Die 2.-Liga-Bilanz nach der Vorrunde: Nur ein Team hat die Kurve gekriegt

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Ardijan Kqira (links) kann mit «seinem» FC Rothrist auf eine gelungene Vorrunde zurückblicken, während der FC Oftringen und Kenan Mujanovic (rechts) in der Winterpause über die Bücher müssen. (Bild: Otto Lüscher)

Es war ein Erfolg mit Signalwirkung: Am 7. September weist der FC Rothrist zuhause den stark aufspielenden Aufsteiger aus Schönenwerd-Niedergösgen mit 6:0 in die Schranken. Für die Rothrister beginnt damit ein Höhenflug, der letzten Samstag im 2:0-Sieg – dem sechsten in Serie – bei Leader Lenzburg gipfelte und sie bis auf den zweiten Tabellenplatz beförderte. «Es war eine gelungene Vorrunde», fasst Captain Ardijan Kqira das Herbstpensum zusammen. Daran ändere auch die Niederlage im Nachtragsspiel gegen Gränichen nichts.

Ohnehin sei der schlechte Start in die Meisterschaft mit drei Niederlagen in den ersten vier Partien längst vergessen. «Wir haben zu Beginn nicht unbedingt schlechter gespielt. Uns hat einfach das nötige Wettkampfglück gefehlt und viele Spieler weilten noch in den Ferien», begründet Kqira den holprigen Auftakt. Nicht zuletzt dank der Rückkehr von Dejan Skopljak, der nach seinem kurzen Intermezzo beim FC Langenthal Ende August zum FCR zurück wechselte, habe man die Kurve gekriegt. «Mit Dejan haben wir viel defensive Stabilität gewonnen», sagt Kqira.

Die Winterpause möchte der 24-jährige Hägendörfer für eine saubere Vorbereitung nutzen, um im März nicht nochmals den gleichen Fehler zu begehen. «In der Rückrunde wollen wir von Beginn an unser Potenzial ausspielen», sagt Ardijan Kqira, «abgerechnet wird dann am Schluss.»

Unglückliche Niederlagen nagten am Selbstvertrauen
Den entgegengesetzten Verlauf nahm die Vorrunde für den FC Kölliken. Die Mannschaft von Trainer Marco Wüst legte mit zehn Punkten aus vier Spielen einen ausgezeichneten Start hin, bis mit der 3:5-Niederlage in Othmarsingen der Bruch folgte. Aus den restlichen acht Partien resultierten nur noch sieben Zähler, weshalb Captain Marco Werthmüller die Vorrunde als durchzogen taxiert. «Wir haben mehrere unglückliche Niederlagen kassiert. Das hat an unserem Selbstvertrauen genagt, denn einige Partien hätten wir genauso gut gewinnen können», sagt er und weist neben dem Duell mit Othmarsingen auf die Vergleiche mit Fislisbach (1:2), Mutschellen (3:3) und Gontenschwil (2:3) hin, bei denen Kölliken jeweils eine Führung preisgab.

Weil die Verletztenliste während der Misere immer grösser wurde, sei es schwierig gewesen, wieder auf die Erfolgsspur zu finden. «Die Präsenz im Training hat abgenommen, weshalb die Einheiten weniger intensiv waren als gewohnt», so Werthmüller. Umso glücklicher ist der Mittelfeldspieler, dass im letzten Spiel vor der Winterpause Suhr mit 5:2 gebodigt wurde. «So konnten wir den Abstand zum Strich halten und die Vorrunde mit einem positiven Gefühl abschliessen», sagt Marco Werthmüller.

Schwung aus dem Frühling bremste schon früh ab
Von einer Vorrunde zum Vergessen kann man beim FC Oftringen sprechen. Nur ein Sieg und zwei Unentschieden erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Giuseppe Aversa, weshalb sie folgerichtig als 2.-Liga-Schlusslicht überwintert. «Uns haben wichtige Spieler wegen Ferien oder Verletzungen gefehlt», begründet Captain Pascal Wälti die ungenügende erste Saisonhälfte. Ausserdem seien er und seine Mitspieler öfters von Anfang an nicht bereit gewesen. «Und in den Partien, bei denen es uns besser lief, haben wir die Tore nicht gemacht», sagt Wälti.

Der sportliche Tiefflug bremste den Schwung aus der erfolgreichen Rückrunde der vergangenen Saison früh ab. Der 27-jährige Aarburger ist aber zuversichtlich, was die Rückrunde betrifft. «Wir haben letzte Saison nach einer ähnlichen Vorrunde den Klassenerhalt dennoch geschafft», sagt Pascal Wälti, «das ist momentan die einzige positive Erkenntnis.»

Ein Dämpfer zum Abschluss
Der FC Rothrist hat gestern Abend die Vorrunde mit einem Dämpfer abgeschlossen. Die Mannschaft von Trainer Oscar Muino verlor das Nachtragsspiel gegen den FC Gränichen zuhause mit 0:1. Das entscheidende Tor erzielte Khaled Assoussi in der 54. Minute, als die Rothrister einen Ball nicht aus der Gefahrenzone spedieren konnten und Assoussi diesen schliesslich in die rechte Ecke schlenzte. «Die Niederlage ist nicht zwingend, wir hätten unsere vielen Chancen nützen müssen», haderte Muino mit dem Pech im Abschluss. Die Pleite vermag seine Vorrundenbilanz indes nicht zu trüben. «Wir dürfen auf jeden Fall zufrieden sein», sagte er.

Rothrist - Gränichen 0:1 (0:0)
Stampfi. – 100 Zuschauer. – SR: Fleischli. – Tor: 54. Assoussi 0:1.
Rothrist: Kay Trost; Fernandes Dionisio, Ajdari, Skopljak, Kqira; Emmenegger, Kastrati, Brahimi, Popaj; Hasanramaj, Karaboga.
Gränichen: Fries; Pitaqaj, Sejdiu, Andrä; Egli; Muscia, Müller, Züllig, Salzmann; Assoussi; Bayazi.
Bemerkungen: Rothrist ohne Mikalay, Andelic, Jusufi (alle Aufbau), Merdanovic, Falzarano (beide Beruf), Wullschleger, (2. Mannschaft), Babele, Pichierri, Sommer (alle Ferien), Conz (Schule) und Giannoudis (verletzt). Gränichen ohne Seja Ettle (krank), Müller, Sinisterra (beide verletzt), Dominik Trost (Beruf) und Robin Ettle (rekonvaleszent)– 90. Abseitstor Skopljak.

Alle Resultate und die Tabelle finden Sie hier.

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