Die Sache mit der «Bauerei»

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Die Seite der BNO-Gegner Bewegung1400.ch liefert wichtige Argumente für ein Ja zur neuen BNO eigentlich gleich mit. Einerseits steht einleitend auf der Seite, «dass zu viel gebaut» wird. Dies ist eine subjektive Feststellung, die jede Person für sich machen kann und dafür habe ich sogar Verständnis. Wichtig wäre aber auch die Erkenntnis, dass diese Feststellung während der Gültigkeit der alten BNO gemacht wurde und somit ein Nein zur neuen BNO an der «Bauerei» gar nichts ändert. Es geht einfach genau so weiter wie bisher. Um das Verbauen von Grünflächen zu verhindern, müsste man Bauland auszonen. Doch selbst hier liefert die Seite der Gegner Argumente für ein Ja zur neuen BNO. Unter den Argumenten steht: «Rückzonungen sind nur gegen Entschädigung möglich und somit praktisch ausgeschlossen.» Die einzige Möglichkeit, auf das Bauen Einfluss zu nehmen, ist somit, dass gewisse wichtige Gebiete mit einem Gestaltungsplan belegt werden. Damit können einerseits Grün- und Freiräume garantiert und für das Stadtbild störende Bauten verhindert werden. Und genau dies ist der Kernpunkt der neuen BNO. Wachstum lässt sich weder mit einem Ja noch mit einem Nein verhindern. Dass der zusätzlich gebaute Wohnraum in Zofingen auch gebraucht wird, zeigt der Blick auf die Leerwohnungsziffer. Diese zeigt in den letzten zehn Jahren klar nach unten. Der freie Wohnraum wird also trotz der «Bauerei» knapper. Wer das Wachstum aber zumindest in eine sinnvolle Richtung lenken will, stimmt Ja zur neuen BNO.

Dani Hölzle, Grüne Zofingen

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Weiter denken

Mättu
schrieb am 27.09.2019 10:25
Aber aber Herr Hölzle. Wenn das Wachstum als gottgegeben angeschaut wird, dann lässt sich das auch nicht in eine Richtung lenken. Gebaut wird auch weiterhin innerhalb der rechtlichen Regeln und der Investor (niemand sonst kann sich das Bauen in Zofingen sonst noch leisten) schaut nur auf seine Rendite. Zudem ist, was störend ist, sehr subjektiv, was der Stadtrat in der Vergangenheit auch bewiesen hat. Was ihm gefällt muss anderen nicht gefallen und auch nicht Wertvoll sein (siehe Hirzenberg oder Falkeisenmatte). Die neue BNO bringt bei weitem nicht so viele Vorteile wie man uns schmackhaft machen will. Als einziges Argument wird ja laufen nur der Gestaltungsplan aufgeführt. Ein Stopp in dieser Sache und eine gründliches Überdenken wäre der beste Weg. Alle kritischen Grundstücke werden ohne die neue BNO auch in den nächsten 2-3 Jahren nicht bebaut.
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