Energie gespart, Klima geschont – und die Textilien leben länger

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Ziehen am gleichen Duvet für eine verbesserte Ökologie (v. l.): Geschäftsführer Lindenhof, Ralph Bürge, Michele Pacifico von der Chemie AG und Markus Schmid, Geschäftsleitung der Hepro AG. Bild: Regina Lüthi

Ein ökologischer Weg wird im Lindenhof schon lange beschritten. «Mit der Holzschnitzelheizung und der Grauwasser-Nutzung wird die Denkweise bereits gelebt. Die nächste Innovation war der Umbau der Wäscherei. Ab sofort dürfen wir das EU-Ecolabel führen», sagt Lindenhof-Geschäftsführer Ralph Bürge. Solche Investitionen sind nicht sichtbar, dafür umso nachhaltiger – und vor allem verringern sie den ökologischen Fussabdruck.

Die Waschmaschinen, Tumbler und die zugehörigen Waschmittel kommen aus der Schweiz. Markus Schmid, Geschäftsleiter der Maschinenlieferantin Hepro AG, betont: «Um in der Entwicklung weiterzukommen, braucht es eine Plattform zum Testen. Die haben wir mit dem Lindenhof gefunden.» Nur im Labor sei ein solches Projekt nicht umsetzbar, bestätigt Michele Pacifico, Verkaufsleiter der Chemie AG, die die Waschmittel liefert. «Um zu sehen, wie die Kombination aus Maschine und Waschmittel funktioniert, braucht es reale Bedingungen.»

Sicherheitskriterien für Feuer- wehr und Labor werden erfüllt

Im Lindenhof wird schon seit längerem nicht nur die täglich anfallende Wäsche von rund 500 Kilo gewaschen und gebügelt. Möglich ist auch die Reinigung von kontaminierter Bekleidung wie die des Labors der Firma Omya und der Oftringer Feuerwehr. Die müssen auch nach der Reinigung Sicherheitskriterien erfüllen. Das war zwar schon immer gewährleistet, geht jetzt aber noch besser. Es geht nicht nur um Sauberkeit, sondern um Tiefenreinigung. Gerade in Pflegeheimen fällt viel Wäsche an, die besonders behandelt werden muss. Die kann jetzt noch schonender gewaschen werden, Verträglichkeit und Ergebnis konnten noch einmal gesteigert werden. Das Umdenken wurde nicht von einem schwedischen Mädel beeinflusst, das neuerdings in aller Munde ist. Die Modernisierung der Waschküche wurde bereits im September 2018 in Angriff genommen. Es brauchte mehr als acht Monate Planungs- und Testphasen, bis das Projekt nun lanciert werden konnte – die Erreichung des EU-Ecolabels inklusive. Es wurde viel investiert, aber die Möglichkeiten sind vielfältig und erstaunlich.

Was gewöhnlich bei 95 Grad Celsius in knapp zwei Stunden bei einem Verbrauch von 265 Liter Wasser und sechs Kilowattstunden Energie gewaschen wurde, funktioniert jetzt mit erheblich niedrigeren Verbrauchswerten. So wird auch kontaminierte Wäsche im Niedertemperaturverfahren sauber. Soll heissen: nur noch 50 Grad warmes Wasser, bei einer Zeitersparnis von 30 Prozent, 60 Prozent weniger Energieverbrauch und 30 Prozent weniger Wasserverbrauch. Das hochwirksame Flüssigwaschmittel könnte selbst dem Norovirus bei 40 Grad den Garaus machen. Die Kleidung kann während des Waschvorgangs bereits imprägniert werden, im Tumbler wird dies aktiviert. «Unsere Spitex-Fleecejacken sind so sogar wasserdicht», sagt Ralph Bürge. Dass die Waschmittel zu 100 Prozent biologisch abbaubar und chlorfrei sind, ist selbstverständlich. Und: Dank der schonenden Behandlung leben auch die Textilien länger.

Die Lindenhof-Philosophie, wonach alles, was intern gemacht wird, auch externen Kunden zur Verfügung steht, vergrössert den Wirkungskreis des ökologischen Projekts. Nicht nur alle Kundinnen und Kunden, die noch zu Hause leben und vom Lindenhof versorgt werden, kommen in den Genuss von blitzsauberer Wäsche, sondern alle können sich davon überzeugen. Vom Hemd bis zum Duvet wird alles gewaschen. Durchschnittlich dauert ein Auftrag zwei bis drei Arbeitstage. Eine Spezialaktion, die der Lindenhof bis Ende November anbietet, soll den Gedanken des ressourcenschonenden Arbeitens nach aussen tragen. (rwi)

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