Das Aargauer Kantonsspital ist derzeit eine einzige Bau- und Abbruchstelle

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Das Haus 5 (ehemalige Medizin) wird abgebrochen. © uhg
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Die blauen Projekte sind in Ausführung oder stehen unmittelbar davor. Gearbeitet wird auch schon an den roten, etwa dem Abbruch des Hauses 5. © zvg

Wer in den letzten Wochen an der Bavaria-Kreuzung vorbeikam, sah das neue Labor- und Pathologiegebäude des Kantonsspitals Aarau (KSA) im Eilzugstempo emporwachsen. Auf der Ostseite hat es bereits den 4. Stock, die Endhöhe, erreicht. Bis Ende 2020 wird der 37 Millionen Franken teure Bau ganz fertig sein.

Der Einzug der Spezialabteilungen wird dann mehrere Monate dauern. Als sehr kompliziert hat sich auch der Umbau der Spitalpharmazie und der Logistik erwiesen: Bei diesem Projekt – es entsteht unter anderem eine Art kleine pharmazeutische Fabrik  – gab es gewisse Verzögerungen. Der Abschluss ist jetzt für Mitte 2020 terminiert.

Bereits fertig ist das neue, ambulante Therapiezentrum (Haus 14) neben dem Besucherparkplatz an der Tellstrasse. In ihm arbeiten rund 100 Personen. Sie bieten Physio- und Ergotherapien. Das Gebäude kostet 7.8 Millionen Franken. Es gibt sogar einen Therapiegarten mit einem Übungsweg. Wer sich ein genaues Bild machen will, besucht übermorgen Samstag den Tag der offenen Tür oder betrachtet die folgende Grafik.

Der Kiosk ist ab sofort neu im Haus 1

Das Therapiezentrum musste gebaut werden, weil auf dem Spitalareal das Baufeld für den ganz grossen Wurf, die Realisierung des Projektes «Dreiklang», geräumt werden muss. Der «Dreiklang» wird über eine halbe Milliarde Franken kosten. Der Verwaltungsrat des KSA hat den formalen Ausführungsentscheid noch nicht gefällt. Der Werkvertrag mit der Arbeitsgemeinschaft Marti/BAM ist noch nicht unterzeichnet. Aber es wird mit Hochdruck weiter geplant. Schliesslich soll 2020 ein Baugesuch aufgelegt werden.

In diesen Tagen ins Hauptgebäude (Haus 1) verlegt wurde der Kiosk, der bisher so etwas wie der Dreh- und Angelpunkt auf dem KSA-Areal war. Die Häuser 6, 16 und 35 stehen bereits leer. Beim Haus 5 haben sogar schon die Rückbauarbeiten begonnen.

Es stammt aus dem vorletzten Jahrhundert. Die Südbalkone weisen darauf hin, dass hier, bevor es die Barmelweid gab, Tuberkulose-Kranke behandelt wurden. Später diente das Haus der Inneren Medizin. Schon 1998 stand sein Abbruch zur Diskussion. Es wurde dann aber noch zwanzig Jahre lang als Bürogebäude genutzt. «Das Haus hat in alle den Jahren für Patienten enorm viel geleistet», erklärte gestern Sergio Baumann, Leiter Betrieb im KSA.

Nordallee wird für Autos im Einbahnverkehr geöffnet

Bereits seit zwei Monaten in Betrieb sind das Herzkatheterlabor und die Dialyse auf der Nordseite des Hauses 1. Unmittelbar daneben beginnt Mitte Dezember der Bau des neuen Personalrestaurants, dem einzigen Provisorium während der «Dreiklang»-Realisierung. Es kostet 6 Millionen Franken.

Fest steht auch, wo die Baustellenzufahrt durchführen wird: Schwergewichtig über die Schäferwiese (Altlasten-Sanierung gemacht) an der Buchserstrasse und teils über die Südallee. Die Nordallee wird nach Jahrzehnten der Ruhe wieder für den Besucherverkehr geöffnet (nur Einfahrt).

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