«Jahr der Querelen» wirkte an der Gmeind nach

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«Bereits jetzt spüren wir einen anderen Wind» – Gemeindepräsidentin Michaela Tschuor an der Gemeindeversammlung. Bild: rzu

Der Gemeinderat blickt nach vorne. «2021 haben wir wieder courant normal», sagte Wikons Gemeindepräsidentin Michaela Tschuor (CVP) am Dienstagabend zur Eröffnung der Gemeindeversammlung. Bereits am 1. September 2020 soll die Gemeinde mit einer funktionierenden Verwaltung und einem miliztauglichen Gemeinderatsmodell in die neue Legislatur starten können. Bis die Gemeinde an diesem Punkt angelangt sein werde, gebe es noch viel zu tun. «Aber bereits jetzt spüren wir einen anderen Wind», sagte Tschuor.

Ungern schaut der Wikoner Gemeinderat in die Vergangenheit: 2018 war das Jahr der Querelen innerhalb des Gemeinderats, die sich mit Strafverfahren bis in die Gegenwart auswirken (wir berichteten). Die Gemeinde musste bereits für rund 4500 Franken Verfahrens- und Anwaltskosten aufkommen. So kam es einem Rückschlag gleich, als eine Votantin fragte, ob weitere Verfahrenskosten auf den Steuerzahler zukommen. Der Gemeinderat wollte zum laufenden Verfahren jedoch keine Stellung nehmen. Es bringe nichts, wenn an jeder Versammlung «alte Wunden» aufgerissen würden, sagte ein weiterer Votant.

2019 war das Jahr der Organisationsanalyse

Ein Jahr später, 2019, war das Jahr der Organisationsanalyse in der Verwaltung, die der zuständige externe Berater mit folgenden Worten zusammenfasste: «Wir haben ein negatives bis sehr negatives Gesamtbild angetroffen.» In der knapp dotierten Verwaltung waren einzelne Personen übermässig belastet.

«In einer Woche ist das Team nun wieder komplett», teilte Tschuor den 61 Versammlungsteilnehmern mit. Anfang Dezember nimmt die neue Gemeindeschreiberin Martina Winiger ihre Arbeit auf. An dieser Stelle dankte Tschuor dem interimistischen Gemeindeschreiber Andreas Kalt für die gute Zusammenarbeit. Ferner bedankte sie sich im Namen des Gemeinderats auch bei den ehemaligen Gemeinderäten Markus Dietrich und René Wiederkehr, die dieses Jahr demissionierten. Anwesend war aber nur Ersterer.

Finanzvorsteher Wolfgang Kunzelmann (SVP) präsentierte den Finanzplan und das Budget 2020, welches einen kleinen Gewinn von 17 744 Franken vorweist. Ab 2024 soll der Steuerfuss gemäss Finanzplan von heute 2,4 auf 2,3 Einheiten reduziert werden. Die Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit der Gemeinde seien damit gewährleistet, sagte Kunzelmann. Die Investitionsrechnung enthält Ausgaben in der Höhe von 701 000 Franken. 2020 beantrage der Gemeinderat lediglich Projekte mit hoher Priorität.

Zum Schluss der Budgetversammlung appellierte Tschuor an die Anwesenden, bei den Kommunalwahlen nächsten Frühling ihr aktives und passives Wahlrecht wahrzunehmen.

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