Die städtische Unterstützung fehlt dem Kulturlokal Coq d’Or

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Das Kulturlokal Coq d’Or bleibt ohne städtische Gelder. (Archiv) © Bruno Kissling

Nach einem erfolgreichen Crowdfunding im Frühling 2019 herrschte Umbaustimmung im «Coq d’Or». Nicht nur neue Lüftungen, sondern auch neue und breitere Organisationsstrukturen sorgen jetzt für frischen Wind im Kulturlokal, so der Kulturverein Coq d’Or in einer Medienmitteilung. Wermutstropfen: Olten wolle auch weiterhin nichts von einer möglichen Leistungsvereinbarung mit dem Lokal wissen.

55'000 Franken hatte das «Coq d’Or» vergangenen Frühling via Crowdfunding gesammelt. Das Geld benötige man, so teilte das Kulturlokal damals mit, um sich etwas Luft zu verschaffen, den Betrieb besser zu organisieren und andererseits für Renovationen und Investitionen. Über 420 Unterstützenden war das im Durchschnitt 130 Franken wert.

Während der Sommerpause machte sich das Team an die Fronarbeit. Neue Lüftungen für Konzertkeller, Fumoir und WC-Anlagen, Neuanschaffungen im Bereich Veranstaltungstechnik und viel frische Farbe: die Resultate, welche für die Besucher des Lokals seit Saisonstart Mitte August sicht- und hörbar sind. «Am umgebauten Backstage dürfen sich vor allem die auftretenden Künstlerinnen und Künstler freuen», teilt der Verein mit. Weitere Umbauprojekte sollen demnächst umgesetzt werden.

Noch nicht sichtbar, aber ebenfalls im Gange: die organisatorischen Umbau-Arbeiten. Mehr Ressourcen für mehr Effizienz und Professionalität sind die Stichworte. War bisher neben dem Barpersonal im Stundenlohn einzig Geschäftsführer Daniel Kissling in einem 70-Prozent-Pensum angestellt, werden künftig sechs Ressortverantwortliche in Kleinpensen die einzelnen Betriebsbereiche des Kulturlokals koordinieren und weiterentwickeln.

Geschäftsführer zeigt sich enttäuscht über Entscheid

Wie der Verein bereits im Rahmen des Crowdfunding kommuniziert hatte, ist das «Coq d’Or» für sein Weiterbestehen auch in Zukunft auf finanzielle Unterstützung Dritter angewiesen, um weiterhin ein abwechslungsreiches Kulturprogramm anbieten zu können. Der Kulturverein hatte als Betreiber des Lokals im September unter anderem offiziell um finanzielle Unterstützung bei der Stadt Olten nachgefragt. Vorgeschlagen wurde ein jährlicher Betrag von 20'000 Franken im Rahmen einer noch auszuhandelnden Leistungsvereinbarung. «Noch nicht einmal zu einem Gespräch ist es gekommen», sagt Daniel Kissling, Geschäftsführer des «Coq d’Or», etwas enttäuscht und verwundert. Der Entscheid des Stadtrates sei nicht nachvollziehbar.

Stadtschreiber Markus Dietler erklärt auf Anfrage, der Stadtrat habe sich bei seinem Entschied im Wesentlichen von einem Gedanken leiten lassen: «Es ist nicht erste Aufgabe der öffentlichen Hand, kommerziell geführte Betriebe zu unterstützen.» Und: Es gelte nach dem Gleichstellungsprinzip zu verfahren. «Es gibt mehrere Betriebe auf Stadtgebiet, die wie das ‹Coq d’Or› kommerziell und kulturell unterwegs sind.» Als Beispiele seien etwa die Vario Bar oder das Galicia genannt.

Immerhin: Durch den Erfolg des Crowdfundings ist der Betrieb des Lokals zumindest für die laufende Saison bis Sommer 2020 sichergestellt.

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