Die Küngoldingerstrasse wird schmaler – aber dafür grüner

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Die Fahrbahn soll auf eine Breite von 5,6 Meter schrumpfen, für die Trottoirs sind je zwei Meter vorgesehen – das sind insgesamt 29 Prozent weniger Asphalt als bisher. Bild: bkr

Kaum zu glauben – die Küngoldingerstrasse, die auf Höhe des Spitals Zofingen mit Oftringen verbindet, wird tagtäglich von 4000 Fahrzeugen befahren. Vor allem am Abend dient sie den Automobilisten als Umfahrung des Knotens Lanz auf der Äusseren Luzernerstrasse.

Um Forderungen der Anwohner nachzuleben und um dem Ruhebedürfnis des Pflegezentrums zu genügen, hat der Stadtrat 2013 für diese Strasse Tempo 30 verfügt. Das habe sich bewährt, sagt Werner Ryter, Leiter Tiefbau und Planung der Stadt Zofingen. «Dank der Einführung von Tempo 30 können die Vorgaben der Lärmschutzverordnung eingehalten werden», sagt Ryter. Was man vor sechs Jahren nicht gemacht hat, ist die Strasse dem neuen Tempo anzupassen – konkret schmäler zu machen.

Dies soll nun an die Hand genommen werden, wobei der Zeitpunkt so gewählt ist, dass Synergien genutzt werden können. Unter anderem will der Stadtrat mit dem Strassenbau die Regenwasserleitung aus dem Gebiet Bärenhubel via Küngoldingerstrasse in Richtung Entlastungskanal fortsetzen. Bei der StWZ Energie AG steht die Erneuerung der hier verlegten Gasleitung an. Saniert wird auch die Kanalisationsleitung.

Die Strasse selbst ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Sie weist gravierende Belagsschäden auf und ist gemäss Werterhaltungsmanagement der Stadt in «kritischem Zustand». Neu soll die Strassenbreite von sieben auf 5,6 Meter verschlankt werden. Diese Breite ist nötig, weil die Küngoldingerstrasse eine Route des öffentlichen Busses (Linie Altachen-Oftringen-Aarburg) ist. Er muss auf seiner Fahrt einen Lastwagen kreuzen können. Dennoch: mit dem Neubau verringert sich die Strassenfläche um 29 Prozent.

Behindertengerechte Bushaltestellen

Auf der Ostseite der Strasse entsteht so ein durchgehender Grünstreifen. «Dieser wertet das Wohnumfeld auf und leistet einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas», heisst es in der Botschaft an den Einwohnerrat.

Ein wichtiges Element des Projekts sind neue Bushaltestellen. Diese sollen – unmittelbar beim Pflegezentrum – künftig den Bestimmungen des Behindertengleichstellungsgesetzes entsprechen.

Dafür wird in diesem Bereich das Trottoir um 22 Zentimeter angehoben. Das bestehende Buswartehäuschen auf der Ostseite der Strasse wird weiterverwendet. Auf der Westseite ist eine einfache überdachte Warteinfrastruktur mit Klappstühlen geplant. Die aufgezählten Massnahmen für den Bus kosten 60 000 Franken. Das gesamte Projekt – inklusive neuer Strassenbeleuchtung – ist mit 1,2 Millionen Franken veranschlagt, über die der Einwohnerrat am 21. Oktober entscheidet.

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