Ausserordentliche Gemeindeversammlung: Hinter dem Kredit steckt mehr als nur Geld

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«Bei den Stellen geht es nicht um Luxus oder ‹nice to have›-Dinge.» Michaela Tschuor, Gemeindepräsidentin Wikon

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung von Morgen Abend in Wikon beantragt der Gemeinderat zwei Nachtragskredite zum Budget 2019. Das Stimmvolk soll Mehrkosten von insgesamt 298 000 Franken bewilligen. Diese sind aufgrund der strukturellen Krise entstanden, die seit vergangenem November in der Gemeindeverwaltung herrscht. Diesen Befund zeigte auch die Analyse der Wirtschaftsprüfungs-, Treuhand- und Beratungsgesellschaft BDO, die der Gemeinderat am 15. Mai präsentierte. So fehlten zwischenzeitlich 100 Stellenprozent für einen personalkonformen und rechtsordentlichen Verwaltungsbetrieb. Nur knapp schrammte der Gemeinderat am Entzug der Selbstverwaltung vorbei.

Damit soll jetzt endlich Schluss sein. «Es geht in erster Linie darum, dass wir der Bevölkerung den weiteren Weg aufzeigen und ein Preisschild dafür abgeben», sagt Gemeindepräsidentin Michaela Tschuor. Die Mehrkosten begründen sich auf sieben Punkte (siehe Box). Darunter erklärt der Gemeinderat beispielsweise, es sei verwaltungsökonomisch zwar sinnvoll gewesen, die Gemeinde- und Staatssteuern an die Stadt Sursee auszulagern. Doch im Hinblick auf das Jahr 2019 verursachte dies nicht budgetierte Kosten. Des Weiteren war die Position von Doris Fischer, die ab 1. September die Bauverwaltung leitet, im Budget 2019 nicht vorgesehen. Die Ausgaben dazu können jedoch ab Budget 2020 kompensiert werden, weil dann Dienstleistungen externer Dritter intern abgedeckt sein werden. Ausserdem beinhaltet die Auflistung diverse kleinere, aber logische Folgen, wie zum Beispiel den Ausbau der Innenräume zu Arbeitsplätzen oder die Kosten für die Ausschreibung der Stellen in Zeitungen und auf Internetplattformen.

Grundsätzlich betreffe der Zusatzkredit vor allem Anstellungen für vakante Stellen, so Tschuor. Die Ablehnung des Kredits durch das Stimmvolk würde nicht automatisch zur Kündigung der Arbeitsverträge führen, wohl aber zur Frage, welche Dienstleistungen eingestellt werden müssten. «Bei den Stellen geht es nicht um Luxus oder ‹nice to have›-Dinge, sondern um Stellen, die wir benötigen, damit die Verwaltung geschäftsfähig ist», so Tschuor. «Die Gemeinde würde vor einem Scherbenhaufen stehen, wenn der Kredit abgelehnt würde.»

Die Ortsparteien stimmen dem Kredit nüchtern zu

Alle Ortsparteien äussern sich auf Anfrage positiv zum Nachtragskredit. So wird laut FDP der Neuaufbau einer geordneten und effizienten Gemeindeadministration in Wikon noch längere Zeit andauern. «Eine Ablehnung des Nachtragsbegehrens würde diesen Neuaufbau stoppen und Wikon ins Chaos und wahrscheinlich in die Fremdverwaltung führen», meint FDP-Ortsparteipräsident Andreas Brändle. Auch CVP-Aktuarin Susanne Kaufmann äussert in ihrem persönlichen Statement eine klare Zustimmung zum Nachtragskredit. «Es ergibt keinen Sinn, das Geschehene zu hinterfragen. Wir wollen jetzt in die Zukunft schauen», meint sie. Nebst

der Zustimmung merkt man den Parteien jedoch auch Nüchternheit an. So nennt Roger Wymann von der SP die Mehrkosten «situationsbedingte Ausgaben». Die Gemeinde solle durch die Annahme endlich zur Ruhe kommen. Auch SVP-Ortsparteipräsident Silvan Schütz findet: «Wir haben keine grosse Wahl, wir müssen in den sauren Apfel beissen.»

Die ausserordentliche Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 26. September um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Wikon statt.

Dafür ist der Kredit

- Externe Dritte, als Überbrückung vakanter Stellen

- Zusätzlich geschaffene,neue Stellen

- Aufwand und Weiterbildungsausgaben für die Umstellung auf HRM II

- Infrastruktur für neu geschaffene Stellen

- Rekrutierungsprozess

- Nicht erwartete Rechtsberatungskosten für diverse Baugeschäfte

- Kosten für die Umsetzung von Massnahmen aus der BDO-Analyse  (pd)

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Kunzelmann

Rosa
schrieb am 26.09.2019 11:57
Nein, sowas passiert nur mit der CVP, welche weder Fisch noch Vogel ist, aber auf die linke Seite kippt.

Kunzelmann

Aargauer
schrieb am 26.09.2019 07:08
Wäre das alles ohne den SVP-Gemeinderat passiert?
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