Jodeln baut Brücken und Freundschaften

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Mit Begeisterung und erstaunlichem Können trug das Chinderjodlerchörli Roggwil seine Lieder vor. (Bild: Kurt Buchmüller)
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(Bild: Kurt Buchmüller)
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(Bild: Kurt Buchmüller)

Während zwei Stunden überboten sich die Mitwirkenden am Jodlerabend in Rothrist in der Qualität der Stimmführung, Ausdrucksfähigkeit, Tonbildung und prächtigen Klangfarben. Auch das Chinderjodlerchörli Roggwil konnte da auf eine Weise mithalten, die spürbar aus Freude, Frische und Begeisterung am Singen bestand. Das Jodlerdoppelquartett Rothrist wetteiferte mit dem Gastverein «Frauenjodelchörli Stailalva» aus Sils im Domleschg um stimmungsvolle Nuancierungen und Feinheiten in der Modulierung. «Jodeln öffnet die Herzen, baut Brücken und Freundschaften, jodeln verbindet», steht in seiner Internetseite. Am 7. und 8. Dezember wird diese Aussage in die Tat umgesetzt. Das Jodlerdoppelquartett Rothrist erfreut zusammen mit dem Chor «Stailalva» in den Kirchen von Thusis und Chur die Herzen.

Buntes, bewegendes Programm

Den Beginn machten die «Örgelifründe Buchsiberg» mit schwungvollen Ländlern. Dann besang das Jodlerdoppelquartett unter der Leitung von Verena Uhlmann in «De Bärgwald» von Fred Kaufmann den Wandel vom Winter in den Frühling. In der Begrüssung stellte Präsident Fritz Baumgartner viel Gfreuts in Aussicht. Er selber durfte sich über eine vollbesetzte Halle freuen. Dem folgte «Es Lied, wo ds Härz erfreut, wo über Gäld und Güeter geit» von Adolf Stähli. So wie es vorgetragen wurde, wirkte dies auch glaubhaft. Das Chinderjodlerchörli Roggwil unter der Leitung von Michael Frei stellte sich mit «Chlini Wonder» vor, ebenfalls von Stähli. Dieser Titel bewahrheitete sich im Gesang. Völlig unbefangen, frisch von der Leber weg und absolut stimmrein bezauberten die Kinder das Publikum, besonders in der Jodelpartie. Wiederum feinsinnig von Heinz Trachsel auf dem Akkordeon begleitet, weckten sie in «Uf de Alpe obe» (Traditionell) abermals Begeisterungsstürme. Später verabschiedeten sie sich mit «Es Gschänkli» von Franz Stadelmann.

Mit Spannung wurde der Beitrag vom «Frauenjodelchörli Stailalva» erwartet. Auffallend waren ihre verschiedenen Trachten. Sie würden die vielen Talschaften vertreten, wo die Mitglieder wohnen. Sie reisten aus einem Umkreis von vierzig Kilometern zu den Proben an, war zu vernehmen. Das nennt man Motivation, und diese findet sich auch im Chorgesang. Das fein aufeinander abgestufte Klangbild der Stimmregister liess erkennen, dass der Inhalt der Lieder verinnerlicht wird. So zum Beispiel in «I freu mi» von Paul Meier, worin es heisst: «Ju-he, ju-he, i ha der Früehlig gseh!» Dasselbe geschah im besinnlichen «Aabegedanke» und im tiefgründigen «Herbst», beide von Peter Künzi, wo es um den Abschied geht. Nachdenklich stimmte auch der Text des vom Jodlerdoppelquartett gewählten «Im Läbe het di mängisch scho ganz öppis Grosses öberno» von Beat Jäggi. Dessen Gedichte lieferten die Gedanken zu vielen Jodelliedern. Vertont hat das Lied Marie-Theres von Gunten, die es mit einer gesummten Partie versah, der sich ein ebenso anspruchsvoller Jodel anschloss.

Solojodlerin im zweiten Teil

Den Auftakt zum zweiten Teil machten wieder die Örgelifründe. Das Frauenjodelchörli liess klangvoll «Der guldig Sunnestrahl» von Paul Schreiber aufleuchten und «Dankbar si» von Josef Dubach erhielt im Jodel wunderschöne Akkorde. In «La Patria» (Die Heimat, Tumach Rolf) entfaltete das Chörli eine würdevolle Huldigung an das Bündnerland.

Der Rothrister Chor befasste sich mit «d’Guenibuebe» von Robert Fellmann. Nun, wer solchen Nachwuchs wie Doris Tresch hat, kann schon neidisch machen. Sie ist seit zwei Jahren Mitglied des Jodlerdoppelquartetts. Ihre tragfähige Stimme mit feinem Vibrato erzielte in ihren zwei Vorträgen zusammen mit Heinz Trachsel auf dem Akkordeon langen Applaus. «Gäbs dich ned» lautete ein Titel, zu Recht. Nach so viel gefühlvollem Gesang gab es zum Schluss noch eine krönende Zugabe: die einmalig schönen «Wiehnachtsglogge» von Ernst Sommer.

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