameras senden keine Bilder

Geholfen haben da auch die solarbetriebenen Verkehrskameras. Diese wurden 2011 installiert und sollten Livebilder an die Notrufzentrale senden. Sollten, denn mindestens seit dem Umzug der Notrufzentrale am 25. April 2017 empfängt diese keine Bilder der Kameras mehr (wir berichteten).

«Was mit den Kameras geschieht, wird aktuell abgeklärt. Alle Lösungen zur Behebung des Problems scheinen sehr kostenintensiv zu sein» erklärt Roland Pfister. Zudem habe die Kamera lediglich Livebilder gesendet und helfe nicht bei der Bekämpfung des Lärms auf der Strecke.

Um den Lärm in den Griff zu kriegen, führt die Polizei regelmässige – und sehr erfolgreiche – Kontrollen durch. «Dies sind entweder Geschwindigkeitskontrollen oder technische Kontrollen», so Pfister. Die Ergebnisse dieser Kontrollen werden dann zum Zweck der Abschreckung publiziert. Den Lärm ganz wegkriegen wird man aber auch mit den Kontrollen nicht, so Pfister. Denn dafür wäre wohl eine dauerhafte Überwachung notwendig.

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