Rothenburg wird zum Sicherheitshotspot

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Finanzdirektor Reto Wyss (links) und der Luzerner Regierungspräsident Paul Winiker auf dem Gelände beim Bahnhof Rothenburg. Bilder: zvg
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Eine Visualisierung des geplanten Gebäudes.

Das Volk wird 2023 über das geplante «Sicherheitszentrum Rothenburg» abstimmen. 2028 soll es eröffnet werden. Es soll Teile der Luzerner Polizei, Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz sowie das Veterinäramt unter einem Dach vereinen. Rund 260 Mitarbeiter.

Die Regierung schätzt die Kosten für das Sicherheitszentrum auf 91 Millionen Franken. Diese Investition sei «zweifellos ein grosser Brocken», sagte der Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss laut Medienmitteilung an der Projektpräsentation vom Montag in Rothenburg. Aber: «Dieses Projekt ist in der mittel- und langfristigen Finanzplanung seit längerem enthalten und darum finanzierbar», wird der Finanzdirektor zitiert. Der Finanzhaushalt des Kantons lasse dank des Erfolgs der Finanzstrategie wieder mehr Gestaltungsspielraum zu.

Regierung sieht grossen Handlungsbedarf

Heute befänden sich die drei Dienststellen in ungeeigneten, veralteten, zu kleinen oder gekündigten Standorten», heisst es in der Medienmitteilung. Akut sei der Handlungsbedarf bei der Sicherheits- und Verkehrspolizei. Der Stützpunkt Sprengi bei der A2-Ausfahrt Emmen Nord sei massiv überbelegt. Die Infrastruktur wie auch die Räumlichkeiten seien veraltet und genügten den heutigen Bedürfnissen in keiner Weise. Ausserdem würden zugemietete Flächen vom Bundesamt für Strassen wegen Eigengebrauchs per 2023 gekündigt. Die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz befindet sich heute an der Meyerstrasse in Luzern, das Labor an der Vonmattstrasse. Wegen mangelhafter Sicherheit und einem «völlig veralteten Laborgebäude» komme es immer wieder zu Betriebsausfällen.

Laut Paul Winiker gibt es keine Alternative

Regierungspräsident Paul Winiker fasste an der Medienorientierung gestern den Bedarf für die verschiedenen Aspekte des staatlichen Sicherheitsauftrags so zusammen: «Wir haben zwingenden Handlungsbedarf. Wir müssen handeln. Wir sind alternativlos.»

In Rotenburg Station verfügt der Kanton über eine grosse Landreserve mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan. Das Grundstück liegt an der Wahligenstrasse, direkt am A2-Anschluss neben dem Bahnhof, der auch von mehreren Buslinien angefahren wird. Der Standort ist für die Kantonsregierung ein «Jackpot», weil einfach alles stimme.

Die projektierte Geschossfläche beträgt 26 000 Quadratmeter. Platz wird es haben für die Luzerner Polizei mit rund 200 Mitarbeitern, die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz sowie den Veterinärdienst mit je rund 30 Mitarbeitenden. Es bleibt eine Flächenreserve von 17 000 Quadratmeter übrig. Vorgesehen ist, dass 2020 der Planerwettbewerb stattfinden wird, damit 2022 das Bauprojekt und der Kostenvoranschlag dem Parlament vorgelegt werden können.

Volksabstimmung frühestens 2023

Die Volksabstimmung ist für 2023 geplant, läuft alles nach Wunsch für die Regierung, soll das neue Sicherheitszentrum 2028 in Betrieb genommen werden.

Der Rothenburger Gemeinderat Michael Riedweg sagte an der Medienkonferenz, dass es seitens der Standortgemeinde keine planerischen Hürden gebe. «Wir als Behörde freuen uns über die Pläne des Kantons. Rothenburg wird gerne zum kantonalen Hotspot Sicherheit.»

Nach Rothenburg werden die Verkehrspolizei, das Polizei-Kommando mit Stab, die Personalabteilung, der Bereich Planung und Einsatz sowie Teile von Technik und Logistik ziehen. Die Kriminalpolizei verbleibt an ihrem Standort im Hochhaus an der Kasimir-Pfyffer-Strasse in Luzern. (sda/ben)

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