Saint-Exupéry und Schulbauten: Einwohnerrat sagt Ja zum Projektierungskredit Oberstufenzentrum

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Visualisierung des Oberstufenzentrums Rebberg (zVg)

Der Zofinger Einwohnerrat hat in der Debatte über den Projektierungskredit für das künftige Oberstufenzentrum Rebberg seine literarische Ader entdeckt. Den Reigen der Antoine-de-Saint-Exupéry-Zitate eröffnete Robert Weishaupt (CVP) als Sprecher der vorberatenden Spezialkommission. Er beendete sein Referat mit: «Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.» Er sprach damit an, dass es auch nach den Sitzungen der Spezialkommission und der Fraktionen noch viele offene Fragen gab.

Aufgabe des Architektenwettbewerbs war, so Weishaupt, Räume für zwölf Schulklassen mit Gruppenunterricht sowie Administrations- und Lehrerbereiche zu planen. Dazu drei Turnhallen und eine Erweiterungsmöglichkeit in einer zweiten Etappe für weitere sechs Schulklassen. Die sollen einst mit Brittnauer und Strengelbacher Schülern belegt werden. Einen definitiven Schulvertrag gibt es noch nicht, wie der Stadtrat bestätigen musste. «Für den Einwohnerrat», sagte Weishaupt, «geht es aktuell um 1,94 Millionen als Projektierungskredit und nichts Anderes». Was die Kommission zudem festgestellt hat, ist, dass mit demselben Kredit gleich auch das Zusatzgeschoss geplant und anschliessend um mutmasslich zwei Millionen Franken günstiger mit dem Basisgeschoss realisiert werden könnte.

Moritz Weber (SVP) – auch er kennt Saint-Exupéry: «Es gibt nur wenige Worte, die im Lauf der Geschichte nicht ihre Leuchtkraft verlieren.» Die Geschichte hinter dem Projekt veranlassten ihn und seine Fraktion, einen Rückweisungsantrag zu stellen. Das mutmasslich rund 30 Millionen Franken teure Projekt habe den Charakter einer wichtigen Stellgrösse für die finanzielle Zukunft der Stadt. Deshalb sei ein Benchmark – der nicht vorliegt – mit vergleichbaren Schulhausbauten nötig. Ein solcher könne erst im Anschluss an die Projektphase geliefert werden, hiess es vom Stadtrat.

In der FDP-Fraktion sei intensiv diskutiert worden, sagte Tobias Hottiger. Das Projekt sei sowohl strategisch und finanziell wichtig. Gerne hätte die FDP eine definitive Zusage der Nachbargemeinden. Dennoch sprach sich Hottiger für eine gleichzeitige Aufstockung mit Innenausbau aus. Sein Saint-Exupéry-Zitat für die gegenteilige Variante: «Ihr seid schön, aber leer.» Für den Kredit wehrten sich Gian Guyer und die Grünen mit dem Benjamin-Franklin-Zitat, wonach «eine Investition in die Bildung beste Zinsen bringt». Christian Nöthiger (SP) sagte mit Blick auf den Schulvertrag: «Wir dürfen uns nicht in Geiselhaft der Nachbargemeinden begeben – wir benötigen selber mehr Schulraum.» Und Micha Berner (glp): «Es gibt keine günstigere Art Schulraum zu bauen, als mit einem zweiten Stock.»

Der Rückweisungsantrag blieb chancenlos. Mit 25 zu 10 Stimmen wurde der Kredit genehmigt – mit Planung des Obergeschosses.

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