75 Mitwirkende spielen am 75. Geburtstag des Handharmonika-Clubs Staffelbach

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Bei den gemeinsamen Proben mit der MG und dem Chor Staffelbach geht es auf der Bühne der Mehrzweckhalle eng zu. Bilder: albe
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Der Eintritt zum ersten Konzert im Jahr 1948 kostete 1.50 Franken.

Dieses Wochenende ist es soweit: der Handharmonika-Club (HC) Staffelbach feiert sein 75-jähriges Bestehen mit zwei grossen Konzerten. Dazu hat er sich, wie an Geburtstagen üblich, Gäste eingeladen. Nebst dem Publikum, auf das ein umfangreiches Programm wartet, das von Rock und Pop über Evergreens bis zu Volkstümlichem reicht, werden auch die Musikgesellschaft (MG) und der Chor Staffelbach unter den Gästen sein. Mit eigenen Stücken werden sie zum Programm beitragen und in verschiedenen Formationen zusammen mit dem HC musizieren. «Wir werden es wohl schaffen, zum Jubiläum passend 75 Mitwirkende auf die Bühne zu bekommen», sagt Pia Siegenthaler, die Präsidentin des HC, und lacht.

Das wird für knappe Platzverhältnisse auf der Bühne sorgen. Schon bei den gemeinsamen Proben ist es eng. Es dauert einen Moment, bis sich alle arrangiert haben. Der Chor steht ziemlich gedrängt auf dem Podest. Die Instrumentalistinnen und Instrumentalisten brauchen einfach viel Platz zum Spielen. Doch die Stimmung ist gut und es wird trotz konzentrierter Probenarbeit viel gelacht. Dazu trägt sicher auch bei, dass man sich in den drei Vereinen untereinander kennt.

Es hat Tradition, dass man sich gegenseitig bei den Vereinsanlässen unterstützt. Mit einer Tradition, die schon das Programm des ersten Konzerts im Januar 1948 ausweist, bricht der Verein dagegen in diesem Jahr. Es wird kein Theaterstück im Anschluss an das Konzert geben. Dazu ist das Konzertprogramm mit den drei Vereinen einfach zu umfangreich, wie Siegenthaler erklärt.

Mit Crowdfunding kreative Wege gegangen

Gegründet wurde der HC Staffelbach im Juni 1944 mit zehn Mitgliedern. Inzwischen musizieren 20 aktive Mitglieder regelmässig miteinander und präsentieren sich bei Konzerten, aber auch bei Wettbewerben des Verbands «Akkordeon Schweiz». Mehrfach wurden die Staffelbacher dabei in den letzten Jahren mit einem «Sehr gut» ausgezeichnet. Das ist nur möglich, weil der Verein auch neue, zeitgemässe Wege geht. Zur Finanzierung eines Projekts für Wiedereinsteiger wurde der Verein kreativ: Der benötigte Betrag kam über eine Crowdfunding-Kampagne im Internet zusammen. «Das war echte Knochenarbeit», sagt Siegenthaler. Doch sie kann sich vorstellen, es noch einmal so zu machen. Immerhin konnten dauerhaft vier neue Mitglieder gewonnen werden.

Für die Zukunft plant der Verein wieder den Aufbau eines Jugendorchesters. «Wir könnten uns auch gut eine Zusammenarbeit mit der Musikschule vorstellen», sagt Astrid Frandsen, die seit Anfang des Jahres die musikalische Leitung des HC innehat. Sie ist erst die fünfte Dirigentin in der langen Vereinsgeschichte. Ludwig Haller, der das Orchester über 50 Jahre als Dirigent leitete, kam mit dieser Leistung sogar ins Guinness-Buch der Rekorde.

«Kann mal jemand übernehmen? Ich möchte auch mal hören, wie es klingt», sagt Frandsen zu ihren Dirigenten-Kollegen Nicola Hauri (MG) und Andreas Wüest (Chor). Ganz zwanglos übergibt sie den Taktstock. Auch beim Konzert werden die Dirigenten abwechselnd am Pult stehen. Jeder dirigiert bei einigen Stücken sein eigenes Ensemble. Daneben werden die drei Vereine in verschiedenen Formationen miteinander musizieren, bis sie zum Abschluss gemeinsam auf der Bühne stehen. Das bekannte «Hallelujah» von Leonard Cohen steht in einer Jubiläumsversion auf dem Programm.

Neue Uniform ist ihr eigenes Geschenk

«Schon ganz gut», lobt Frandsen, nachdem sie sich einen ersten Eindruck verschafft hat. Doch hier und da gibt es noch Verbesserungsbedarf. Die Instrumentalisten etwa übertönen den Chor, der wegen vieler Krankheitsausfälle zu dieser Probe nur in kleiner Besetzung antreten konnte. Doch bis zum Konzert ist noch Zeit für weitere Abstimmungen, sodass sich das Publikum auf ein vielseitiges, abwechslungsreiches Programm freuen kann, das die eine oder andere Überraschung bereithält, wie Präsidentin Pia Siegenthaler versichert.

Zu einem Geburtstag gehören schliesslich auch Geschenke. Eines macht sich der HC Staffelbach mit der neuen Uniform gleich selber. Man darf gespannt sein, in welchem Look sich der Verein in Zukunft präsentiert.

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