Rothrister Unternehmer zu Besuch bei der Hallwyler Unternehmungen AG

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Beim Rundgang durch den Hallwyler-Werkhof erklärten Mitarbeiter wie Heinz Lüthi (hinten r.) mit Freude ihre Tätigkeit. Bild. Emiliana Salvisberg

Rot, blau, türkis und hellgrün – die vier Farbsäulen stechen beim Eingang zum Werkhof der Hallwyler Unternehmungen AG ins Auge. In Rothrist hat das Familienunternehmen mit dem Neubau des Werkhofs seine vier Firmen unter einem Dach vereint. Seit eineinhalb Jahren arbeiten die 150 Mitarbeiter in den Baugeschäften Gebr. Hallwyler und Gottlieb Müller, dem Gartenbauunternehmen Rhodo und mit der Hasan Bautechnik einem Spezialisten für die Werterhaltung von Liegenschaften in und von der Rishalde aus. Vom Mechaniker über den Gärtnermeister bis zum Bauarbeiter und der Raumpflegerin sind 23 Berufe vertreten.

«Die Mitarbeiter stammen aus 14 Nationen», sagte Roland Hallwyler. Der Verwaltungsratspräsident der Hallwyler Unternehmungen AG war als Mitglied der Vereinigung Rothrister Unternehmungen (VRU) an der Reihe, seine Firma vorzustellen. Zweck der seit 50 Jahren bestehenden Vereinigung ist die Förderung der Beziehungen zwischen den Rothrister Unternehmungen und die Vertretung von deren Interessen gegenüber den Behörden.

«Vorher hatten wir separate Werkhöfe und Büros, doch ein gemeinsamer Standort macht Sinn, weil es die Kommunikation und die Logistikabläufe vereinfacht», betonte Roland Hallwyler. Er fuhr fort, dass das Augenmerk auf der Nachwuchsförderung liege und dass sie im Aargau einer der grossen Lehrbetriebe für Maurer seien. Neben der Weiterbildung der Mitarbeiter gibt die Firma auch immer wieder weniger begabten Schülern die Chance, eine Lehre zu machen. «Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter sind willkommen, ebenso liegt uns am Herzen, zu erfahren, wie zufrieden sie sind», sagte Roland Hallwyler und lud zum Rundgang. Die in zwei Gruppen aufgeteilten Teilnehmer erhielten Einblick in die Büros, Lagerräume und den Werkhof.

Von der Rishalde ging es anschliessend Richtung Roth-rister Waldhaus. In lockerem Rahmen war Zeit zum Austauschen und für die Generalversammlung. Wie Präsident Alexander Barth festhielt, zählt die Vereinigung Rothrister Unternehmer 37 Mitglieder. Neu dabei sind die Sanitas Trösch und die Krüger & Co. AG. Um dem Lehrlingsmangel entgegenzuwirken, will die Vereinigung im nächsten Frühling Abschlussklassenschüler einladen. In Gruppen können sie den von ihnen gewünschten Betrieb besichtigen. «Ein erstes Treffen mit Lehrern von Abschlussklassen und Personalverantwortlichen findet demnächst statt», erklärte Alexander Barth. Der Präsident informiert, dass die Vereinigung wiederum lokale gemeinnützige Organisationen mit 25 000 Franken unterstütze. Die Summe setzt sich aus den Sozialbeträgen der Unternehmen zusammen. Diese betragen jährlich 15 Franken pro Mitarbeiter. Daneben verrichtet jede Firma einen jährlichen Mitgliederbeitrag von 70 Franken. 2018 wurden unter anderem das Alters- und Pflegeheim Luegenacher, die Bibliothek, diverse Schulprojekte sowie der Skiclub bedacht.

Gedämpft optimistischer Blick ins Jahr 2020

Nach der GV hatten die Mitglieder das Wort. Das nach wie vor raue Wirtschaftsklima lässt die Vertreter verschiedener in Rothrist domizilierten Unternehmungen gedämpft optimistisch ins 2020 blicken. Von der Chemiebranche über das Gesundheitswesen bis zum Stahl- und Transportgewerbe – alle spüren den enormen Preisdruck seitens der Abnehmer.

Kleine Margen und unbefriedigende Erträge

«Vor allem hierzulande ist der Preiskampf enorm, dabei sind die Margen ohnehin schon teilweise extrem klein und deswegen die Erträge entsprechend unbefriedigend», sagte Thomas Engel, Eigentümer der Silfa, die Lacke und Farben jeglicher Art herstellt. Erschwerend komme dazu, dass die EU eine neue Chemikalienverordnung eingeführt hat. «Die Zulassung für ein Produkt kostet 1 Million Euro», erklärte Engel und stellte in Frage, welche Rohstoff-Hersteller, mit teilweise bis zu 3000 Produkten, dies künftig noch erfüllen können. Zudem spürt nicht nur seine Branche die Auswirkungen der schwankenden Weltpolitik, weil China Rohstoffe zurückhält. «Lieferfristen von vier bis zehn Monaten sind keine Seltenheit.»

Über 75 000 leerstehende Wohnungen schweizweit, mit dem grössten Anteil im Mittelland, bereiten dem Baugewerbe schon länger Kopfzerbrechen. «Die Bautätigkeit hat sich verlangsamt und sich graduell dem tieferen Bevölkerungswachstum der letzten Jahre angepasst», sagte Markus Strub, Geschäftsführer der Hallwyler AG. Unverständlich für ihn ist vor allem der ruinöse Konkurrenzkampf. «Dieser fordert uns stark.»

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