Ständeratswahlen: Andrea Gmür kämpft um den Luzerner CVP-Sitz

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Andrea Gmür schickte uns auf Verlangen dieses Selfie aus der vergangenen Session. (Bild: zvg)
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Mitte: Das politische Profil von Andrea Gmür. (Bild: www.smartvote.ch)

Andrea Gmür-Schönenberger will ihren Parteikollegen Konrad Graber beerben. «Ich möchte seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen», sagt sie. In der kleinen Kammer brauche es Leute, die «konsensfähig und kompromissfähig sind und keine notorischen Neinsager»; sie zielt damit offen auf Franz Grüter. Während ihrer Tätigkeit im Nationalrat hat sich Andrea Gmür Erfahrung, Dossierkenntnis und ein breites Netzwerk aufgebaut, das sie nutzen möchte. Politisch ortet sie sich genau in der Mitte. «Manchen Personen aus Wirtschaftskreisen bin ich zu links, manchen Linken zu rechts», lacht sie.

«Neben einer ausgewogenen Vertretung der Regionen, braucht es auch eine der Geschlechter», ist die CVP-Ständeratskandidatin überzeugt. Als Standesvertreterin würde sie gerne Stadt und Land sowie alle Luzernerinnen und Luzerner vertreten. «Ich möchte, dass es dem Mittelstand im Kanton Luzern gut geht», ist eine weitere Aussage der 55-jährigen Stadtluzernerin. Sie setzt sich dafür ein, dass auch die sozial Schwachen Hilfe bekommen. «Dass wir dafür permanent die Steuern erhöhen, ist aber nicht der richtige Weg.» Gmür ist neben ihrer politischen Tätigkeit mit einem Teilzeitpensum Geschäftsführerin der «Stiftung Josi J. Meier – Hilfe zur Selbsthilfe», benannt nach der ersten Luzerner Ständerätin. «Hilfe zur Selbsthilfe» müsse auch das Credo des Staates sein, betont Gmür.

Sie nennt als politische Anliegen, es sei ihr wichtig, dass das Projekt des Durchgangsbahnhofs Luzern nun wirklich rasch durchgesetzt werde. Ansonsten beschäftigten sie die grossen Themen der letzten Legislatur: Sicherung der Sozialwerke, Klimapolitik, Europapolitik, Gesundheitskosten. «Die Gesundheitskosten müssen wieder für alle erschwinglich werden», sagt die Mutter von vier erwachsenen Kindern. Auch die Gleichstellungsfrage ist ihr wichtig. Dabei erwähnt sie folgende Episode: Als Gymnasiastin arbeitete sie jeweils in einer Fleischfabrik am Fliessband. Erst auf ihre Intervention hin bekam sie als junge Frau gleichviel Lohn wie ihr männlicher Kollege, der die gleiche Arbeit verrichtete.

Gmür befürwortet Frauen-Richtwerte in Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen. Ausserdem will sie sich weiterhin für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen. Die CVP-Politikerin lebt seit 30 Jahren mit ihrer Familie in Luzern. Aufgewachsen ist sie auf dem Land, im Toggenburg/SG. «Meine Eltern haben mir schon als Kind beigebracht, dass man jeden Franken zuerst verdienen muss, bevor man ihn ausgeben kann», blickt sie zurück. Gmür war lange Gymnasiallehrerin für Englisch und Französisch an der Kanti Sursee, am kantonalen Lehrerseminar in Luzern und an der Stiftsschule Engelberg. Nach acht Jahren im Luzerner Kantonsrat, sechs davon als Vize-Fraktionschefin, wurde sie 2015 in den Nationalrat gewählt und ist dort Mitglied der Kommission für Rechtsfragen und der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur. 2014 bis 2019 war Gmür städtische CVP-Präsidentin.

Gmür wäre überrascht, würde sie wegen der Anzahl Kandidaten im 1. Wahlgang gewählt. Im Zweiten rechnet sie sich gute Chancen aus.

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