SC Langenthal oder SC Bern: Marc Kämpf in der Cup-Zwickmühle

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Noch ist offen, ob Marc Kämpf für den SC Bern im Cup auf dem Schoren-Eis stehen wird. (Bild: ryl)

Dieser Sonntag ist für Marc Kämpf ein Lichtblick. Nach einer langwierigen Verletzungspause könnte der Stürmer seinen ersten Ernstkampf für seinen eigentlichen Arbeitgeber bestreiten. Die aktuelle Situation um den 28-jährigen Stürmer ist aber speziell. Kämpf ist beim SC Bern angestellt, brach sich im Frühjahr die Kniescheibe und musste nach der letzten Saison operiert werden. Danach konnte er teilweise kaum belasten und nur langsam wieder einsteigen. «Mittlerweile gebe ich seit zwei Wochen wieder Vollgas und es fühlt sich gut an», sagt Kämpf.

Damit er wieder die erhoffte Spielhärte und das nötige Tempo erlangt, wurde er vom SCB mittels B-Lizenz an ebenjenen SCL ausgeliehen. So bestritt Kämpf immerhin ein Spiel für die Oberaargauer – jenes am Mittwoch gegen den EHC Winterthur, als er je ein Tor und Assist zum 4:3-Sieg beisteuerte.

Sieben Jahre mit vielen schönen Erinnerungen
Und nun – es könnte kaum passender sein – treffen Marc Kämpfs Teams morgen Mittag (13 Uhr) im Achtelfinal des Schweizer Cups im Langenthaler Schoren aufeinander. Auch wenn bis Freitagabend noch offen war, ob er für den SC Bern am Sonntag überhaupt zum Einsatz kommt oder überzählig sein wird, versteht sich von selbst, dass diese Partie für Marc Kämpf eine spezielle ist. In Langenthal gewann der gebürtige Bündner zwei NLB-Meistertitel, noch heute zählt er viele Freunde von damals zu engen Bekannten. «Ich verbinde mit diesen sieben Jahren beim SCL wirklich sehr viele schöne Erinnerungen», erklärt er.

Die ungewohnte Ausgangslage im gewohnten Umfeld macht ihm nichts aus. «Auf dem Eis blende ich das aus. Schliesslich kann ich nicht während eines Spielzugs einem Zuschauer winken, da fehlt die Zeit», scherzt er. In seiner jetzigen Situation müsse er sowieso für sich schauen. «Wichtig war für mich, endlich wieder Spiele zu bestreiten und zu sehen, dass mein Knie hält.»

Beim letzten Duell im SCL-Dress
Dass sich der SC Langenthal besonders auf das Cup-Duell freut, kann Marc Kämpf nachvollziehen. Er trug beim letzten Cup-Duell im Jahr 2015 das SCL-Dress. «Damals war es wirklich knapp. Kurz vor Schluss hatten wir einen Penalty zum Ausgleich nicht ausgenutzt», erinnert sich der Stürmer. Die Partie damals ging nach 2:0-Führung 2:3 verloren. «Für das höher klassierte Team sind solche Spiele gegen sehr motivierte Gegner schwierig. Dieser hat einen gewichtigen mentalen Vorteil», sagt Kämpf.

Auch deshalb schätze er die Chancen für den morgigen Vergleich auf 60:40 für den SC Bern ein, immerhin sei Langenthal eine gute Mannschaft. «Der Start wird entscheidend sein», so Kämpf, «wenn der SCB in Führung gehen kann, nimmt er dem SCL diese Zusatzmotivation ein bisschen weg.»

Das Wüthrich-Trauma geht weiter
Der SC Langenthal sorgt mit dem gestrigen 4:0-Auswärtserfolg gegen den HC La Chaux-de-Fonds beim Gegner einmal mehr für Frustration. In den letzten sechs Direktbegegnungen bezwang der HCC nur dreimal den Langenthaler Torhüter Philip Wüthrich, zudem sind die Romands mittlerweile seit über drei Meisterschaftsspielen in Serie ohne Torerfolg unterwegs. «Wüthrich ist eine Wand», kommentierte der HCC-Verteidiger und Ex-Langenthaler Philip Ahlström, «aber wir gehen zu wenig dorthin wo es wehtut.» Neben diesem Problem zeigte sich, dass die Oberaargauer bei Fünf-gegen-Fünf-Situationen die bessere Mannschaft waren. «Wir konnten sie mit unserem Tempo überfordern», stellte SCL-Stürmer Simon Sterchi zufrieden fest. Für die Tore sorgte vor allem die zweite Linie. Stefan Tschannen, Dario Kummer und Simon Sterchi trafen je einmal, Vincenzo Küng sorgte mit dem 4:0 – auf Pass von Captain Tschannen – für die Vorentscheidung im Schlussdrittel. Der verdiente Sieg bedeutet den achten Erfolg in der Meisterschaft in Serie und beweist zweifellos: Der SC Langenthal ist für das Cupspiel gegen den SC Bern bereit.

La Chaux-de-Fonds - Langenthal 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)
Les Mélèzes. – 1923 Zuschauer. – SR: Staudenmann/Grossen, Dreyfus/Gurtner. – Tore: 18. Sterchi (Tschannen, Müller) 0:1. 25. Kummer (Küng/Ausschluss Fontana) 0:2. 32. Tschannen (Sterchi, Kummer) 0:3. 57. Küng (Tschannen) 0:4. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds, 8-mal 2 Minuten gegen Langenthal.
La Chaux-de-Fonds: Ritz; Jaquet, Zubler; Hofmann, Ahlström; Volrol, Fontana; Bogdanoff, Coffmann, Holdener; Schmidt, Tanner, Schnegg; Hasani, Augsburger, Cameron; Dubois, Wetzel, Grezet.
Langenthal: Wüthrich; Müller, Christen; Weber, Pienitz; Guggenheim, Maret; Wieszinski; Benik, Clark, Derungs; Tschannen, Kummer, Sterchi; Gerber, Kläy, Küng; Gyger, Nyffeler, Walz; Melnalksnis.
Bemerkungen: Langenthal ohne Seydoux (krank), Bircher (verletzt) und Henauer (SC Bern). 35. Lattenschuss Kummer. 45. Lattenschuss Derungs.

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