Das KV kehrt im Sommer 2020 nach Zofingen zurück

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Hier, im Bildungszentrum BZZ Zofingen, zieht 2020 die Berner Privatschule Feusi ein. Bild: ran (August 2018)

Im Frühjahr 2019 hat der Aargauer Regierungsrat das neue Standortkonzept Berufsfachschulen aufgegleist. Für Zofingen war es ein herber Schlag: Die Berufsfachschule Zofingen verlor ihre KV-Abteilung. KV-Lernende aus der Region müssen künftig die kaufmännische Berufsfachschule Aarau besuchen.

Der Wirtschaftsförderer der Region Zofingen, Andreas C. Brändle, wollte den Entscheid aus Aarau nicht einfach so stehen lassen. «Die KV-Ausbildung ist ein integraler Bestandteil eines Bildungsstandortes. Der kaufmännische Beruf wird auch in Zukunft gefragt sein, er wird sogar noch wichtiger und anspruchsvoller», sagt er. «Kaufmännischen Berufe werden weniger ausführende, sondern mehr koordinierende, analytische und strategische Aufgaben umfassen.»

Brändle ging auf die Suche, um die Lücke wieder zu füllen – und war erfolgreich: Ab Sommer 2020 wird das private Berner Feusi Bildungszentrum AG eine kaufmännische Ausbildung in Zofingen anbieten. «Nach diversen Gesprächen mit Politik, Verwaltung und Schulen hat das Bildungsdepartement vor kurzem der Feusi AG die Bildungsbewilligung für die Kaufmännische Grundbildung für den Standort Zofingen erteilt.» Damit wird ab Sommer 2020 die KV-Abteilung im Bildungszentrum Zofingen durch eine Privatschule weitergeführt.

Die Feusi Bildungszentrum AG ist eine anerkannte und inhabergeführte Privatschulgruppe mit Sitz in Bern. Ihre Angebotspalette ist breit: Sie führt unter anderem Kitas, Kindergärten, Primar-, Sekundar- und Handelsschulen, Maturitäts- und Sportschulen. Sie gilt als führende Bildungsanbieterin mit anerkannten Abschlüssen. Seit 1952 hat das Unternehmen mehr als 150 000 Absolventinnen und Absolventen auf ihrem Bildungsweg begleitet. In Zofingen wird Feusi die Handelsschule für Kaufleute mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) anbieten. Neben dem Schulunterricht machen die Lernenden Erfahrungen in national und international tätigen Unternehmen und in einem von Feusi vermittelten einjährigen Praktikum. Sie haben zudem die Möglichkeit, sich in zusätzlichen Kursen auf internationale Sprachdiplomprüfungen vorzubereiten. Die dreijährige Ausbildung kostet rund 30 000 Franken.

Diese Ausbildung entspricht der bisherigen Grundbildung Kauffrau/Kaufmann EFZ der Berufs- und Weiterbildung Zofingen, obwohl das Lehrprogramm etwas unterschiedlich ist: Während beim staatlichen KV die Lernenden über drei Jahre jeweils ein bis zwei Tage pro Woche in die Schule gehen, drücken die Feusi-Schüler in den ersten zwei Jahren vollzeitlich die Schulbank. Im dritten Lehrjahr absolvieren sie dann ein zwölfmonatiges Praktikum. «Dieses Programm bringt für die Lernenden wie auch den Praktikumsbetrieb viele Vorteile und erhöht für die Lernenden die Chancen am Arbeitsmarkt», sagt Wirtschaftsförderer Brändle. Ein Weiterausbau des Feusi Schulungsangebotes ist geplant: «In erster Priorität wird die Berufsmatura folgen», so Brändle weiter.

Für Lernende aus der Region Zofingen-Olten

Niederlassen wird sich Feusi im Bildungszentrum BZZ an der Berufs- und Weiterbildung Zofingen. Damit hilft das Unternehmen auch mit, frei gewordene Räume wieder neu zu nutzen. Die neue KV-Ausbildung soll sich nicht auf Schülerinnen und Schüler aus dem Aargau beschränken. Auch Lernende aus der gesamten Wirtschaftsregion Zofingen-Olten sollen die Handelsschule besuchen können, konkret solche aus dem Wiggertal, dem Oberaargau und dem solothurnischen Thal und Gäu. «Mit dieser Lösung zeigen die Stadt Zofingen und das Feusi Bildungszentrum Bern, dass unser föderalistisches System sehr wohl kreative, regional verbindende Lösungen zulässt», sagt Andreas C. Brändle.

In Zofingen stösst die Nachricht auf ein durchweg positives Echo. FDP-Grossrätin Sabina Freiermuth, die für die Erhaltung des KV-Standortes gekämpft hatte, freut sich: «Der Einsatz der Wirtschaftsförderung hat sich gelohnt. Bildungspolitik ist eben immer auch Wirtschaftspolitik!» Herbert H. Scholl, ihr Parteikollege im Grossen Rat, sagt: «Jetzt geht der Bildungscampus Zofingen dank der privaten Initiative gestärkt aus der kantonalen Standortdiskussion hervor.» Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger meint: «Ich bin überzeugt, dass das Angebot wegen der ausgezeichneten verkehrstechnischen Anbindung der Stadt Zofingen auch von Lernenden von ausserhalb der Region genutzt werden wird.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Private KV-Schule

Walter Weber Berufsschullehrer Brittnau
schrieb am 04.11.2019 09:13
Bravo Mättu !

Kein Ersatz und sehr Teuer

Mättu
schrieb am 04.11.2019 07:38
Hier wird keine Lücke geschlossen. Die private KV-Schule lässt sich nicht mit der staatlichen KV-Gewerbeschule vergleichen. Eine Person die in der Region eine KV-Lehre macht, geht genau gleich neu nach Aarau und nicht nach Zofingen. Die hier gepriesene Schule ist eine Privatschule und die Personen die da die KV-Ausbildung machen, zahlen sehr viel Geld und haben in der Regel keine Lehrstelle gefunden. Ich weiss nicht, wieso das hier so hochgelobt wird, aber ein Ersatz ist es definitiv nicht.
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