Die Reider Badi der Zukunft: Sanierung für 7,3 Millionen

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Ab Herbst 2020, nach den Sanierungsarbeiten im Hallenbad, folgen die Bauarbeiten im Freibad mit der Erstellung eines Spielplatzes. Visualisierung: zvg

Die Badi Reiden erhält einen «neuen Anstrich». Die Stimmbevölkerung der Reider Gemeinde sagte im März Ja zur Sanierung der Badi und bewilligte einen Sonderkredit von 16 Millionen Franken – darin enthalten sind neben der Sanierung für 7,3 Millionen Franken auch eine Aktienkapitalerhöhung und Betriebsbeiträge für zwanzig Jahre.

Bis 16. Dezember liegen nun das Baugesuch und die Pläne bei der Gemeinde Reiden zur Einsicht auf. Das Projekt ist auf Kurs. «Wenn alles rund läuft, starten wir Anfang März 2020 mit der Sanierung», sagt Verwaltungsratspräsident Pius Schumacher auf Anfrage. Das Hallenbad wird energetisch, ästhetisch und stellenweise räumlich erneuert. Im Aussenbereich wird das Freibad «sanft saniert» und ein Spielplatz erstellt. «Die ersten Sanierungsarbeiten erfolgen im Hallenbad mit dem Anbau für die neue Badwassertechnik, bei der Garderobe und der Beckenanlage», sagt Schumacher. Im Anschluss seien die Räume im Obergeschoss, also Restaurant und Mehrzweckraum, an der Reihe. Ab Herbst 2020 folgten die Bauarbeiten im Freibad mit der Erstellung eines Spielplatzes. Das Hallenbad bleibe aufgrund der Sanierung voraussichtlich ab Mai bis September 2020 komplett geschlossen. Das Freibad bleibt normal in Betrieb bis Ende Freibadsaison im September 2020. Die Sanierungsarbeiten am Freibad sowie der Bau des Erlebnisspielplatzes werden in der Winterpause 2020/21 umgesetzt.

Die Erneuerung der Badi Reiden ist seit mehreren Jahren ein Thema. Teile der Infrastruktur bestehen seit der Eröffnung vor 45 Jahren. Mit der Gründung der Badi Reiden AG 2017, deren Alleinaktionärin die Gemeinde ist, forcierte man die Erneuerungspläne. Nachdem der Gemeinderat ein erstes Projekt verwarf, gelangte diesen Frühling ein weniger umstrittenes Projekt zur Abstimmung. 65 Prozent der Reider legten ein Ja für den Weiterbetrieb in die Urne.

Kanton veröffentlichte Leitentscheid

Im Vorfeld der Abstimmung ging bei der Luzerner Regierung aber eine Stimmrechtsbeschwerde ein, in der kritisiert wurde, dass die Abstimmungsbotschaft weder ausgewogen noch objektiv und die Abstimmung deshalb zu verschieben sei. Der Regierungsrat wies die Beschwerde im Mai vollumfänglich ab, kritisierte aber den «unverhältnismässigen Einsatz finanzieller Mittel» der Badi Reiden AG zu Marketingzwecken für die Abstimmung.

Nun nahm die Regierung den Fall nochmals auf und machte ihn zu einem wegweisenden Leitentscheid für andere Gemeinden und Institutionen, wie er letzte Woche mitteilte. So heisst es darin: «Die Verpflichtung zur politischen Neutralität trifft ausser das Gemeinwesen auch diejenigen öffentlichen oder gemischtwirtschaftlichen Unternehmen, die von ihm beherrscht sind.»

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