Schluss mit dem Sonntagsverkauf: Der Spar Oberentfelden ist nur noch an sechs Tagen offen

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Geschäftsführerin Beatrice Huwiler mit ihrem Ehemann Bruno. © wpo

Beim gefühlt ewig geöffneten Spar Oberentfelden standen Kunden plötzlich vor geschlossenen Türen. Erstmals am 20. Oktober – dann immer wieder sonntags. Was war passiert? Anfangs Oktober flatterte Post vom Kanton in die Briefkästen diverser Detailhändler im ganzen Kanton Aargau, die am Sonntag ihren Laden geöffnet haben.

Hatten, muss man wohl sagen, denn um am Sonntag verkaufen zu können, bedarf es einer Voraussetzung: Angestellte dürfen nicht beschäftigt werden. Konkret: Der Laden muss an diesem Tag von den Unternehmern selbst geführt werden.

«Zu einem Familienbetrieb in diesem Sinne gehören auch noch die aufsteigenden und absteigenden Linien, also Eltern und Kinder, nicht aber Onkel oder Nichten», sagt Thomas Hartmann, Leiter Industrie- und Gewerbeaufsicht des Kantons Aargau.

«Die ersten 2, 3 Jahre haben wir’s so gemacht», sagt Geschäftsführerin Beatrice Huwiler vom Spar Oberentfelden. Nachher wurde es zu viel, und sie und ihr Mann Bruno haben Sonntagsverkäuferinnen angestellt.

«Die Kunden tun uns leid, aber für uns hat es was Positives»

«Wir haben in unserer Umgebung festgestellt, dass einige Läden sonntags geöffnet haben», sagt Thomas Hartmann. Das war Anlass, seiner Aufsichtsaufgabe nachzukommen. So wurden an die Läden, die am Sonntag offen haben, Briefe verschickt, in denen die
rechtliche Situation erläutert wurde. «Wir gehen nicht einfach hin und lassen büssen», sagt Thomas Hartmann. Es gehe nun darum, die Sache zu bereinigen.

Für den Spar Oberentfelden heisst das: Ende Sonntagsverkauf, mit Ausnahme der vom Regierungsrat bewilligten Sonntagsverkäufe vom 15. und 22. Dezember. Beatrice Huwiler: «Die Kunden tun uns leid, aber für uns hat das auch etwas Positives: Jetzt geniessen wir den Sonntag.» Drei Studentinnen verlieren ihren Job als Sonntagsverkäuferinnen.

Für sechs Gemeinden gelten aus lokalen Gründen andere Daten: In Bad Zurzach, Bremgarten, Lenzburg und Zofingen können Arbeitnehmende in Verkaufsgeschäften am zweiten und vierten Adventssonntag (8. und 22. Dezember 2019) bewilligungsfrei beschäftigt werden. In den Gemeinden Sins und Wettingen können Arbeitnehmende in Verkaufsgeschäften am ersten und vierten Adventssonntag (1. und 22. Dezember 2019) bewilligungsfrei arbeiten.

Zu den Adressen der Detaillisten sei man nicht etwa durch Denunziationen seitens von Mitbewerbern gekommen, sondern zusätzlich zu eigenen Beobachtungen durch Recherchen: auf «sonntagsverkäufe.ch» zum Beispiel. Über die Zahl der angeschriebenen Läden kann Hartmann keine Auskunft geben, da das Verfahren noch laufe und Reaktionen von Betriebsleitern zum Teil noch ausstünden.

Zuerst aufklären, dann sanktionieren

Der Brief an die Ladenunternehmer klärt auf und weist auch auf die Pflicht der Industrie- und Gewerbeaufsicht hin, bei Nichteinhalten des Arbeitsverbots einzugreifen. Die lokale Polizei habe die Pflicht, hinzuschauen. «Wir beklagen nicht; das ist dann Aufgabe der Staatsanwaltschaft», sagt Thomas Hartmann.

Das Verbot von Sonntagsarbeit und Sonntagsverkauf kennt Ausnahmen: die Bahnhöfe Aarau, Baden und neu Lenzburg, wo, so Hartmann, die gleichen Regeln wie im Shopville Zürich gälten. Auch Frischblumen und Brot dürfen verkauft werden. Dazu kommen die Tankstellenshops, wo auch der Treibstoffhandel vor sich geht.

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