Die Wikoner genehmigen an der Gemeindeversammlung beide Zusatzkredite

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Gemeindepräsidentin Michaela Tschuor (M.) mit Doris Fischer und Silvan Gilgen, die am 1. September ihre neue Stelle bei der Gemeindeverwaltung angetreten haben. Fischer ist Bauverwalterin und stellvertretende Gemeindeschreiberin, Gilgen leitet die Finanzen. (Foto Marc Benedetti)
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Während der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am Donnerstagabend in der Mehrzweckehalle Wikon.
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Gemeindepräsidentin Michaela Tschuor (CVP), Gemeinderat Wolfgang Kunzelmann (SVP), die neue Gemeinderätin Rosmarie Brunner (CVP) und Gemeinderätin Esther Ammann (SP).
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Die anwesenden Wikoner, in der vordersten Reihe die neuen Gemeindeangestellten und die Schulleiterin.

«In den letzten Wochen haben Sie mitbekommen, wie es der Gemeinde Wikon geht», eröffnete Gemeindepräsidentin Michaela Tschuor (CVP) die ausserordentliche Gemeindeversammlung am Donnerstag. Sie wurde von 61 Personen besucht (6,2 Prozent der Stimmberechtigten).

Der Gemeinderat beantragte zwei Nachtragskredite zum Budget 2019, einen für Präsidiales, Sicherheit und Recht über 230 000 Franken sowie einen für Bau, Verkehr und Umwelt über 68 000 Franken. «Es geht nicht um ein Luxuspaket», betonte Tschuor, «sondern darum, dass die Verwaltung Leistungen erbringt, die verwaltungstechnisch rechtskonform sind.»

Im Bauwesen keine klaren Ansprechpartner gehabt

Sie schilderte nochmals die Ursachen der Krise. Die Gemeindeverwaltung habe ihre Strukturen und Abläufe lange nicht angepasst und modernisiert. Es gab keine Stellvertretungen intern. Im Bauwesen sei «niemand und alle verantwortlich» gewesen für Dossiers der Bauherren. Diese hätten keinen klaren Ansprechpartner gehabt. Solange Wikon Gemeindeschreiber hatte, die sattelfest im Baurecht waren, sei das gut gegangen. Tschuor hat ausserdem die Fluktuationsrate seit 2012 ausgerechnet. «Im Gemeinderat wie auch in der Gemeindeverwaltung betrug sie 20 bis 40 Prozent», sagte sie. Es gab viele Wechsel. Damit ging ein Wissensverlust einher und hohe Kosten für die Personalrekrutierung. Dann folgte ein hoffnungsvollerer Blick in die Zukunft: An der Versammlung wurde die neue Organisationsstruktur der Gemeinde mit klareren Zuständigkeiten und Aufgabenzuteilungen vorgestellt. Den Ortsparteien wurde sie schon vorgängig präsentiert. Die neue Struktur sei mit dem Verwaltungsteam zusammen erarbeitet worden, sodass alle dahinterstehen könnten, erklärte Michaela Tschuor. Sie betonte, dass Wikon am Anfang eines Neubeginns stehe. «Ende Jahr wird aber noch nicht alles perfekt funktionieren.» Die externen Dienstleister könnten noch nicht abbestellt werden.

Sandro Pfister, Präsident der Controllingkommission, empfahl, die Nachtragskredite anzunehmen. «Sie sind rechtens und notwendig.» In der Diskussion vor der Abstimmung gab es nur eine Wortmeldung: Eine Bürgerin fragte, warum man 40 000 Franken mehr für Rechtsberatungsaufwand im Bauwesen brauche. Die Antwort: für Grossprojekte in Wikon und Rechtsmittelverfahren, bei denen die Gemeinde Beratung braucht. Besser sei aber, das Gespräch zu suchen.

Klares Ja zu den Nachtragskrediten

Die Stimmbürger stimmten den Nachtragskrediten danach grossmehrheitlich zu. Die Erleichterung der Gemeindepräsidentin, die am selben Tag ihren 42. Geburtstag feierte, war greifbar. «Es gefällt mir, dass wir nun gemeinsam den Weg gehen können», sagte sie. «Es ist jetzt mehr ein konstruktives Miteinander.»

Als Ausblick kündigte die Gemeindepräsidentin ein ausgeglichenes Budget 2020 an. Zum Schluss fragte André Mettraux SVP-Gemeinderat Wolfgang Kunzelmann, ob er im Rahmen des Neustarts nicht seinen Rechtsstreit mit Gemeinderäten beilegen wolle. Eine klare Antwort blieb aus.

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