Kontroverse um Gebühren für die Brittnauer Grüngutabfuhr

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In Zukunft soll die Abgabe von Grüngut auch in der Grube kostenpflichtig sein. Bild: Katrin Petkovic
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Rund 75 Minuten dauerte die Fragerunde am Informationsanlass über die Einführung von Gebühren für die Grüngutabfuhr in Brittnau. Knapp 40 Wortmeldungen im überfüllten Turnhallensäli beweisen, dass das Thema polarisiert. Doch um was geht es genau?

Bislang wurde die Grüngutabfuhr und die Kompostieranlage in der Grube in Brittnau aus den Kehrichtgebühren querfinanziert. Im Abfallreglement, das seit dem 1. Juli 2011 in Kraft ist, steht jedoch: «Die Finanzierung der gesamten Abfallbewirtschaftung erfolgt kostendeckend nach dem Verursacherprinzip.»

Dementsprechend erklärte Frau Gemeindeammann Hanna Kunz: «Wir ändern nicht das Reglement, sondern wir setzen es um.» Zeitgleich mit der Einführung von Grüngutgebühren will der Gemeinderat die Grundgebühr sowie die Kosten für die Kehrichtsäcke senken (siehe Tabelle). Hanna Kunz sprach von insgesamt 45 000 Franken weniger Einnahmen. «Von diesen Senkungen profitieren alle. Damit kommen wir der Bevölkerung entgegen», sagte Kunz.

Die Grube soll entlastet werden

Die Reaktionen am Infoabend zeigten deutlich, dass die Brittnauerinnen und Brittnauer durchaus bereit sind, Gebühren für die 32-malige Grüngutabfuhr pro Jahr zu bezahlen. Was sie jedoch stört, ist die Höhe der Beträge für die Vignetten sowie die Abgabegebühren in der Grube. «Ziel wäre eben, dass nur vereinzelt Grüngut in die Grube geliefert wird und vor allem die Abfuhren genutzt würden», so Frau Gemeindeammann. Ein Anwesender nannte diese Taktik «Verwässerung der ursprünglichen Idee der Grube».

Was viele der Anwesenden nicht nachvollziehen konnten, ist die Tatsache, dass der Gemeinderat auf der einen Seite Kosten generieren und auf der anderen diese wiederum einsparen will. Viele monierten, mit der Senkung der Kehrichtsäcke würde der Gemeinderat die Abfallproduktion fördern. Die Abfallkommission wollte jedoch damit einen Schritt auf die Bevölkerung zugehen. Weiter kämen mit dem Vorschlag des Gemeinderates praktische Probleme auf die Bevölkerung zu. So soll in Zukunft eine Pallettrolli-Waage in der Grube bestimmen, wie hoch der zu bezahlende Betrag ist. Dafür muss das Grüngut auf bestimmte Masse bereitgestellt werden. Schwierigkeiten sieht die Bevölkerung vor allem bei grossen Ästen und Ähnlichem. Auch die Jahresvignette, die um den Handgriff des Containers geklebt würde, sei nicht handlich, da Besitzer von mehreren Containern in Zukunft damit nur noch einen am Abfuhrtag an die Strasse stellen könnten.

Am 18. November an der Gemeindeversammlung fällt die definitive Entscheidung, ob der Gemeinderat das Reglement wie geplant umsetzen darf oder ob es bei der Höhe der Gebühren noch Anpassungen gibt. Bei einer kompletten Ablehnung des Unterfangens muss sich die Abfallkommission auf die Suche nach einer anderen Variante machen. Klar ist jedoch: Diese wäre um einiges teurer als der jetzige Vorschlag.

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