Doris Aebi macht Yvonne Feri den Regierungsratssitz streitig: «Ich bin eine echte Option für den zweiten Wahlgang»

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Doris Aebi seiht sich selber als echte Option für den freien Regierungsratssitz (Screenshot Tele M1)

So viel gleich zu Beginn: Neben SVP-Kandidat Jean-Pierre Gallati lassen alle Kandidaten der Regierungsratsersatzwahl offen, ob sie im zweiten Wahlgang noch einmal antreten. Klar ist ist den Kandidatinnen und Kandidaten auch: Um möglichst viele Stimmen zu holen, muss Mitte-Links zusammenspannen und sich für einen Kandidatin oder einen Kandidaten entscheiden.

Yvonne Feri machte hinter Jean-Pierre Gallati die meisten Stimmen. Die Grünliberale Doris Aebi gibt ihre Kandidatur allerdings nicht kampflos auf. Das machte sie im Talk bei Tele M1 am Wahlsonntag klar. Und auch Jeanine Glarner sieht sich immer noch als Alternative zur SVP und will Gallati ebenfalls nicht kampflos das Feld überlassen. Die wichtigsten Aussagen:

Jean-Pierre Gallati (SVP): «Optimistisch»

Er sei ohne klare Erwartungen in die Wahl gegangen, sagt Jean-Pierre Gallati, umso zufriedener sei er mit seinem guten Resultat. Klar ist, dass der SVP-Kandidat im zweiten Wahlgang am 24. November noch einmal antreten wird, und zwar «neutral zuversichtlich bis optimistisch», wie er am Wahlsonntag im Talk mit den anderen Kandidaten bei Tele M1 sagte. Es gehe dabei nicht um sein Resultat aus dem ersten Wahlgang, sondern darum, wie viele Kandidatinnen und Kandidaten sich noch einmal aufstellen lassen. «Die Frage ist, wie viele sich um diesen einen Sitz streiten», so der SVP-Kandidat.

Yvonne Feri (SP): «Breit wählbar»

Ihr Resultat zeige, dass sie weit über die Parteigrenzen hinaus gewählt worden sei, sagt SP-Kandidatin Yvonne Feri. Sie hat zwar ein Ergebnis weit weg vom absoluten Mehr und auch deutlich hinter jenem von SVP-Kandidat Jean-Pierre Gallati erzielt. Weil sich der Kuchen im ersten Wahlgang aber zwischen fünf Kandidierenden aufgeteilt habe, bereite ihr dies keine Bauchschmerzen. Entscheidend sei jetzt, dass Mitte-Links sich auf eine Kandidatur einige und so gemeinsam gegen die Bürgerlichen antrete. «Das ist für mich selbstverständlich», sagt Feri.

Jeanine Glarner (FDP): «Erwartung erfüllt»

Sie habe am Sonntagmorgen mit einem Ergebnis von 15 Prozent Wähleranteil gerechnet, sagt FDP-Kandidatin Jeanine Glarner. Dass sie diese Erwartungen mit 15,3 Prozent sogar leicht übertroffen hat, stimmt sie zufrieden. Treten fünf Kandidierende für lediglich einen freien Sitz an, so sei es eben besonders schwierig, das absolute Mehr zu erreichen, erklärt sie. Jeanine Glarner lässt sich nicht entlocken, ob sie ihrer Partei für den zweiten Wahlgang zur Verfügung steht. Sie werde sich ihre Gedanken machen, aber schliesslich die FDP an ihrem Parteitag darüber entscheiden lassen.

Doris Aebi (GLP): «Echte Option»

Die Kandidatin der Grünliberalen, Doris Aebi, erreichte im ersten Wahlgang am zweitwenigsten Stimmen. Sie habe aber ein Resultat erreicht, das klar über den Erwartungen liege, und das zeige, dass sie zahlreiche Wählerinnen und Wähler ausserhalb der GLP-Stammwählerschaft habe mobilisieren können, sagte Aebi am Sonntag gegenüber Tele M1. «Ich bin deshalb eine echte Option für den zweiten Wahlgang. Wie wir dort vorgehen werden, müssen wir aber noch anschauen», sagt sie. Eine Zusammenarbeit mit den linken Parteien würde ihrer Ansicht nach Sinn machen.

Severin Lüscher (Grüne): «Nicht überrascht»

Es sei ein Unterschied, ob nur ein Sitz frei sei oder ob man Kandidat für eine Gesamterneuerungswahl sei, erklärte Grünen-Kandidat Severin Lüscher im TV-Talk: «Jeder hatte nur eine Stimme.» Dass die Grünen den vor drei Jahren an die SVP verlorenen Sitz jetzt nicht direkt zurückholen konnten, überrascht den Grünen-Kandidaten daher nicht. Im zweiten Wahlgang gehe es darum, SVP-Kandidat Jean-Pierre Gallati zu schlagen. Ob das Mitte-Links gemeinsam und mit ihm tun wird, lässt Lüscher offen. Seine Partei entscheide das basisdemokratisch diese Woche. (eva)

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