Diese weiteren Aargauerinnen könnten in den Nationalrat nachrücken – bei der SP würde das Los entscheiden

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Mit Gabriela Suter (SP), Marianne Binder (CVP), Martina Bircher (SVP) und Lilian Studer (EVP) ziehen für den Aargau gleich vier Frauen neu in die grosse Kammer ein. Aktuell werden insgesamt sieben der 16 Nationalratssitze in der kommenden Legislatur von Frauen besetzt – und es könnten noch mehr werden:

Gleich sechs der bestehenden und neu gewählten Nationalräte kandidieren für einen Sitz im Stöckli oder treten für die Regierungs-Ersatzwahl an. Wer gewählt wird, tritt seinen Sitz an den oder die nicht gewählte Kandidatin mit den nächst-meisten Stimmen ab.

  • Bei der SVP kandidiert Hansjörg Knecht für einen der beiden Ständeratssitze, zudem will der neugewählte Nationalrat Jean-Pierre Gallati den freien Regierungsratssitz von Franziska Roth erobern. Würden beide gewählt, warten im Nationalrat gleich zwei SVP-Sitze auf neue Platzhalter.

    Stefanie Heimgartner aus Baden erzielte bei den Wahlen mit 55'361 Stimmen das siebtbeste Ergebnis und wäre erste Ersatz-Kandidatin. Würde ein zweiter Nationalratssitz frei werden, käme auch Alois Huber zum Handkuss. Der SVP-Nationalratskandidat aus Möriken-Wildegg holte mit 55'255 am acht meisten Stimmen. 
  • Bei der FDP will Thierry Burkart den Ständeratssitz von Philipp Müller verteidigen. Schafft er es im zweiten Wahlgang ins Stöckli, würde Maja Riniker an seiner Stelle in die grosse Kammer einziehen. Die Suhrerin holte mit 29'002 nur knapp 800 Stimmen weniger als FDP-Nationalrat Matthias Jauslin.
  • Bei der SP zeigen beide bestehenden Nationalräte Ambitionen für andere Ämter: Yvonne Feri kämpft aller Voraussicht nach auch im zweiten Wahlgang gegen Jean-Pierre Gallati um den freien Regierungsratssitz. Entscheidet sich auch Cédric Wermuth dazu, im zweiten Ständeratswahlgang anzutreten, könnte es wie bei der SVP zu zwei vakanten Nationalratssitzen kommen.

    Würde nur Feri oder nur Wermuth gewählt, rückt Simona Brizzi nach. Die Ennetbadenerin holte nach Gabriela Suter am viertmeisten Stimmen (28'652).

    Komplizierter würde es bei der Besetzung des zweiten freien Nationalratssitzes. Denn am fünftmeisten Stimmen holten sich gleich zwei Kandidatinnen: Sowohl die Aarauerin Lelia Hunziker wie auch Carole Binder aus Magden kamen auf 23'134 Stimmen. In diesem Fall würde das Los entscheiden, ob Hunziker oder Binder nachrückt, erklärt Regierungsratssprecher Peter Buri. Die Ziehung obliegt gemäss Gesetz dem Landammann. Da Urs Hofmann allerdings selbst der SP angehört, tritt der Landstatthalter laut Buri an seine Stelle. Gäbe es eine Doppelvakanz im Nationalrat würde also Markus Dieth das Los ziehen, das zwischen Lelia Hunziker und Carole Binder entscheidet. 
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