Die «Wutbürger» antworten

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Antworten auf «Unsere Meinung» von 26 Zofinger Einwohnerräten. Ausgabe vom 30. November.

 

 

«‹Wutbürger› – der Begriff gefällt mir»

Liebe Stimmbürgerinnen, liebe Stimmbürger, die Stellungnahme eines Teils der Einwohnerräte im ZT vom letzten Samstag kann ich als einer der Angesprochenen nicht unbeantwortet lassen. Um in der Fussballer-Sprache des Einwohnerrates zu bleiben, denke ich, haben sie sich selbst ins Offside gebracht, auch das wird abgepfiffen und neu angespielt. Ich habe in meinen 79 Lebensjahren doch einiges gelernt, unter anderem, man sollte sich möglichst hüten, sich nicht verleiten zu lassen, um einer von jemandem ausgeheckten öffentlichen Mitteilung mit seiner Unterschrift beizutreten. Ich meine, jeder sollte jederzeit seine eigene Meinung haben. Darum danke ich den 14 Nichtunterzeichner für ihre eigene Meinung.

Ich möchte hier festhalten, dass ich mit «Souschel Media» und Konsorten absolut nichts am Hut habe. Aber aus dem Einwohnerrats-Bericht entnehme ich doch den Begriff «Wutbürger» und der gefällt mir je länger, je besser. Habe ich doch nach meinen beiden Leserbriefen zum Kreisel Unterer Stadteingang unzählige positive Rückmeldungen von richtig erbosten Mitbürgern –eben halt Wutbürgern – erhalten.

In diesem Sinne freue ich mich, zu gegebener Zeit auf viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zählen zu dürfen.

Willi Wälty, Zofingen

Kritisch? Ja, aber kein Wutbürger

Wer in der Öffentlichkeit steht, muss mit Kritik rechnen. Niemand kann es allen Leuten recht machen. Allerdings sollte man Kritik sachlich diskutieren und mit Argumenten entkräften können. Wenn aber die Damen und Herren Einwohnerräte kritische Stimmbürger in einem offenen Brief im ZT pauschal als Wutbürger bezeichnen, geht das meiner Meinung nach zu weit. Da müssen einige Damen und Herren ein «schlechtes Gewissen» haben, um diese «Rechtfertigung» ihrer Ratstätigkeit im ZT zu publizieren.

Natürlich stimmt es, dass der Inhalt des Gestaltungsplans bereits 2008 und 2014 öffentlich zugänglich war. Wer aber kann sich nach 5 oder sogar 11 Jahren an Details der öffentlichen Planauflage erinnern?

Es hat sich in dieser Zeit viel verändert. Gerade deshalb wäre der Hinweis auf die «noch nicht öffentlich aufliegende zweite kantonale Vorprüfung» in den Abstimmungsunterlagen zum Kreiselprojekt notwendig gewesen.

Jürgen Gehrken, Zofingen

Wenn Stimmberechtigte als «Wutbürger» bezeichnet werden

Das Ergreifen eines Referendums, das Verfassen von Leserbriefen und Verteilen von Informationen vor Abstimmungen sind Bestandteile der politischen Kultur in der Schweiz und zeugt von Interesse. Die aktuellen Geschäfte in Zofingen wie die BNO, das Strassenbauprojekt Untere Vorstadt sowie das neue Oberstufenzentrum sind bedeutend und in der Bevölkerung nicht unumstritten. Das liegt sicherlich an der Höhe der Investitionen, wie auch an der Informationspolitik der politischen Organe. So wurde das Strassenbauprojekt Untere Vorstadt vor allem mit dem herrschenden Verkehrschaos begründet. Dass der überwiegende Teil der Investitionen primär der Umgestaltung und Vorbereitung der Bebauung des Areals dient, wurde nicht offen kommuniziert. Zudem ist der Gestaltungsplan für das Gebiet «Untere Vorstadt» noch nicht rechtskräftig. Am Tag nach der Urnenabstimmung zum Strassenbauprojekt haben Einwohnerräte der SP (trotz Wissensvorsprung) eine Interpellation mit ungeklärten Fragen zur Erschliessung der Parkplätze an der Unteren Promenade eingereicht. Die Einwohnerräte bemängeln fehlende Informationen dazu in der Abstimmungs-Broschüre. Selbst engagierte und interessierte Stimmbürger verlieren ob dieser verwirrenden Informations-Politik den Überblick.

Als nächstes Grossprojekt wird uns das Oberstufenzentrum beschäftigen. Das Projekt ist im Rahmen der Suche nach fünf neuen Klassenräumen für die Primarschule entstanden. Dass daraus nun ein x-facher Bedarf an Schulräumen im Oberstufenzentrum entstanden ist, dürfte in Zukunft noch zu diskutieren geben. An der öffentlichen Informationsveranstaltung konnten die von mir gestellten Fragen zur Optimierung der Belegung der vorhandenen Klassenräume und Auslagerungsmöglichkeiten von Oberstufen-Klassen an die umliegenden Gemeinden nicht beantwortet werden. An der Informations-Veranstaltung waren nur vereinzelte Einwohnerräte anwesend. Dabei wäre gerade dies eine ideale Plattform, direkt mit den Stimmbürgern ins Gespräch zu kommen und Fragen und Anliegen aufzunehmen. Ich wünsche mir zukünftig einen konstruktiven Austausch zwischen den politischen Organen und den Stimmbürgern sowie eine offene und umfassende Informations-Politik.

Thomas Zinniker, Zofingen

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Warum sind die Einwohnerräte so empfindlich?

Beat Tschamper
schrieb am 05.12.2019 09:30
Ich bin mit den obigen Briefschreibern vollkommen einverstanden. Die gezeigte Empfindlichkeit ist nicht angebracht. Eine offen Debatte auf Sachebene aber schon.
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