«Zeit für eine progressive, liberale und ökologische Mittekraft»

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Michèle Graber an der Klimademonstration vom 28. September in Bern. Bild: zvg
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Das politische Profil Michèle Grabers.Bild: www.smartvote.ch

Bei den Ständeratswahlen gilt sie als Aussenseiterin. Fürs Stöckli langt es wohl nicht angesichts des Wähleranteils der GLP von 5,8 Prozent (2015) und weil sie wenig bekannt ist; im Nationalrat sieht es anders aus. Dennoch kandidiert GLP-Kantonsrätin und Fraktionschefin Michèle Graber am 20. Oktober auch für den Ständerat. «Es ist Zeit für eine progressive, liberale und ökologische Mittekraft, die Luzern im Ständerat vertritt», sagt Graber. Sie will sich starkmachen für eine gesunde Umwelt und florierende Wirtschaft – «unsere Lebensgrundlagen von morgen».

Verkehrsproblem: Graber ist für das Mobility-Pricing

Das Parlament in Bern sollte vorwärtsmachen beim Klimaschutz und bei der Lösung der Verkehrsprobleme, findet sie. «Mobility-Pricing zu Stauzeiten in den Städten, das ich befürworte, ist blockiert», sagt die Kandidatin. Strassenabgaben könne Luzern nicht im Alleingang einführen, deshalb müssten Lösungen auf Bundesebene beschlossen werden. Ein wichtiges Thema für Luzern sei auch der Durchgangsbahnhof. Was würde sie als Luzerner Standesvertreterin für den Kanton in Bern erreichen wollen? Die Altersvorsorge sollte vordringlich reformiert werden. «Die Lösung darf aber auf keinen Fall nur auf Kosten der Jungen gehen», sagt sie. Die steigenden Pflege- und Gesundheitskosten seien ebenfalls ein Problem, das auf eidgenössischer Ebene angepackt werden müsse. Das könne der Kanton Luzern nicht alleine lösen. Wenn Sie ein Gesetz sofort ändern könnte, würde Michèle Graber die Individualbesteuerung einführen. «Das würde Zweitverdienenden einen Anreiz geben, die Erwerbstätigkeit zu erhöhen und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken.» Michèle Graber ist 2011 als Kantonsrätin für die Grünliberalen gewählt worden und ist deren Fraktionschefin. Eines ihrer Steckenpferde ist die Finanzpolitik. Der Kanton habe es verpasst, die Auswirkungen der Steuerstrategie und die damit verbundenen Einnahmenausfälle aus dem Finanzausgleich abzufedern. «Die Regierung hat den Kanton in eine finanzpolitische Sackgasse geführt», schrieb sie Anfang Jahr in einer Zeitungskolumne. Ihre Wahlchancen als Ständerätin schätzt Graber auf einer Skala von 1 bis 10 bescheiden mit 2 ein. Aber vielleicht reicht es ja zur Nationalrätin, glaubt sie.

Die Grünliberalen verloren 2015 ihren ersten Nationalratssitz, der eine Legislatur lang von Roland Fischer gehalten wurde, an die SVP. Diese holte drei Sitze, Franz Grüter zog neu ins Parlament ein. Die GLP schickt 2019 fünf Frauen und vier Männer ins Rennen.

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