Spektakuläre Hauptübungen der Feuerwehren Aarburg, Kölliken und Rothrist

231019_reg_feuerwehr_rothrist_Atemschutz Rettung1.jpg
Ein Atemschützer der Rothrister Feuerwehr (l.) führt eine gerettete Person aus dem brennenden Haus, die anderen machen sich bereit zum Einsatz. (Bild: Alfred Weigel)
231019_reg_feuerwehr_koelliken.JPG
Der erste Eingeschlossene konnte von der Kölliker Feuerwehr gerettet werden. (Bild: tiz)
231019_reg_feuerwehr_aarburg1.jpg
Der Atemschutz der Aarburger Feuerwehr bereitet sich auf seinen Einsatz vor. (Bild: Heinz Hug)

Die Kölliker Feuerwehr zeigte eine spannende Hauptübung

Ein brennendes Auto an einer Zapfsäule, vom Feuer Eingeschlossene und eine vermisste Person gehörten zum Szenario der Hauptübung.

Ein Auto, das an einer Tankstelle steht und Feuer fängt, dürfte für viele ein besonderes Schreckensszenario sein. Anlässlich der Hauptübung der Feuerwehr Kölliken traf dieses Szenario ein. Es dürften gut 100 Personen gewesen sein, die sich trotz Dauerregen auf dem Areal der Bachmann Transporte an der Mühlegasse 7 versammelt hatten, um sich die Hauptübung anzusehen. Mit einem heftigen Knall und einer anschliessend verwirrt umherirrenden Frau startete die Übung. Wenige Minuten danach fuhren die ersten Einsatzfahrzeuge vor. Von diesem Moment an war der Einsatzleiter Ramon Eberle der gefragteste Mann auf dem Platz. Die Befehle von ihm kamen kurz und präzise. Schnell wusste jeder, der bei ihm vorsprach, was er zu tun hatte. Wasserschläuche wurden verlegt, das brennende Auto gelöscht, ein Hydroschild erstellt, um die Flammen daran zu hindern, aufs Haus überzugreifen, Leitern gestellt, um die eingeschlossenen Personen zu retten und die umherirrende Frau konnte mittlerweile auch an die Rettungsdienste übergeben werden.

Wasser ist eigentlich der Freund der Feuerwehren. Der Dauerregen stellte sich aber für verschiedene auszuführende Arbeiten als nicht zu unterschätzendes Erschwernis heraus. So war es ungleich schwieriger eine Leiter aufzustellen und sie richtig zu positionieren. Auch die Wasserfassung im viel Wasser führenden Dorfbach war nicht ganz so einfach, und die Einträge der Journalführung drohten Maya Lindegger auch einfach wegzuschwimmen. Trotz aller Erschwernisse konnte Übungsleiter Remy Schwarz ein positives Fazit ziehen. Es gibt immer Details, die verbessert werden können. Schwarz bedankte sich bei der Feuerwehr EntfeldenMuhen für die Mithilfe, bei allen Feuerwehrleuten für den Einsatz und bei den Zuschauern für ihr Interesse. Alle waren zum Schluss zu Wurst, Brot und Getränken eingeladen. (tiz)

Aarburger Feuerwehr für kommende Aufgaben gewappnet

Die Aarburger Feuerwehr erhält ein gutes Zeugnis bei der Hauptübung.

Während früher bei einem Brand die Glocken läuteten und Meldeläufer durchs Dorf liefen, hatten es die Verantwortlichen der Aarburger Feuerwehr wesentlich einfacher, ihre Leute für die Hauptübung aufzubieten: Sie schrieben eine E-Mail. Bei der Hauptübung erfolgt nämlich keine Alarmierung, der Zeitpunkt ist bekannt, das Übungsobjekt jedoch nicht.

Bei der Hauptübung geht es in erster Linie darum, das Zusammenspiel aller Abteilungen der Feuerwehr zu üben, werden doch während des Jahres die Abläufe meist abteilungsintern trainiert. Die Übungsleiter kontrollieren die Schnittstellen, den Umgang der Mannschaft mit dem zur Verfügung stehenden Material sowie das Führungsverhalten des Kaders und der Gruppenführer.

Vor dem Depot orientiert der Ausbildungsverantwortliche, Marco Eggenschwiler, dass an der Bahnhofstrasse in Aarburg in einer Küche ein Brand ausgebrochen sei. Bald ist der Einsatzleiter, Vizekommandant Marc Oesch, vor Ort und nimmt beim ehemaligen Gasthof Falken einen ersten Augenschein und trifft entsprechende Entscheidungen. Aus dem Fenster der Küche tritt Rauch aus, das Treppenhaus ist ebenfalls voller Rauch. Der Rauch hat Bewohnern des Hauses den Fluchtweg abgeschnitten. Sie stehen an den Fenstern anderer Räume und rufen um Hilfe.

