Hintergründige Gesichter und spezielle Objekte im Dialog

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An der Vernissage beteiligten sich (v. l.) die Künstlerinnen Gabriela Zürcher und Anna Kohler sowie Galerist Pitsch Geissbühler. Madeleine Schüpfer übernahm die Einführung in die Ausstellung. Bild: kbb

Galerist Pitsch Geissbühler konnte an der Vernissage ausserordentlich viele Interessierte begrüssen. Ihre Präsenz galt den beiden Zofinger Künstlerinnen Gabriela Zürcher (Gemälde) und Anna Kohler (Objekte). In den 35 Jahren ihres Bestehens waren in der Galerie Rahmenatelier schon viele einzigartige Ausstellungen zu sehen. Die aktuelle reiht sich in diese Tradition ein. Die Gesichter in den Bildern von Gabriela Zürcher geben Einblick in menschliche Schicksale und deren Auswirkungen im Aussehen. Anderseits erhalten in den Objekten von Anna Kohler alltägliche Gebrauchsgegenstände eine andere, sinnstiftende und witzige Auslegung ihrer Funktion. Zu einer weiteren Eigenart der Vernissage verhalf Barbara Schirmer mit ihrem Spiel auf dem Hackbrett. In den Eigenkompositionen war keine eigentliche Melodie erkennbar, wohl aber das Entstehen ständig neuer Klangfolgen.

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Mit den Bildern von Gabriela Zürcher, gemalt in Öl auf Holz oder Leinwand, unternehme man eine innere Reise, sagte Kulturjournalistin Madeleine Schüpfer in der Einführung zur Ausstellung. Zu erkennen seien alte, von der Vergänglichkeit gezeichnete Gesichter, und solche, die von Licht erhellt seien. Die Reihe der Bilder den Wänden entlang zeige, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte habe. Beim Betrachten dieser Gesichter handle es sich nicht um einen Spaziergang, sondern darum, dass man sich öffne für den Sinn des Lebens, dem man immer nachgehe und nie finde. Man treffe auf Emotionen, in dunklen Bildern auf Traurigkeit, erkenne, wie verletzlich und vergänglich unser Leben sei und erhalte Einblick in eine Seele, die sonst verschlossen bleibe. Einmalig sei in der Ausstellung auch die Ausstrahlung der von Licht erfüllten Naturbilder der Künstlerin. Man schaue in einen inneren, von Licht erfüllten Raum, wie man ihn liebe.

Kreativität in schlichter Schönheit

Anna Kohler fasziniere mit ihren verschiedenartigen Objekten, ganz unterschiedlich gestaltet und geschaffen, fuhr Madeleine Schüpfer fort. Filigran, fast zärtlich seien Fadengebilde und goldglänzende Verknüpfungen voller Intensität zu erkennen. Vorwiegend komme Papier und Ton zum Tragen. Die Materialien würden mit Pigmenten, Tusche und Blattgold bearbeitet. Sie strahlten spielerische Lebensfreude, Ruhe, Leichtigkeit und viel Schönheit in der Gestaltung aus.

Im Untergeschoss verfolgten die beiden Künstlerinnen eine besondere Spur. Sie spielten mit ihren Bildern, der Kontrast verschmelze zur Einheit, der Lebenskreis schliesse sich, nicht besitzergreifend, sondern alles offen lassend. «Für mich ist es eine der schönsten Ausstellungen, weil man dem Leben auf besondere Art begegnet, seiner Vergänglichkeit, seiner Geschichte, nicht im traurigen Sinn, sondern offen und berührend. Es ist eine Ausstellung, aus der man bereichert nach Hause geht.» Mit dieser Erkenntnis schloss Madeleine Schüpfer ihre Einführung.

Installationen offenbaren hintergründige Philosophin

Es sei noch hinzugefügt, dass die witzigen und fantasievollen Umwandlungen der Objekte von Anna Kohler in einen anderen Sinn viel dazu beitragen. Zum Beispiel wenn sich ein Papierteller mit eingesteckten Holzstäben zur Reisschale verwandelt. Oder wenn ein Behälter aus Ton, Grafit, Blattgold und Goldflimmer mit einer Kerze darin als «Der Anfang vom Ende» bezeichnet wird. Verdorrte Rhabarberblätter als schutzbringende Hülle zu erklären bestätigt Anna Kohler als hintergründige Philosophin.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis 21. Dezember jeweils von Dienstag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr, am Samstag von 10 bis 12 und 14 bis 16.30 Uhr, und am Sonntag von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Apéros mit den Künstlerinnen finden am Sonntag, 24. November sowie am 1. und 15. Dezember jeweils von 14 bis 16.30 Uhr statt.

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