Papiersammlungen und neu auch Littering-Aktionen subventionieren Schulreisen

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Die Bezirksschule um Schulleiter Thomas Hirt ist angewiesen auf das Geld, das sie durch die jährlichen Papiersammlungen einnimmt. Bild: Katrin Petkovic

Die jährlichen Papiersammlungen sind eine wichtige Einnahmequelle für viele Schulen. So auch für die Bezirks- sowie die Sek- und Realschule in Zofingen, die zwischen 2007 und 2013 mit neun Sammlungen pro Jahr im Schnitt für knapp 60 000 Franken Papier auf dem Stadtgebiet sammelten. Der Werkhof war jeweils dankbarer Abnehmer und verkaufte das Papier zum Marktpreis, der sich lange bei 50 Franken pro Tonne hielt. Der Gewinn landete vollumfänglich bei der Oberstufe für ihren geleisteten Einsatz. «Gewisse Ausflüge hätten wir gar nicht durchführen können, wenn wir dieses Geld nicht gehabt hätten», erinnert sich Bez-Schulleiter Thomas Hirt zurück. Damit subventioniere die Schule beispielsweise Schulreisen und Lager.

Seit 2014 hat sich die Situation jedoch grundlegend verändert. Der Betrag sank in besagtem Jahr auf 35 900 Franken. «Das Internet hat zu dieser Zeit sicherlich viele Geschäfte papierlos gemacht», so Thomas Hirt. «Mindestens gleich wichtig war, dass viele das Papier in die Sammelstelle brachten, zusammen mit anderen Gütern.» Christoph Wälti, der Leiter des Werkhofes in Zofingen, bestätigt: «Wir entfernen uns immer mehr von der Papierform.»

Die Stadt führt eine Pauschale ein

Die Schule war nun auf die Hilfe der Stadt angewiesen, die sich kooperativ zeigte. Ab dem Jahr 2016 erhielt die Oberstufe für neun Papiersammlungen eine Pauschale von 40 000 Franken. «Die verwendeten Gelder stammen zu 100 Prozent aus der Spezialfinanzierung Abfallwirtschaft», sagt Dominik Gresch, verantwortlicher Stadtrat. Diese würde unter anderem durch verursachergerechte Gebühren gespeist, wie zum Beispiel durch die Grundgebühr pro Haushalt oder durch die Einnahmen aus dem Verkauf von Kehrichtsäcken oder Jahresvignetten für die Grünabfuhr.

Doch auch diese Variante musste lediglich zwei Jahre später überarbeitet werden. «Es machte keinen Sinn, neun Sammlungen durchzuführen, wenn immer weniger Papier zur Abfuhr bereitgestellt wird», so Christoph Wälti. Deshalb beantragte er beim Stadtrat, die Papiersammlungen auf sechs zu reduzieren. Der Stadtrat willigte ein, gab dem Werkhof aber den Auftrag, gemeinsam mit der Schule nach Lösungen für das Schuljahr 19/20 zu suchen, um die wegfallenden Sammlungen zu kompensieren. «Mir war klar, dass wir künftig für sechs Aktionen nicht gleich viel Geld erhalten können wie für neun», sagt Thomas Hirt.

Also entwickelte er im Frühling gemeinsam mit Christoph Wälti die Idee einer Littering-Aktion.

Probelauf für die nächsten Jahre ist geglückt

So führte die Bezirksschule am nationalen Clean-Up-Day vom 13. September eine Aufräumaktion mit zwei Jahrgängen durch. «Das war sozusagen ein Probelauf für die nächsten Jahre als Kompensation für die wegfallenden Papiersammlungen», erklärt Thomas Hirt. So, wie es Christoph Wälti vorausgesagt hatte, fanden die Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu anderem Müll am meisten Zigarettenstummel. Diese seien für sein Werkhofteam sehr schwierig zu entfernen. Umso grösser war der Effekt am Aktionstag. «Wir haben die Zigarettenstummel separat gesammelt, damit wir am Schluss das Ergebnis sehen», so Hirt.

Die gefundene Abfallmenge nutzte die Schule, um den Schülerinnen und Schülern unter anderem die Problematik des Littering klarzumachen. «Wenn die angedachten Bussen für weggeworfene Zigarettenstummel wirklich verteilt würden, dann käme da so einiges zusammen», sagt Hirt. Kürzlich hat der Stadtrat die Idee der Abfallsammlungen der Schulen gutgeheissen. Ab dem nächsten Schuljahr wird die Schule nebst den sechs Papiersammlungen auch zwei Aufräumaktionen durchführen, um auch zukünftig Schulreise und Lager für möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.

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Peter Huber
schrieb am 20.11.2019 17:59
Die Schüler müssen schufften und bekommen keinen Rappen. Die Schule kassiert.
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