Als erstes Fahrzeug trifft das Tanklöschfahrzeug ein, die ersten Leitungen werden angehängt, die Leiter abgeladen. Die Verkehrsgruppe sperrt die Bahnhofstrasse einseitig und regelt den Verkehr. Zwei Atemschutztrupps dringen in das Gebäude ein und retten eine stark hustende Person aus dem Gebäude. Die sonst unverletzte Person wird der Sanität übergeben, welche beim «Central» ein Verwundetennest eingerichtet hat und dort die geretteten Personen betreut. Über Leitern werden weitere Personen evakuiert. Auch diese erhalten bei der Sanität eine Erstbetreuung. Der Atemschutz hat inzwischen das Feuer in der Küche erfolgreich bekämpft und mit einem Gebläse den Rauch aus dem Treppenhaus geblasen. Nach rund 50 Minuten kann Einsatzleiter Oesch das Ende der Übung verkünden.

Bei der Übungsbesprechung kann Marco Eggenschwiler den 55 anwesenden Angehörigen der Feuerwehr ein gutes Zeugnis ausstellen und ein positives Fazit ziehen: Sowohl die Mannschaft als auch das Kader haben gut gearbeitet. Dennoch gibt es einige Dinge, die verbessert werden müssen. Diese werden in die Ausbildungsplanung für das kommende Jahr aufgenommen.

Zwei Gemeinderäte und einige Zuschauer haben das Geschehen mit Interesse verfolgt und gesehen, dass die Feuerwehr Aarburg einen guten Ausbildungsstand hat und für kommende Aufgaben gewappnet ist. (hha)

Rothrist: Kooperation der Feuerwehren ist im Ernstfall ausschlaggebend

Ein Mehrfamilienhaus an der Ecke Alte Aarburgerstrasse und Kieferweg in Rothrist entpuppte sich als Albtraum für die Feuerwehr.

Das Feuer brach in den Kellerräumen eines abbruchreifen Gebäudes aus, in dem Jugendliche noch in den Morgenstunden eine rauschende Party feierten. Eine glimmende Zigarette, achtlos im Abfalleimer entsorgt, könnte die Ursache sein. Der Grossbrand breitete sich schnell auf die oberen Stockwerke aus. Die Feuerwehr Rothrist forderte umgehend Nachbarschaftshilfe von der Feuerwehr Vordemwald an. Das Übungsszenario in dem alten Gebäude mit engen Treppenstiegen, versperrten Fluchtwegen und starker Rauchentwicklung forderte die Einsatzkräfte heraus.

«Alle Einheiten haben gut miteinander kooperiert und die Übungsziele erfüllt», resümierte Übungsleiter Stefan Schnyder. «Rückmeldungen an die Einsatzleiter erfolgten umgehend, Gruppenleiter und Mannschaften kannten ihre Aufträge.» Als Herausforderung wären die komplexe Personenrettung und der Wassertransport festzuhalten. Eine rund 600 Meter lange Schlauchleitung wurde vom Rotkanal, Höhe Wasserrad, zum Tanklöschfahrzeug am Einsatzort gelegt. Zu optimieren gäbe es immer etwas: Der Lüfter hätte schneller zum Einsatz kommen können, so der Einsatzleiter.

In seinem Schlussrapport lobte Kommandant Hansi Weber die zehnjährige Erfolgsgeschichte der Firstresponder-Gruppe. Zu 75 Einsätzen wurde sie im vergangenen Feuerwehrjahr gerufen. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Rothrist seit der letzten Hauptübung 130 Einsätze mit total 1226 Einsatzstunden, davon zwei Grossbrände, fünf mittlere und vier kleine. Sechs Mal musste sie zu Bienen-/Wespen-Einsätzen und drei Tier- sowie zu zwei Personenrettungen ausrücken. Speziell unter die Haut sei dem Kommandanten der Grossbrand im Bezirksschulhaus gegangen. Schüler und Lehrpersonen konnten unversehrt das Schulgebäude verlassen. Bereits am Nachmittag konnten zum Leidwesen der Schülerinnen und Schüler die Unterrichtsstunden fortgesetzt werden.

Der seit 1. August für das Ressort Sicherheit inklusive Feuerwehr zuständige Gemeinderat Philipp Steffen bezeichnete die Feuerwehr als grosse Familie: «Alle sind füreinander da.» Wie das in der Praxis aussieht, zeigte das gemeinsame Mittagsessen mit traditioneller «Gnagisuppe» im Feuerwehrmagazin. Elf neue Frauen und Männer traten während des Jahres der Feuerwehrfamilie bei.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
freiwillige Helfer/-innen, 5116 Schinznach, Mitarbeiter,
Teilzeit-Allrounderin, ,
Wir bieten Teilzeit, ,
Hohenlinden
Fachmann/-frau Betriebsunterhalt, 4500 Solothurn, Mitarbeiter, Solothurn
Leiter Lager, Mitarbeiter,
Quickmail AG
Nebenverdienst Briefzusteller, 9001 St. Gallen, Mitarbeiter, St.Gallen
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Regio4Fun
The Gospel Family Zofingen
Partner