Ida Glanzmann mit Spitzenresultat gewählt: «Die CVP ist die heimliche Siegerin»

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Im Restaurant Brauerei in Altishofen wurde am Sonntagabend mit rund 30 Personen gefeiert. Die wiedergewählte CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann (rechts) mit Gatte Walter. Links CVP-Kandidatin Inge Lichtsteiner aus Egolzwil mit Partner Hansjörg Wyss. (Bild: Eugen Bader)

Ida Glanzmann war vor dem Wahlsonntag leicht nervös. «Es ist schon speziell, wenn man nicht weiss, ob man seine Arbeit fortsetzen darf», sagte sie am Freitag. Sie darf. Und die Altishoferin hat erneut ein Glanzresultat geholt. Die Vizepräsidentin der CVP Schweiz wurde von der Luzerner Bevölkerung mit dem besten Resultat der CVP-Nationalratskandidaten gewählt (37 217 Stimmen) und schnitt auch schweizweit in ihrer Partei am besten ab. «Ich führe es darauf zurück, dass ich schon lange dabei bin. Man kennt mich. Zudem bin ich gut vernetzt im ganzen Kanton Luzern», sagt sie. «Die CVP hat einen Rieseneffort in diesem Wahlkampf gemacht, und er hat sich ausbezahlt», fügt die Nationalrätin hinzu, «der Sonntag war ein Supertag für mich.» Glanzmann führt den kantonsweiten Gewinn von 1,6 Prozent Wähleranteil der CVP auch auf die vielen Unterlisten zurück, welche mithalfen, überall weitere Stimmen zu sammeln. Ida Glanzmann bleibt die einzige Vertreterin des Wahlkreises Willisau in Bern. Dieser ist angesichts seiner Bevölkerungszahl untervertreten. Von den auf dem Land traditionell starken Parteien konnte die CVP diesmal ihre Sitze halten, während FDP und SVP Mandate verloren. Die CVP kommt dank ihrem Zugewinn im Kanton neu auf einen Wähleranteil von 25,5 Prozent. Die FDP verlor dagegen 2,9 Prozent (neu 15,55 Prozent), die SVP sogar 3,7 Prozent (neu 24,75 Prozent).

Glanzmann bedauert, dass die SVP- und FDP-Nationalräte Felix Müri und Peter Schilliger abgewählt wurden. «Wir hatten unter den zehn Vertretern Luzerns immer Kontakt.» Doch bestimme natürlich das Wahlvolk. Sie stellt fest, dass man heute viel mehr arbeiten müsse, um seine Stimmenzahl behalten zu können. Den grösseren Frauenanteil im National- und im Ständerat findet Ida Glanzmann gut. «Die CVP konnte sich beim Frauenanteil ebenfalls steigern, wenngleich ein Verhältnis von 50:50 noch nicht erreicht ist.» Sie sei gespannt, ob sich diese Verschiebung in einem anderen Umgang miteinander im Parlament äussere – oder im Gegenteil.

CVP wird noch stärker die Mehrheitsbeschafferin sein

Obwohl die grünen Parteien am meisten Sitze zulegen konnten, bezeichnet Glanzmann die CVP als «heimliche Wahlsiegerin». «SVP und FDP hatten in der letzten Legislatur mit 101 Stimmen die Mehrheit.» Am Sonntag haben die zwei Parteien diese verloren. «Die CVP wird in der nächsten Legislatur bestimmen, in welche Richtung es geht und das Zünglein an der Waage spielen.» Am Montag hat sich das nationale CVP-Präsidium getroffen und die Zahlen analysiert: Weder die Bürgerlichen noch die Linken hätten mit den Grünliberalen eine Mehrheit. «Sie brauchen immer uns.» Sollen die Grünen neu im Bundesrat vertreten sein? Diese Diskussion werde stattfinden, sagt Glanzmann. Einen Bundesrat abzuwählen sei aber kein schönes Szenario – sie erinnert an Ruth Metzler und Christoph Blocher. Im Moment wolle kein Bundesrat aufhören. Bei einer Vakanz könne man über diese Frage diskutieren.

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