Neuer Campus Horw wird die Pädagogische Hochschule Luzern und das Departement Technik & Architektur beherbergen

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Die Visualisierung des Campus Horw. Bild: Stadt Luzern

Die Pädagogische Hochschule Luzern und das Departement Technik & Architektur sind in ihren Branchen anerkannte Ausbildungsstätten mit einem ausgezeichneten Ruf, schreibt die Stadt Luzern in einer Mitteilung. Im Kontrast zur Exzellenz in der Ausbildung, Weiterbildung und Forschung stünden die räumlichen und betrieblichen Voraussetzungen. Der Handlungsbedarf sei seit Jahren erkannt, heisst es weiter. Jetzt will der Luzerner Regierungsrat handeln, so wie es im Legislaturprogramm 2019 – 2013 festgehalten ist.

Das Problem: zu klein, zu alt, zu verstreut

Sowohl das Departement Technik & Architektur der Fachhochschule Zentralschweiz wie auch die Pädagogische Hochschule Luzern seien wichtige Elemente des erfolgreichen Bildungskantons Luzern, so die Stadt. Erfolg bedeutet Wachstum und Wachstum braucht Platz. Das Departement Technik & Architektur hatte 2004 rund 830 Studierende, aktuell sind es über 2000 Studierende sowie 1000 Personen in der Weiterbildung. Bei der Pädagogischen Hochschule Luzern ist die Zahl der Studierenden von 250 im Jahr 2004 auf aktuell 2100 sowie auf 6900 Personen in der Weiterbildung angestiegen.

«Diese Entwicklung ist gewollt, an unseren Volksschulen haben wir in den nächsten Jahren grosse Probleme bei der Stellenbesetzung und unsere Wirtschaft lechzt nach Fachleuten in den MINT-Bereichen», so Regierungsrat Reto Wyss – notabene selber in Horw zum Bauingenieur ausgebildet. Fakt ist laut der Mitteilung: Beide Ausbildungsstätten platzen als Folge des Wachstums aus allen Nähten. Zudem ist der bauliche Zustand der Gebäudehülle des Departements Technik & Architektur völlig veraltet und die Pädagogische Hochschule ist aktuell auf elf Standorte in der Stadt Luzern verteilt.

Ein Campus für zwei Bildungsstätten

«Statt überall Stückwerke machen wir ganze Sache», sagte Regierungsrat Reto Wyss vor den Medien. Das Konzept für die Gesamtlösung sieht vor, dass in Horw auf kantonseigenem Land ein architektonisch und betrieblich ganzheitlich geplanter Campus für beide Ausbildungsstätten entsteht. Konkret werden die bestehenden Gebäude des Departements Technik & Architektur komplett saniert und erweitert. Allein die Sanierung – ohne Erweiterung – würde 100 Millionen Franken kosten. Gleichzeitig entstehen auf diesem Terrain Neubauten, so dass zukünftig auch die Pädagogische Hochschule Luzern an einem Standort konzentriert werden kann. Die Kosten belaufen sich auf rund 365 Millionen Franken. Dank der Synergien der beiden Schulen an einem Standort können Flächen gemeinsam genutzt werden, was Kosteneinsparungen im Umfang von 33 Millionen Franken ermöglicht, wie es in der Mitteilung heisst.

Ausgelagerte Trägerschaft

Der Regierungsrat schlägt vor, das Grundstück sowie die bestehende Infrastruktur auf dem Areal der Hochschule Luzern in Horw an eine gemeinnützige Aktiengesellschaft – die Immobilien Campus Luzern-Horw AG – zu übertragen. Diese soll für die Planung, den Bau und den Betrieb des Campus Horw zuständig sein. Der Kanton gibt die Führung aber nicht aus der Hand, die Aktien der Immobilien AG bleiben zu 100 Prozent im Besitz des Kantons.

Das letzte Wort liegt beim Volk. Der Regierungsrat hat das Konzept am Montag der Öffentlichkeit vorgestellt und damit die Vernehmlassung eröffnet. Parteien, Verbände und Organisationen können bis am 10. Januar 2020 ihre Eingaben machen. Parallel zur Vorstellung des Konzepts beginnt die Ausschreibung des Wettbewerbs für die Präqualifikation. Im Laufe des Jahres 2020 wird sich der Kantonsrat dann mit der Botschaft befassen, die eine Bar- und Sacheinlage (Parzellen und Gebäude) des Kantons an die AG von 60 Millionen Franken umfasst. Die Volksabstimmung ist gemäss heutigem Zeitplan 2021 vorgesehen.

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