Bagger reisst alte Bäckerei und alten Coiffeursalon ab

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Gehört bald der Vergangenheit an: das Gebäude an der Safenwiler Dorfstrasse, in dem ein Coiffeursalon und eine Bäckerei waren. Bild: Emiliana Salvisberg

Haare frisieren und Brote backen gehören schon seit bald zwanzig Jahren an der Dorfstrasse 22 in Safenwil der Vergangenheit an. So auch die Militärsammlung von Herbert Frey, die der Safenwiler in den Räumen der ehemaligen Bäckerei-Konditorei hatte. Schon länger stehen auch die fünf Mietwohnungen im markanten Haus leer. Schon vor zehn Jahren wollte die damalige Eigentümerin die Liegenschaft zuerst verkaufen und später mit einem Architekten ein Mehrfamilienhaus errichten. Doch das Projekt geriet in der Bewilligungsphase ins Stocken.

Seit einiger Zeit geht es aber auf dem 1579 Quadratmeter grossen Grundstück vorwärts. Die Eigentümerin, die RUWA Generalbau AG aus Trimbach, realisiert für 4,5 Millionen Franken zwei Mehrfamilienhäuser mit neun Mietwohnungen (2½-, 3½- und 4½-Zimmer) und rund 90 Quadratmeter Gewerbe- und Bürofläche. «Entlang der Dorfstrasse kommt der erste Gebäudekomplex zu stehen. Der zweite entsteht dahinter, nördlich zurückversetzt», erklärt Dieter Schöni vom Safenwiler Architekturbüro Schöni+Suter.

Die hintereinander errichteten Gebäude sind mit einem Treppenhaus und einer Liftanlage verbunden. Im Untergeschoss ist eine Einstellhalle mit 16 Einstellplätzen, Technikraum und Kellerabteilen geplant. Der Baustart zur Überbauung «Dorf 22» ist im November vorgesehen. Läuft alles nach Plan, können die Mieter im Frühling 2021 einziehen.

Haus ist aus dem Jahr 1780 oder auch älter

«Es tut schon etwas weh, dass das Haus abgerissen wird», gesteht Hansruedi Siegenthaler. Der Safenwiler ist im verwinkelten Haus mit zwei Geschwistern aufgewachsen. Seinem Vater, dem Coiffeurmeister Hansruedi Siegenthaler, gehörte die Liegenschaft, die später an die Erbengemeinschaft überging.

Wie alt das Haus ist, kann er nicht genau sagen. Seine jüngere Schwester hatte in einem Türsturz der ehemaligen Bäckerei-Konditorei die Inschrift «P7 HR BR 80» entdeckt. Gemäss dieser habe ein Archäologe die Zahlen und Buchstaben als Jahr 1780 entziffert. «Es kann aber sein, dass sich diese Jahreszahl auf einen Neu- oder Umbau des Gebäudes bezieht und es noch viel älter ist», sagt Siegenthaler. Er erzählt, dass früher darin auch ein Gasthof war. «Mein Grossvater erzählte uns, dass Kutscher hier mit ihren Pferden Halt gemacht und übernachtet haben», sagt Siegenthaler. Später hätten im «Hirschen» Examentänze stattgefunden. «Trotz all den Geschichten und Erinnerungen ist es an der Zeit, dass etwas Neues entsteht», sagt Hansruedi Siegenthaler.

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