Grüngutgebühren: Die Versammlung schickt den Gemeinderat zurück auf Feld eins

Hanna_Kunz_Brittnau_kpe.jpg
Gemeinderat um Frau Gemeindeammann Hanna Kunz muss einen neuen Tarifvorschlag erarbeiten. (Bild: kpe)

Das Budget stand für einmal im Schatten. Vielmehr polarisierte an der Gemeindeversammlung in Brittnau der geänderte Abfalltarif, der mit 204 zu 29 Stimmen klar an den Gemeinderat zurückgewiesen wurde. Dieser wird laut Frau Gemeindeammann Hanna Kunz die Anträge prüfen. Ausserdem werden in der Grube künftig nicht mehr beide Augen zugedrückt: «Wir werden die jetzt gültigen Gebühren in der Grube durchziehen. Bislang waren wir nicht so streng.»

Nach der rege geführten Diskussion an der Informationsveranstaltung vor knapp zwei Wochen meldeten sich auch am Montagabend einige zu Wort. Dies ahnte der Gemeinderat, weshalb er beschloss, die Wortmeldungen aufzuzeichnen. Ausserdem wurde der Gebührentarif nach einem Antrag aus dem Souverän noch vor dem Budget behandelt.

Auch bei ihrem zweiten öffentlichen Auftritt erklärte Hanna Kunz die Lage kurz und sachlich. Bis anhin wurde die Grüngutabfuhr und die Kompostieranlage in der Grube Brittnau aus den Kehrichtgebühren querfinanziert. Im Abfallreglement, das seit dem 1. Juli 2011 in Kraft ist, steht jedoch: «Die Finanzierung der gesamten Abfallbewirtschaftung erfolgt kostendeckend nach dem Verursacherprinzip.» Dieses Prinzip wolle der Gemeinderat nun mit der Einführung von Grüngutgebühren und der gleichzeitigen Senkung der Grundgebühr und dem Betrag für Kehrichtsäcke umsetzen. Mit der Einführung des neuen Tarifs wäre unter anderem die Entsorgung von Grüngut in der Grube teurer als die Bereitstellung im Container. Damit wollte der Gemeinderat erreichen, dass nur noch vereinzelt Grüngut in die Grube geliefert würde.

Im Anschluss wies zuerst die SVP und danach auch die SP den Antrag offiziell zurück. SP-Sprecher Martin Fischer bezog sich auf die aus seiner Sicht falsche Stossrichtung für die Grube, als er sagte: «Die Gemeinde ist das Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden.» SVP-Sprecher Kurt Gerhard sieht die Grube als «Standortvorteil für Brittnau», der unbedingt im gleichen Rahmen beibehalten werden müsse. Häufig wurden die Rechnungen des Gemeinderates für die Tarife infrage gestellt und mit eigenen Rechnungen korrigiert. «Die Rechnungen der Wortmelder waren zum grössten Teil falsch, weil sie nicht alle Zahlen kennen», sagte Kunz dazu gestern auf Anfrage. An der Versammlung wurde zudem gewünscht, eine breitere Bevölkerungsschicht in die Erarbeitung des nächsten Vorschlags zu involvieren. «Wir werden die Antragssteller zu einem runden Tisch einladen», so Kunz. Neben den zu hohen Tarifen stiess sich der Souverän auch an den wöchentlichen Abfuhren, die nach Meinung einiger überhaupt nicht nötig seien. Das Budget wurde mit unverändertem Steuerfuss von 119 Prozent und einem Ertragsüberschuss von 202 255 Franken angenommen .

Im Anschluss ehrte der Gemeinderat den abwesenden Boris Tellenbach für seine langjährige Tätigkeit als aktives Mitglied der Feuerwehr. Ausserdem erlebte die Gemeindeversammlung die Uraufführung des Brittnauer Marschs, den die Musikgesellschaft im Anschluss an die Gmeind spielte. (kpe)

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
SPAF
Mitarbeiterin Administration (70 – 100%), Mitarbeiter, Aarau
Amsler Sanitär & Heizung GmbH
Heizungsinstallateur/in EFZ 100 %, Mitarbeiter, Gretzenbach
INSIDE
Inside, Mitarbeiter,
Home Instead Seniorenbetreuung
Teilzeitstelle im Stundenlohn, Mitarbeiter,
Amsler Sanitär & Heizung GmbH
Heizungsinstallateur/in EFZ (1, Mitarbeiter, Gretzenbach
Alterszentrum Wengistein
Restaurationsfachfrau EFZ 50-8, Mitarbeiter,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner