Hauptsache, man zockt den Bürger ab

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Steingärten, betonierte Rasenflächen oder Sträucher aus Plastik scheinen in Brittnau schon bald Hochkonjunktur zu haben. So eröffnet uns die Einladung zur Gemeindeversammlung vom 18. November, dass neue Gebühren für den Grünabfall geplant sind, obwohl der Ertragsüberschuss der Gemeinde mehr als 200'000 Franken beträgt.

Irgendetwas scheint falsch zu laufen, denn gleichzeitig sinken die Kosten für den normalen Güsel. So eine Art umgekehrte Lenkungsabgabe. Unter «Optimierungsmöglichkeiten für die Abfallbewirtschaftung» verstehe ich etwas anderes, als fantasielos neue Gebühren einzuführen, insbesondere weil das Endprodukt in Form von fruchtbarer Erde weiterhin kostenlos abgegeben wird. Nach dem neulichen politischen Linksrutsch erwarten uns ja schon bald überall neue Lenkungsabgaben, Gebühren oder Steuern. Da scheint sich die Behörde wohl gedacht haben, dass neue Gebühren für welkende Blätter noch im Trend stehen. Hauptsache, man zockt den Bürger ab. Da bleibt nur eins: Die Grünabfuhrgebühr an der Gmeind ablehnen und das Abfallreglement überarbeiten, oder den Garten der Natur überlassen, allenfalls zuschottern.

Patrick Vogt, Brittnau

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